Mittwoch, 30. September 2015

Pfadfinder

Morgen Abend wird eine Meute von 20 LASA-Mitarbeitern ins Restaurant Zum Kleinen Chinamann einfallen.  Da die Parkplätze in unserer LASA-Außenstelle bis 19.30 Uhr geräumt sein müssen, um die Tiefgarage noch verlassen zu können, erfolgt die Anfahrt natürlich mit den Autos der per Individualverkehr zur Arbeit anreisenden Kollegen.

Der Weg ist nicht weit, aber eine Viertelstunde wird es schon brauchen. Wir suchen nämlich keineswegs  das Lokal in Neustadt auf, in dem wir zuweilen mittags speisen, sondern die Außenstelle Filiale in Hinterheidenheim. Dort ist es schöner und die Auswahl ist größer.

„Sagen Sie mal, Frl. Hasenclever, benötigen Sie für morgen noch einen Pfadfinder? Sie haben doch Probleme mit Ihrem Navi.“

„Ja, das wäre nicht verkehrt.“

Ich strahlte sie an. Nein, nicht mit diesem Strahl. So mehr ausstrahlend. Ihr wisst schon.

Sie strahlte zurück. Auch eher ausstrahlend.

„Würden Sie etwa mit mir fahren?“

„Klar.“

„Das trauen Sie sich?“

„Na ja, man muß sich auch mal überwinden können.“

„Boaahhh, Sie…“

„Ja?“

„Aber sagen Sie mir nicht zu knapp Bescheid, wenn wir irgendwo abbiegen müssen.“

„Wieso? Haben Sie was an den Bremsen?“

„Nein! Ihnen ist bekannt, daß der Ökoklaus auch mit dem Auto kommt. Wollten Sie nicht mit dem...?“

„Bin ich irre? Er kommt doch nicht mit seinem eigenen Wagen, sondern mit dem rollenden Schuhkarton seiner Tochter. Weil er mit seinem uralten Diesel nicht in die Stadt reinfahren darf. Von wegen rote Plakette und so. Der nimmt doch garantiert schon den zweiten Ökoklaus mit. Und dann soll ich da auch noch rein? Nix is, ich wollte schon auch mal ankommen.“

Und ich hoffe, nicht aufs falsche Pferd gesetzt zu haben.



Dienstag, 29. September 2015

Donnerstag

Und am Donnerstag werden Mandy, der Ökoklaus und ich uns abends beim Chinamann gewaltig mit Knoblauch auftanken, damit wir Sven am Freitag ordentlich die Bude zustinken können. Sein Pech, wenn er nicht dabei ist.

Mandy meinte zwar igendwas von wegen sie müsse Freitag zum Sport und eine Knoblauchfahne wäre dann ein Problem, aber das kann man so nicht durchgehen lassen.

Die Knoblauchfahne ist das Problem der anderen.

Ich muß ja schließlich morgens auch mit dem Bus fahren. Am Freitag habe ich den dann ganz bestimmt für mich alleine.



Montag, 28. September 2015

Wirre Fantastereien

Das Wochenende ist wieder abgesessen, die neue Woche wartet darauf, daß mit ihr das Gleiche geschieht. Nur um dann das nächste Wochenende wieder abzusitzen. Es wird vorübergehen. Genau wie die Woche davor und danach. Und das Wochenende davor und danach. Immer so weiter.

Du möchtest so manche Menschen, die vor, neben oder hinter dir liegen sitzen, stehen, hocken oder gehen einfach nur anschreien. Und ebenfalls diejenigen, die am anderen Ende des Telefons hängen und einfach nur zu dumm zum Kacken sind.

Machst du natürlich nicht. Pure Selbstbeherrschung. Scheiß auf die Magengeschwüre, die sich bei dir bilden müssten.

Eigentlich.

Es ist einfach so.

Vielleicht aber ist diese Woche anders. Vom Komasaufen hat man ja schon gehört. Gibt es auch Statistiken zum Komafressen? Wäre ja mal was.

Zumindest eine Umsetzung des Gedankens, mal wieder was zu machen, was einem gefällt.

Aber wahrscheinlich ist auch das nicht möglich. 

Säufer haben es da einfacher. Ich muß schließlich jeden Tag auf dem Weg nach Hause an ihnen vorbei und es beobachten. Da weiß ich meine Steuern und Beiträge wenigstens gut angelegt.








Sonntag, 27. September 2015

Hätte ja fast gepasst

Ich kam etwas später als üblich ins Büro. Mit dem Einbruch der etwas dunkleren Jahreszeit zeigt sich wieder das Phänomen, daß hier die Busse ausfallen. Dabei sind die typischen Ausfallgründe wie Schnee und Glatteis sowie Erkältungswellen noch nicht absehbar. Aber es ist hier nun mal so.

