Montag, 7. September 2015

Kreativblog

Die Sturmtänzerin wähnte mich in ihrem Kommentar zu meinem letzten Eintrag auf dem Weg zu einem Kreativblog. Nun, dann springe ich mal auf den fahrenden Zug auf.

Wie wir uns erinnern, hat Hauskater Marty oder Möchtegern-Chefkatze Lilly gestern Klumpstreu aus dem Katzenklo gescharrt. Das Ergebnis ähnelte einem Pferdekopf, vielleicht auch mehr der Springer-Figur aus einem Schachspiel oder, wie Frau Schäufele entdeckte, einem Seepferdchen.

Nun gilt es, das Werk für die Nachwelt zu erhalten, es zu verkaufen und mächtig viel Kohle damit zu machen.

Wie man es erhält, weiß ich als alter Tabletop-Spieler. Schließlich galt es seinerzeit, ebenfalls Gelände für das Spiel herzustellen. Gerne auch Schotter- und Schutthalden.

Man nehme also drei Teile Wasser, einen Teil Holzleim und ein paar Tropfen Spüli. Nun verrühre man alles ordentlich, bis eine homogene Mischung entsteht. Dann greife man nach einer Pipette und träufle die Flüssigkeit über das Katzenstreu, bis es davon durchdrungen ist. Sich etwa bildende Blasen sollten aufgestochen werden.

Nach einigen Stunden Wartezeit müsste alles dermaßen hart geworden sein, daß man das Gebilde problemlos aufnehmen und anderweitig verwenden kann.

Eine Wiederverwendung des Streus ist damit zwar ausgeschlossen, aber unser Ziel war ja, es als Kunstwerk gewinnbringend zu verkaufen.

Viel Spaß beim Nachmachen.



Kommentare:

  1. Leider werden sich während der Trockenzeit die neugierigen befellten Mitbewohner in der Masse mit unappetitlichen Hinterlassenschaften verewigen und während des Scharrens festpappen. Dann kann man entweder das Tier mit verkaufen oder das Kunstwerk wegwerfen.

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    1. Dann wird eben eine Klappbox umgekehrt darüber gestülpt und mit einigen Tüten Katzenstreu beschwert. Natürlich hätte dies zur Folge, daß die Kunstwerke eine gewisse Größe nicht überschreiten dürfen, aber schließlich hat jeder mal klein angefangen.Und ein Pfotenabdruck als Signatur des Künstlers wäre nicht verkehrt. Wir arbeiten daran.

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  2. Ich wusste es: Es steckt ein genialer Künstler in Dir und ich bin sooooo stolz darauf, Dich entdeckt zu haben! ;-D

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    1. Deine Urenkel werden noch darüber sprechen. Garantiert.

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  3. Hoffentlich ist der Geruch gut versiegelt...

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    1. Hermetisch von der Außenwelt abgeschlossen.

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  4. Uh,
    und der HOlzleim siegelt dann auch GErüche ab? Also ich weiß ja nicht ...
    Und ein Pfotenabdruck des Künstlers - hm, also ich vermute mal, dass die kein Pfötchen geben - jedenfalls, wenn ich Katzen richtig einschätze.

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    1. Nicht der Holzleim. Aber es ist ja immer noch Katzenklumpstreu. Das schon. Eventuelle Biomasse wird darin eingeschlossen, und das erneute Aufbrechen wird vom Holzleim nachhaltig unterdrückt. Du kannst es ja mal testen und mir dann Bescheid geben, wie es funktioniert hat. Biomasse kann ich dir gerne zur Verfügung stellen.

      Die Sache mit dem Pfotenabdruck könnte ich mit Marty und Smilla nicht machen, mit Lilly aber wäre es denkbar. Und vielleicht latscht ja auch jemand von den anderen mal drüber. Reine Geduldsfrage.

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    2. Wahrscheinlich musst Du diverse Sorten Katzenstreu testen. Es wird nicht jede geeignet sein für das geruchlose Kunstwerk. Das Problem dabei ist jedoch, dass die Gewohnheitstiere nicht bereit sein werden, ihre Pfoten in ihnen unbekannte Streu zu stecken. Kreativität kann ganz schön problematisch sein. Braucht man das? Wo ist mein Sofa!

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    3. Ja natürlich braucht man das. Es ist der Preis für Ruhm. Und Geld. Vor allen Dingen Geld. Und Ruhm. Ich lasse hier doch keine Fettecke oder schmutzberänderte Badewanne entstehen, so wie dieser Amateuer, die jede Putzfrau einfach so entfernen kann. Natürlich außer den Putzfrauen im LASA, aber das ist ein anderes Thema.

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  5. Hm. Ich glaube, Du unterschätzt hier das Potential dieser unfassbaren Entdeckung! Viel mehr Kohle ließe sich doch zweifellos machen, wenn Du das Katzenorakel direkt mit der Menschheit teilen würdest! Man zahlt Eintritt und darf dann dem Katzenorakel eine Frage stellen. Antworten dann gehabt kryptisch im Katzenstreu, das wird der Renner!
    Haken an der Sache: Du müsstest Menschen in Dein Heim lassen. Oder den Katzenorakelklobereich outsourcen, allerdings kann ich dann nicht für qualitativ gleichbleibende Ergebnisse garantieren ...
    ;-)

    PS und BTW: Wäre es nicht witzig, wir wären uns schonmal begegnet? Also Du so in Form von wuchtig und mächtig hinterm Schreibtisch, ich zart und zaghaft davor? :-D Wäre theoretisch denkbar, oder? Gnihihi!

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    1. Menschen? In unsere Wohnhöhle? Absolut indiskutabel! Und die Stinker werden nicht outgesourced. Niemals.

      Und PS: Wäre nur sehr theoretisch denkbar, da ich keinen persönlichen Kontakt zu meiner Kundschaft habe. Außer am Telefon, wenn sie großes Glück hat. Berater war ich früher mal. Hat mir gereicht fürs Leben. Ein Jahr in der Hölle. Aber ich kann ja mal auf die Pirsch gehen und gucken, welche zarte und zaghafte Kundschaft wir so im Haus haben. :-D

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  6. Kreativ? ... kann ich auch ... ;-)

    In der Zeit wo hier noch gefachsimpelt wird, was die Kreativität angeht und oder wie man damit Ruhm, Ehre und Geld machen kann ... war ich´s einfach mal ... *mirselbstaufdieSchulterklopf*

    Ich hab die Frage: "Deko oder Hausputz?" einfach mal an die Öffentlichkeit gebracht. Warum lange die Köpfe rauchen lassen ... so wie´s ist, ist das Entdeckte doch echt, zufällig, natürlich und Schön ... alles Weiter macht´s nur noch künstlich
    ...

    Achso ja ... lieber Paterfelis ... hätte ich ja fast vergessen:
    *husträusper* ... Darf ich bitte das Foto für meine "privaten Zwecke" nutzen? :D

    LG Rotzlöffel

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  7. es muß künstlich sein, denn sonst wäre es ja keine Kunst. ;-)

    In dieser unverfälschten Natürlichkeit ist es aber so vergänglich. Ich bin eher Anhänger bleibender Werke. Obwohl die vergangene Fettecke ja auch in irgend einer Form bleibend ist.

    Nutz das Foto ruhig, kein Problem. Die erste damit verdiente Million teilen wir aber. :-D

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  8. Und wieder ist es uns gelungen, aus wenig Kunst und viel Honig einen hervorragenden Kunsthonig herzustellen.

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