Donnerstag, 24. September 2015

Sperrmüll

Es gibt genau drei Dinge, die einen an den Termin für den Sperrmüll erinnern. Und natürlich gleichzeitig auch als Folge zur Veranlassung beitragen könnten, daß dieser endlich von der Terrasse verschwindet.


TOP 1

Im Idealfall hat der treusorgende Ehemann sich überwunden und höchstpersönlich – ich möchte jetzt bewundernde Aaaahs! und Ooooohs! vernehmen – bei der Müllabfuhr angerufen, den eigenen Sperrmüll angemeldet, einen Termin erhalten und diesen an einer Stelle vermerkt, an der er zweifelsfrei rechtzeitig besagten Termin als Erinnerung abrufen kann. Hat geklappt. Ansonsten aber ginge es weiter bei TOP 2, welcher hier in der Vergangenheit favorisiert wurde.


TOP 2

Man wartet, bis wieder ramponierte Lieferwagen mit osteuropäischen Kennzeichen durch die Gegend stinken und deren Fahrer die Straßen in knappen Stundentakt nach noch verkaufsfähigen Gütern absuchen. Dann begibt man sich nach draußen und stellt hocherfreut fest, daß bereits andere Nachbarn an dem bekannten Sammelplatz der Mülleimer ihren Sperrmüll deponiert haben, um dann das Arrangement um den eigenen Kram stilvoll zu ergänzen. Egal was da steht, 75 % der Sachen sind am nächsten Morgen, noch bevor der Müllwagen kommt, auf geheimnisvolle Weise verschwunden. Da kann man schon eingeschnappt sein, wenn nur der eigene Dreck wirklich und wahrhaftig für die Müllabfuhr liegen geblieben ist. Haben die es heute nicht mehr nötig oder was? Na ja, man kann sich ja damit trösten, daß die ramponierten stinkenden Lieferwagen mit den osteuropäischen Kennzeichen bereits voll gewesen sein müssen. Und was weg ist, ist weg. Egal, ob nach Bulgarien, Ostpolen oder der Neustädter Mülldeponie.


TOP 3

Man könnte natürlich, falls die zentralen unter  TOP 1 und TOP 2 beschriebenen auslösenden Vorgehensweisen nicht für eine Erinnerung gesorgt haben, weil man es natürlich wieder verpeilt hat, rechtzeitig bei der Müllabfuhr anzurufen oder das Warten auf den Lärm der ramponierten, stinkenden Lieferwagen mit osteuropäischen Kennzeichen irgendwie auch nur dazu führte feststellen zu müssen, daß in der unmittelbaren Nachbarschaft kein Sperrmüll angefallen ist und es sich deswegen nicht lohnt, den üblichen Platz mit dem eigenen Kram zu befüllen, weil die Müllabfuhr ihn nicht – da nicht angemeldet – mitnehmen würde, einfach auf irgendeinem zu erledigenden Weg feststellen, daß vor dem berüchtigten Haus zwei Straßen weiter bergab wie zu jedem, aber auch wirklich jedem Abholtermin, der ganze Bürgersteig mit Resten von Wohnungseinrichtungen zugestellt ist.

(Puh, bis hierhin hat TOP 3 nur einen Satz gehabt)

Was natürlich nichts nützt, weil man nicht gewillt ist, den ganzen eigenen Kram zwei Straßen weiter bergab zu schleppen. Wie scheiße sieht das denn aus, wenn man dabei gesehen wird?


Also bleiben wir bei TOP 1. Ich bin gespannt, was morgen früh noch alles da steht, wenn die Müllfledderer durch sind.



Kommentare:

  1. Bei uns ist die Sperrmüllabfuhr mal einen Tag später gekommen, damals, als sie noch dreimal im Jahr einfach kam, so ohne Anmeldung. Dummerweise war der falsch in der Ankündigung genannte Tag der, an dem alle Mietverträge im Haus abliefen, weil das abgerissen werden sollte... Und ein Vier-Parteien-Haus hatte vier mal Umzugsreste plus vier Kellerinhalte sowie vier mal Schuppenfüllung an die Straße gestellt. Das ganze sah nach dem Durchzug der Osteuropa-Fraktion aus wie New Orleans nach Katrina. Im Folgejahr waren dann die festen Termine Vergangenheit. Jetzt wollen die Kollegen nicht nur gebeten werden, sondern auch vorher ziemlich genau wissen, wieviel Kubikmeter welcher Güter da denn so warten. The times, they are a-changing...tüdelü.

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    1. Ja, die fiesen Details wollen die hier auch wissen. Das alte Bett habe ich angegeben - aber die Kratzbaumreste vergessen. Wird wohl trotzdem gut gehen. Hoffe ich irgendwie. Manchmal sind die hier schon seltsam drauf.

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  2. *Bewundernde Aaaahs! und Ooooohs!* zu TOP 1

    Kannst Du bitte noch schnell unseren Keller ausräumen ... ähm, aussortieren meine ich ... und auch dazu stellen?
    Und bevor Du jetzt mit "Geht nicht ... weil gewisse Menge angemeldet und zu weit weg und so knapp vor der Zeit" kommst ...
    Du hast auch ein Wunsch frei!

    LG Rotzlöffel

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    1. Keller ausräumen steht erst wieder im November an. Dieses mal der von den Schwiegereltern. Es scheint eine Art von Bestimmung zu sein, daß ich meine Urlaube so verbringe. Und langsam verliere ich den Humor dabei.

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    2. Ok ... ich sorge für die gute Laune dabei ... ja, auch für die gute Laune des Magens ;-) ... und Du räumst unseren Keller auf.
      Wunderbar ... freu mich drauf.

      LG Rotzlöffel ;D

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    3. Mit vollem Magen kann ich nicht arbeiten. Weder geistig noch körperlich. Aber keine Sorge, nach getaner Arbeit hole ich alles nach. :-D

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  3. Ahhhh
    Ohhhh

    LG vom pflichtbewussten gedankenhüpfer

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    1. Ich hoffe, es war dir eine süße Pflicht.

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  4. AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH!
    Oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooh!

    Okay so?

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    1. Das wirkte jetzt leicht übertrieben. ;-)

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    2. Ich wirke immer so auf Andere. Ich kanns mir nicht erklären *achsel zuck*

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  5. A & O? Hm. Top 1 ist hier Pflicht, weil auch hier alles irgendwie genannt und angemeldet werden muß. Interessant war es, als ich einiges rausstellte und am nächsten Morgen lediglich ein Sessel übrig war. Bevor die vom Sperrmüll kamen. Die haben hier arg rumgesucht, haben aber nichts mehr gefunden. Tja. Passiert.

    Andererseits hat mich das Angemelde trotzdem irgendwie nicht davon abgehalten, mal spontan irgendwo was dazuzustellen. Kommt halt mal vor, dass es mehr wird. Vielleicht räum ich mal nächsten Sommer etwas aus, wäre nicht verkehrt. Sammelt sich immer alles irgendwie so schnell ...

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    1. Ich hasse unsere Müllabfuhr. Die Reste des alten Kratzbaums waren in einem offenen Karton gepackt, damit nicht die ganzen Einzelteile draußen überall herumfliegen. Und so kann man das schließlich auch alles schneller in den Müllwagen befördern. Die Drecksbande hat tatsächlich den Karton geleert und im Regen liegen lassen. Aber meine Rache wird furchtbar sein. Ich werde wieder Bioabfälle und anderen Müll mischen. Jawohl! Das haben sie jetzt davon.

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