Während ich den Gang jenseits von Indien entlangschlurfte, um die Höhle im Schicksalsberg zu erreichen, fiel mir auf, daß sowohl Sven und der Ökoklaus schon zugegen waren. Beide trugen ein graues T-Shirt. So wie ich auch. Ohne Absprache. Natürlich musste ich darauf eingehen.

„He, ist heute Partnerlook bei uns angesagt?“

„Na klar!“

„Habt ihr denn auch blaue Jeans an?“

Ja, Sven hatte eine solche am Leib. Der Ökoklaus hingegen präsentierte seine Beinkleider in dunkelstem Schwarz.

„Schade, es hätte so schön sein können.“

„Moment!“

Der Ökoklaus ging an seinen Schrank, fummelte etwas herum und – zog eine blaue Jeans aus den Untiefen des Möbelstücks hervor. Der gewiefte Blogleser wird wissen, warum er da Kleidung zwischenlagert. Die anderen müssen hier nachlesen.

„Na los, umziehen.“

„Nö, keine Lust.“

Immer diese Außenseiter.


Donnerstag, 24. September 2015

Sperrmüll

Es gibt genau drei Dinge, die einen an den Termin für den Sperrmüll erinnern. Und natürlich gleichzeitig auch als Folge zur Veranlassung beitragen könnten, daß dieser endlich von der Terrasse verschwindet.


TOP 1

Im Idealfall hat der treusorgende Ehemann sich überwunden und höchstpersönlich – ich möchte jetzt bewundernde Aaaahs! und Ooooohs! vernehmen – bei der Müllabfuhr angerufen, den eigenen Sperrmüll angemeldet, einen Termin erhalten und diesen an einer Stelle vermerkt, an der er zweifelsfrei rechtzeitig besagten Termin als Erinnerung abrufen kann. Hat geklappt. Ansonsten aber ginge es weiter bei TOP 2, welcher hier in der Vergangenheit favorisiert wurde.


TOP 2

Man wartet, bis wieder ramponierte Lieferwagen mit osteuropäischen Kennzeichen durch die Gegend stinken und deren Fahrer die Straßen in knappen Stundentakt nach noch verkaufsfähigen Gütern absuchen. Dann begibt man sich nach draußen und stellt hocherfreut fest, daß bereits andere Nachbarn an dem bekannten Sammelplatz der Mülleimer ihren Sperrmüll deponiert haben, um dann das Arrangement um den eigenen Kram stilvoll zu ergänzen. Egal was da steht, 75 % der Sachen sind am nächsten Morgen, noch bevor der Müllwagen kommt, auf geheimnisvolle Weise verschwunden. Da kann man schon eingeschnappt sein, wenn nur der eigene Dreck wirklich und wahrhaftig für die Müllabfuhr liegen geblieben ist. Haben die es heute nicht mehr nötig oder was? Na ja, man kann sich ja damit trösten, daß die ramponierten stinkenden Lieferwagen mit den osteuropäischen Kennzeichen bereits voll gewesen sein müssen. Und was weg ist, ist weg. Egal, ob nach Bulgarien, Ostpolen oder der Neustädter Mülldeponie.


TOP 3

Man könnte natürlich, falls die zentralen unter  TOP 1 und TOP 2 beschriebenen auslösenden Vorgehensweisen nicht für eine Erinnerung gesorgt haben, weil man es natürlich wieder verpeilt hat, rechtzeitig bei der Müllabfuhr anzurufen oder das Warten auf den Lärm der ramponierten, stinkenden Lieferwagen mit osteuropäischen Kennzeichen irgendwie auch nur dazu führte feststellen zu müssen, daß in der unmittelbaren Nachbarschaft kein Sperrmüll angefallen ist und es sich deswegen nicht lohnt, den üblichen Platz mit dem eigenen Kram zu befüllen, weil die Müllabfuhr ihn nicht – da nicht angemeldet – mitnehmen würde, einfach auf irgendeinem zu erledigenden Weg feststellen, daß vor dem berüchtigten Haus zwei Straßen weiter bergab wie zu jedem, aber auch wirklich jedem Abholtermin, der ganze Bürgersteig mit Resten von Wohnungseinrichtungen zugestellt ist.

(Puh, bis hierhin hat TOP 3 nur einen Satz gehabt)

Was natürlich nichts nützt, weil man nicht gewillt ist, den ganzen eigenen Kram zwei Straßen weiter bergab zu schleppen. Wie scheiße sieht das denn aus, wenn man dabei gesehen wird?


Also bleiben wir bei TOP 1. Ich bin gespannt, was morgen früh noch alles da steht, wenn die Müllfledderer durch sind.



Mittwoch, 23. September 2015

Auswahlmöglichkeiten

Gibt es eigentlich irgendwelche Erkenntnisse darüber, ob es kräfteschonender ist, sich über missfällige Dinge, die man nicht ändern kann, permanent aufzuregen, oder an ihnen einfach nur zu verzweifeln?

Boah, was habe ich das jetzt höflich-zurückhaltend formuliert.



Dienstag, 22. September 2015

Neulich beim Chinamann

Die zweitbeste Ehefrau von allen und ich hatten Kennenlerntag. Zu diesem Zweck beehrten wir mal wieder das Restaurant Zum Kleinen Chinamann mit unserer Anwesenheit. Es war auch für mich sehr praktisch, denn die Kollegen aus dem Büro und ich hatten vor, selbiges bald ebenfalls in Angriff zu nehmen, und zwar dieses Mal wieder abends und in etwas deutlich größerer Anzahl als während der Mittagspause. Eine Tischreservierung war von Nöten. Meine Abneigung gegen das Telefon ist ja hinlänglich bekannt, also konnte ich es bei der Gelegenheit gleich persönlich erledigen, was mir in diesem Fall wesentlich leichter fiel.

Nun saßen meine Angetraute und ich also an unserem Tisch. Die ersten Teller waren geleert, als meine Angetraut das Signal gab, daß es am Buffet gerade etwas ruhiger zuging und die Gelegenheit, sich dort zu bedienen, günstig erschien. Nachdem ich meinen frischen Teller mit etwas von einem toten Flugtier und einer Sättigungsbeilage aus Reisnudeln gefüllt hatte, drückte mir die zweitbeste Ehefrau von allen ihrerseits im Vorübergehen einen Teller mit einem Stück Apfelkuchen in die Hand, welchen sie für später als Nachtisch zu bunkern gedachte, und entschwand wieder schnurstracks meinen Blicken.

In dem Augenblick, als ich da so mit zwei Tellern in der Hand stand und überlegte, was gerade passiert sei, wurde mir von hinten auf den Rücken getätschelt. Ich blickte kurz zur Seite und wurde der Chefin des Hauses gewahr, die mich mit den Worten an „Laß dir schmecken!“ anstrahlte.

Man möge mich bitte zu einem Loch im Boden führen. Ich brauche gerade eines.




Montag, 21. September 2015

Die neue Saison nähert sich

Nein, ich mache jetzt keine neuen Bemerkungen über die schon in den Läden befindlichen Weihnachtsartikel. Auch keine alten. Ich ignoriere das an dieser Stelle einfach. Dennoch kommen wir nicht umhin festzustellen, daß der Sommer vorbei ist. Ich kann zwar noch ohne Jacke draußen herumlaufen, ziehe sie zumeist aber doch schon an, um endlich wieder Platz für die notwendigen Utensilien wie Haus- und Autoschlüssel, Brieftasche und vorsteinzeitliches Mobiltelefon zu haben.

Im Büro begann es Mandy zu frösteln. Muß was Psychisches sein, weil es draußen dunkler ist als sonst. Sie nahm auch schon die bösen Wörter anmachen und Heizung in den Mund und kombinierte diese in einer mir nicht gefälligen Weise miteinander.

Noch würde das Drehen am Thermostat der Heizkörper nichts bringen. Aber bald wäre es dann doch wohl soweit, daß unser Hausmeister die Heizung wieder einschaltet. Zumal Dr. Strebsinger, ihres Zeichens auch eine Frau, dazu noch eher schlank gewachsen, dementsprechend soweit für mich erkennbar mit wenig Fett- und Muskelmasse ausgestattet, vermutlich auch eher zu höheren Temperaturen neigen dürfte und damit das Ansinnen eines zeitnahen Heizungsstartes nachhaltig unterstützen wird.

Was bleibt mir also übrig, als mich in mein Schicksal zu ergeben und die Bachelorette über das Bevorstehende zu informieren?

„Sein Sie froh, daß Sie im Winter nicht mehr hier im Zimmer sitzen. Sobald Mandy die Finger an der Heizung hat, sitze ich hier nur noch in Badehose herum, was im Allgemeinen als nicht besonders ästhetischer Anblick angesehen wird.“

Man muß das arme Kind die junge Frau ja nicht mehr verstören als notwendig, oder?!



Samstag, 19. September 2015

Das zweite und das erste mal...

Es gibt mindestens drei Termine im Jahr, vor denen ich regelmäßig eine Krise bekomme. Und alle drei fallen in diese Wochen. Neben der obligatorischen Kontrolle beim Haus- und beim Zahnarzt bleibt da noch der Zeitpunkt, zu dem es an die Steuererklärung geht. Da die zweitbeste Ehefrau von allen sich ja in selbständiger Art und Weise betätigt, ist es gut getan, sich zum Zweck der nicht mehr als unbedingt notwendigen finanziellen Unterstützung unseres staatlichen Gemeinwesens an einen Experten zu wenden.

Unser Experte ist eine Expertin. Frau Kaufmann ist ihres Zeichens Steuerberaterin und trägt zwei Herzen mit sich herum. Eines davon hat sie am rechten Fleck, das andere auf der Zunge. Letzteres, gepaart mit gelegentlichen Verwirrungszuständen, sorgen bei mir schon für ein verzweifelt-tragisch-komisches Ansteigen meines Blutdrucks, wenn ich sie nur auf unserem Anrufbeantworter höre.

Zwischen der Verabschiedung ihres gerade anwesenden Autoschraubers und dessen nochmaliger Rückkehr von draußen wurden wir wie üblich gefragt, ob uns nach einem Wässerchen oder Käffchen wäre. Unisono gaben wir dem Wässerchen den Vorzug. Nachdem der Autoschrauber erneut verschwunden war, verschwand auch Frau Kaufmann. Und zwar in die Küche, um sich etwas später wieder zu uns zu gesellen, nachdem ich den Bürohund, eine Seele von Mensch Kalb keineAhnungwelcheRasseabergroßundlanghaarig, ausgiebigst gestreichelt hatte, während meine Angetraute seinen ständig in der Schnauze getragenen Plüschweihnachtselch unablässig und zu seiner großen Freude bewunderte.

Frau Kaufmann brachte uns – zwei Tassen Kaffee.

Kaffee!

Tja.

Ist ja auch eine Form von Wasser, wenn auch stark verschmutztes.

Uäääääh!

Nun denn, während es so ans Eingemachte ging, versenkte ich Milch und Zucker in der braunen Brühe und leerte die Tasse nach angemessener Abkühlung unauffällig in wenigen, großen Schlucken. Da war ja nun das zweite mal in meinem Leben, daß ich den Inhalt einer solchen Tasse in mir verstaut habe. Was man aus purer Höflichkeit nicht alles macht.

Meine Angetraute schaute, während Frau Kaufmann sich gerade in unseren Papieren versenkte, verzweifelt zu mir rüber. Tja, ich hatte es schon hinter mich gebracht. Und war sowohl nicht gewillt als auch nicht in der Lage, unauffällig die Tassen zu tauschen, um die ihrige auch noch zu leeren. Im Vorfeld des Leerens meiner Tasse hatte ich schon die Räumlichkeiten gesichtet und in unserer Nähe auch zwei größere Bodentöpfe mit Grünzeug gefunden, in welchen man den Kaffee vielleicht bei einer sich bietenden Gelegenheit…

Aber die Gelegenheit bot sich nicht. Der Autoschrauber klingelte nicht nochmal, Frau Kaufmann hatte auch nicht das Bedürfnis, die Toilette aufzusuchen oder andere Dinge außerhalb des Raumes zu erledigen. Sie hätte doch wenigstens mal zum Kopierer gehen können, oder? Aber nein. Statt dessen animierte sie uns mit der gastgebertypischen einladenden Bewegung, den kötzköstlichen Kaffee zu trinken.

Also musste meine Angetraute da jetzt alleine ran. Hat dann auch geklappt. Für sie war es das erste Mal, daß sie Kaffee getrunken hat, ohne ihn wieder auszuspucken. Was wohl aber auch nur etwas peinlich gewirkt hätte.

Ehrlich, Helma, du liebst das Zeug? Gut, das kann ich als Aroma in irgendwelchen Backwaren ja noch akzeptieren. Auch den Geruch von Kaffeepulver empfinde ich ja als durchaus angenehm. Aber trinken? Eine Tasse auf einen Liter Milch ist ok, wenn man den Zucker nicht vergisst. Aber so?

Wir hoffen, jetzt wieder ein paar Jahre Ruhe zu haben.

Irgendwann jedenfalls waren die Sachfragen geklärt. Frau Kaufmann stieß noch auf das inzwischen noch neu angemeldete Gewerbe der zweitbesten Ehefrau von allen: dem Vertrieb von Nahrungsmittelergänzungen und Anti-Aging-Pflegeprodukten, wenn ich das alles richtig in Fachsprache übersetzt wiedergegeben habe. Im Selbsttest haben die Sachen bei meiner Angetrauten anscheinend in sehr beeindruckender Weise angeschlagen, und ehe man sich versah, waren die beiden Damen im hierzu in Verkaufsverhandlungen im Fachgespräch in einer zielführenden Plauderei verwickelt. In sehr anschaulicher Weise wurde seitens Frau Kaufmann die Stelle präsentiert, an der ihr gerade Falten zu schaffen machen. Der Ausschnitt ihres Oberteils rutschte entsprechend weit runter und… gut, ich habe genug gesehen.

Wo ist der Hund? Niemals da, wenn man ihn dringend zur Ablenkung benötigt.

Dabei hat er mir doch extra noch seinen Plüschweihnachtselch dagelassen.



Käpt'n Greybeard...

…wird heute nicht aktiv. Wie der geneigte Leser sich zu erinnern vermag, tobt der Käpt’n alljährlich am 19.09. über das Deck seines Piratenschiffes im Neustädter Hafen, während er seinen Leichtmatrosen Sven losschickt, um Dönertiere zu jagen. Ahrrr, ein gutes Gefühl. Da heute jedoch Samstag ist und allgemeiner Landgang herrscht, bleibt der Leichtmatrose unbehelligt.

Also wird es heute nur das traditionelle Festmahl zu Ehren des Fliegenden Spaghettimonsters geben.

Und gerade in diesen Tagen erscheint es mir sinnvoll, auf die acht „Mir wär’s wirklich lieber, du würdest nicht…“ hinzuweisen, die uns das Fliegende Spaghettimonster in seiner großen Güte und Weisheit als Grundlage des menschlichen Zusammenlebens gebracht hat.

Ramen!



Donnerstag, 17. September 2015

Kann man machen, muß man aber nicht

Im Zug nach Nirgendwo, also in Richtung Neustädter Ländchen, saß eine junge, langhaarige Frau. Wie so viele andere auch war sie tief versunken in einer Beschäftigung mit ihrem Mobilcomputer inklusive Telefonzusatzfunktion. Ich konnte erkennen, daß ihre Zunge im Mund arbeiten ließ. Gewisse Ausbeulungen im Mund-Wangenbereich sprachen doch recht eindeutig dafür.

Immer noch gedankenverloren legte sie ihr technisches Kleingerät auf den Schoß, um es weiter beobachten zu können, nahm sie sich ein einzelnes Haar und begann, damit die Zahnzwischenräume zu reinigen.

Als - für meine Begriffe - Kurzhaariger bin ich da doch irgendwie benachteiligt.



Mittwoch, 16. September 2015

Grübeleien

Grübeleien über potentielle Antworten auf Fragen, die gar nicht aufgeworfen wurden, sind ja so was von nervtötend. Insbesondere dann, wenn die Beantwortung der Fragen ohnehin zu nichts führen könnte, was auch nur irgend jemandem weiterhelfen würde. Ganz im Gegenteil.

Also besser still und leise alleine weiter grübeln, bis es von alleine abklingt. Und bloß keinen mit reinziehen.

Na ja, auch diese Nacht wird vorüberziehen.

Vermutlich.



Dienstag, 15. September 2015

Dinge die sich ändern

Es gab ein eindeutiges Zeichen. Unverkennbar für alle Kollegen. Es wiederholt sich für uns stetig aber in unregelmäßigen Abständen. Immer dann, wenn die Dinge sich ändern.

Morgens waren die Türen zu unseren Büros abgeschlossen.

Nicht zu allen. Aber zu den meisten. Ohne erkennbares System. Ich hatte hier schon mal so etwas erwähnt. Und jetzt wiederholte es sich. Zum ungezählten Mal.

Wir haben in unserer LASA-Außenstelle also mal wieder eine neue Putzfrau. Späteren Beobachtungen zu Folge sogar nicht nur eine neue Putzfrau, sondern ein vollkommen neues Reinigungsunternehmen. Erkennbar an den anderen Arbeitskitteln der Mitarbeiter.

So etwas hat Auswirkungen.

Tage später suchte ich den Porzellanpalast des Hauses auf, um Biomasse abzuwerfen. Ich traf auf Sven, welcher sich gerade stehender Weise ebenfalls für ihn nicht mehr verwertbarer Körperflüssigkeiten zu entledigen trachtete.

Da meine Planung eher für eine sitzende Tätigkeit sprach, verzog ich mich hinter die dazu erstellten vier Wände. Kein Grund für Sven, nicht eine Kommunikation in die Wege zu leiten.

„Hast du schon gesehen, daß wir hier jetzt auch Klosteine haben?“

„Ist mir aufgefallen. Die leuchten ja in prächtigstem Rot.“

„Der bei mir ist schon fast weg.“

„Ähm, ja. Sehr interessant.“

„Im Urinal rechts neben mir (Anm. d. Red.: Da sind nur zwei vorhanden) sieht der noch aus wie neu.“

„Dann greif doch zu und tausche ihn aus.“

„Lieber nicht.“

„Wundert mich nicht, daß der noch gut ist. Das Ding auf der rechten Seite benutzt doch fast niemand. Wenn du da stehst und pinkelst, bekommst du ja regelmäßig die Tür in den Rücken geschlagen.“

Und? Worüber plaudern Frauen so auf dem Klo?



Montag, 14. September 2015

Samstag, 12. September 2015

Mach ihn nur...

fertig mag sich der Ökoklaus mittags gedacht haben. 

In der Mittagszeit, zu der jeder brave Jünger Sankt Bürokratius‘ den Griffel fallen lässt, plauderte ich kurz mit Sven über die wichtigen Dinge des Lebens. Imperiale Sternenzerstörer. Als Modell für die Spielplatte. Mal wieder. Also ging es tatsächlich um unbestreitbar wirklich wichtige Dinge.

Völlig unvermutet erschien der Ökoklaus mit irgendetwas in Papier eingeschlagenem im Raum.

„So, Paterfelis, jetzt mache ich dich fertig.“

Ich nahm die Herausforderung mit dem mir eigenen Selbstverständnis und Coolnessfaktor an, zog die Augenbrauen etwas hoch und sprach.

„So?“

Der Ökoklaus bewegte das Papierdingens betont theatralisch in eine etwas günstigere Sichtposition. Noch war ich der Überzeugung, er sei beim Bäcker gewesen. Bei dem gibt es aber kaum etwas, was mich beeindrucken könnte. Von Frikadellenbrötchen mal abgesehen. Oder Thunfischbrötchen. Mit Zwiebeln, Salatblatt und Remoulade. Vielleicht auch noch etwas Ei.

„Ich war gerade beim ÄrWeh und wollte mir nur zwei Fleischkäsebrötchen besorgen.“ fuhr er fort, während er begann, das geheimnisvolle Papierdingens auszuwickeln.

Also wohl doch nix mit Bäckern.

„In der Fleischtheke hatte mich was angelacht.“

Schon hielt er mir ein kleines Fleischgebirge unter die Nase.

„Genau 1 Kilo Club-Steak. Im Angebot für 14 Euro nochwas. Das landet heute Abend auf dem Grill.“

Na ja. Mich beeindruckt das ja eher, wenn ich es nicht selbst bezahlen muß… Also schloß ich meine Augen zu einem Strich und ging in die Offensive.

„Du glaubst doch nicht im Ernst, daß das gleich zum Feierabend noch im Kühlschrank liegt?“

Meine Drohung lag unausgesprochen, aber doch sehr verständlich im Raum.

„Das muß nicht in den Kühlschrank. Rindfleisch hält auch so lange genug durch. Ich lege es in meine Tasche.“

Ich blieb weiterhin unbeeindruckt, kniff meine Augen noch bedrohlicher zusammen.

„Mach das ruhig. Aber irgendwann musst du auch mal auf die Toilette. Ich sehe es von hier aus, wenn du den Gang antrittst. Und dann…“

Wer will denn schon wissen, warum er den Rest des Tages so verkniffen geguckt hat?



Donnerstag, 10. September 2015

Eingeständnisse

Ich befand mich zu einer kurzen Besprechung in Frl. Hasenclevers Kemenate. Ein durchaus erwarteter und sinnvoller informeller Austausch zwischen Fachbereichsleitung und Seniorsachbearbeiter als deren rechter Hand. Oder als Drill-Instructor.




Vielleicht nicht ganz so. Ich bin da ja schon freundlicher. Etwas. Quasi als ihr Feldwebel. Vielleicht mehr so wie der hier:




Ähm, na ja. Hmmm. Passt jetzt auch nicht so ganz. Mehr dazwischen. Ich werde noch darüber nachdenken.

Egal, weiter im Text. Frl. Hasenclever berichtete also.

„Ich habe gestern mit Dr. Strebsinger gesprochen. Sie ist noch dabei, sich ein Bild von den hiesigen Verhältnissen zu schaffen. So ungefähr weiß sie ja, wo wir auf der Etage sitzen, aber die Namen kann sie noch nicht alle zuordnen und weiß auch nicht, wer hier was macht.“

„Kommt schon noch. Wir sind ja hier auch nicht übertrieben Wenige.“

„Stimmt. Dabei meinte sie, daß auf dieser Seite des Flures nur Kollegen unseres Fachbereiches sitzen würden. Ich sagte, daß wir eigentlich, wenn auch nicht mehr konsequent, mit den Kollegen des anderen Fachbereichs gemischt säßen, ich aber gerne hier alle auf dem Flur beisammen hätte.“

„Och, Mensch.  Frl. Hasenclever, da haben Sie sich ja mal wieder schön selbst reingeritten?“

„Wieso? Was habe ich gemacht?“

„Sie haben gerade gegenüber unserer neuen Außenstellenleitung wörtlich zugegeben, nicht alle beisammen zu haben.“


„…“




Mittwoch, 9. September 2015

Welch ein Frevel

Die zweitbeste Ehefrau von allen hatte am Abend, am Sonntag wohlgemerkt, einen Termin. Sie würde sich mit Rajiv und anderen Referenten der Trainerschule treffen, um einen Programmpunkt einer geplanten Benefiz-Veranstaltung zu planen. Wie Rajiv im Vorfeld meinte, würde es nicht lange dauern. Nun ja, meine Angetraute verließ das Haus kurz nach 18 Uhr, um dann erst nach dem regionalen Datumswechsel wieder in der Wohnhöhle aufzuschlagen. Meine später folgende Nachfrage, was Rajiv denn wohl meinen würde, wenn er ankündige, daß etwas länger dauern und später werden würde, konnte sie nicht so eindeutig beantworten.

Wir bewegen uns wieder etwas in der Zeit zurück. Es ist immer noch Sonntag, aber so gegen 9 Uhr morgens. Meine Angetraute bereitete sich auf den morgendlichen Besuch der Trainerschule vor, was mich wieder um die Gelegenheit brachte, selbst sportlich aktiv zu werden, da mir somit die Verfügungsgewalt über Balduin entzogen wurde. Kennt man ja schon.

Sie fragte mich, was man denn wohl zur abendlichen Veranstaltung mitnehmen könne, da man gedachte, in der angekündigten Runde in Form einer Bottle-Party auch zu speisen. Die Einschränkung war, daß auf Kuhmilch verzichtet werden solle, weil eine Teilnehmerin da gewisse Unverträglichkeiten zeigte. Ich glaube bereits erwähnt zu haben, daß auf dem Kalender stand, daß Sonntag sei. Nun mutmaßte ich, daß auch der örtliche Einzelhandel über einen solchen Kalender verfügen würde und sich bestimmt auch über die Bedeutung dieses Umstandes im Klaren sein sollte: Die Geschäfte würden geschlossen bleiben.

Eine Sache, die ich übrigens unterstütze. Nur mal so am Rande bemerkt.

Ich überlegte etwas herum, ohne zu einem abschließenden Ergebnis zu gelangen. Schließlich stellte sich die Frage, ob sich die Unverträglichkeit gegen Kuhmilch als solche oder um die darin enthaltene Laktose bestünde. Im letzteren Fall ließe sich schnell was zaubern. Ich hatte alle Zutaten für einen Brokkoli-Blumenkohl-Auflauf zur Hand, dazu einige teilweise schon von Natur aus weitestgehend laktosefreie Milchprodukte.  Die Hintergründe der Unverträglichkeit wollte die zweitbeste Ehefrau von allen dann im Laufe des Morgens in Erfahrung bringen, denn sie würde die Trainer-Kollegin dann schon sehen und die Gelegenheit entsprechend nutzen.

Tja, und nun gab es ein Problem. Die Unverträglichkeit bestand gegen Kuhmilch als solche. Dazu kam auch noch eine gegen Weizen in jeglicher Form. Schwierig. Also bereitete meine Angetraute wieder einen Daalzu. Und dies in einer Menge, welche  vermutlich nicht nur eine indische Fußballmannschaft gesättigt hätte.  Wenn dann noch hinzukommt, daß die anderen Teilnehmer der abendlichen Runde auch etwas zur Verköstigung… na ja, ihr könnt es euch vorstellen. Am Montag würde es bei uns Daal geben. Dienstag vielleicht auch noch. Und am Mittwoch. Donnerstag wäre dann Schluss.

Ich esse ihn ja. Mit stark gebremster Begeisterung, aber immerhin. Da meine Angetraute montags aber auch abends unterwegs ist, konnte ich meinen Teil geschmacklich anreichern. Ich fand noch eine Dose argentinisches Corned Beef. Ja, damit ging es. Reste von am Samstag gekochten Reis auf den Teller, Daal drüber, ab in die Mikrowelle. Dann auf dem warmen Gericht ein paar dicke Scheiben vom Corned Beef – eine klare Verbesserung. Aber mein Lieblingsessen wird es dennoch nicht werden.

Die heilige Kuh*) möge mir ob des begangenen Frevels verzeihen.


*) Um Mutmaßungen und Strafaktionen vorzubeugen: Damit meine und ich natürlich nicht die zweitbeste Ehefrau von allen.







Montag, 7. September 2015

Kreativblog

Die Sturmtänzerin wähnte mich in ihrem Kommentar zu meinem letzten Eintrag auf dem Weg zu einem Kreativblog. Nun, dann springe ich mal auf den fahrenden Zug auf.

Wie wir uns erinnern, hat Hauskater Marty oder Möchtegern-Chefkatze Lilly gestern Klumpstreu aus dem Katzenklo gescharrt. Das Ergebnis ähnelte einem Pferdekopf, vielleicht auch mehr der Springer-Figur aus einem Schachspiel oder, wie Frau Schäufele entdeckte, einem Seepferdchen.

Nun gilt es, das Werk für die Nachwelt zu erhalten, es zu verkaufen und mächtig viel Kohle damit zu machen.

Wie man es erhält, weiß ich als alter Tabletop-Spieler. Schließlich galt es seinerzeit, ebenfalls Gelände für das Spiel herzustellen. Gerne auch Schotter- und Schutthalden.

Man nehme also drei Teile Wasser, einen Teil Holzleim und ein paar Tropfen Spüli. Nun verrühre man alles ordentlich, bis eine homogene Mischung entsteht. Dann greife man nach einer Pipette und träufle die Flüssigkeit über das Katzenstreu, bis es davon durchdrungen ist. Sich etwa bildende Blasen sollten aufgestochen werden.

Nach einigen Stunden Wartezeit müsste alles dermaßen hart geworden sein, daß man das Gebilde problemlos aufnehmen und anderweitig verwenden kann.

Eine Wiederverwendung des Streus ist damit zwar ausgeschlossen, aber unser Ziel war ja, es als Kunstwerk gewinnbringend zu verkaufen.

Viel Spaß beim Nachmachen.



Sonntag, 6. September 2015

Deko oder Hausputz?

Marty! Lilly! Antreten!

Smilla, du nicht. Du bist nachweislich unschuldig.

Freunde, wenn ich ja nicht genau wüsste, daß ich den Platz vor eurer Stinkbude gerade mal vor einer Stunde von genau so einem Katzenklumpstreuteppich befreit und auch das Katzenklo von innen sauber gemacht habe…


Erinnert irgendwie an einen Pferdekopf, oder!?


Ist das eure Vorstellung von Schöner Wohnen oder wolltet ihr nur ins Blog?

Es gibt Momente, da fühle ich mich hier mit meinen Vorstellungen einfach schrecklich alleine gelassen.



Freitag, 4. September 2015

Bildungslücke

Sven und der Ökoklaus philosophierten über die Farbgebung von Leuchttürmen, wobei der Letztgenannte hartnäckig die Meinung vertrat, es gäbe diese nicht in Blau und Sven daher unbedingt seine Kleidung zu wechseln habe. Wie das in Zusammenhang steht, kann der mit Gedächtnislücken behaftete Leser hier nachlesen.

Nun, die Theorie des Ökoklaus vermochte ich nicht zu bestätigen, musste aber dennoch meinen Senf dazugeben.

„Der einzige, wirklich wichtige Leuchtturm ist gelb-schwarz geringelt.“

„Sven hat heute aber nichts in Schwarz und Gelb an. Und wieso überhaupt Gelb und Schwarz?“

„Kennst du denn nicht den gelb-schwarz geringelten Leuchtturm?“

„Nein?!“

„Und vom Geheimnis der dreieckigen Burg Plumpudding Castle hast du auch nicht gehört?“

„Nö.“

„Daß Nessi einen holen Zahn hat…“

„???“

„Dann weißt du bestimmt auch nicht, was ein Fliwatüüt ist?“

„Ähm, nein.“

Ich bin sehr betroffen.










Mittwoch, 2. September 2015

170

Die Zahl des Tages lautet 170. Für mich jedenfalls.

170 mal einen Euro. Haben oder nicht haben.

Als einmalige Investition für ein etwas entspannteres Leben kein Thema. Für jeden Monat aber die nächsten 17 Jahre und ein paar Monate lang sowie ein Betrag X darüber hinaus ist es zu viel. Nicht zu stemmen. Keine Chance.

Also sich weiter verheizen lassen.

Scheiße.



Dienstag, 1. September 2015

Ein Fragenkatalog (4)

Runde 4:


Welche Film-/Serien-/Theaterrolle würdest Du einmal spielen wollen, wenn Du Schauspieler wärst?

Etwas Bühnenerfahrungen habe ich ja schon. Amateuerklasse. Fliegengewicht. Zuerst mit einer Sprechrolle als königliches Gefolge im Märchen Rumpelstilzchen. Damals im Kindergarten. Den Text kann ich heute noch. Heißt du etwa Hosenmatz? Dazu habe ich einen schicken, blauen aus Papier gefalteten Hut getragen. Wie alle anderen aus dem Gefolge auch. Nur in anderen Farben. Den Einsatz habe ich beinahe verpennt, obwohl ich mich voll darauf konzentriert hatte. Ging aber noch gut. Papierhüte falten kann ich übrigens bis heute immer noch nicht. Papierschiffe auch nicht.

Das Gefühl nach einem Bühnenauftritt ist gigantisch. Hier darf ich gerne auf meinen Bericht über die Tanzshow verweisen. Dennoch ist es nicht meine Welt. Zur Schauspielerei wie auch zum Tanzen gehört zwingend der Ausdruck von Emotionen. Dazu muß man aus sich rausgehen können. Kann ich nicht so gut, es sei denn, jemand oder etwas hat mich maßlos geärgert.

Von daher wüsste ich auch nicht, wen oder was ich gerne mal darstellen würde. Es hat mich nie beschäftigt. Obwohl: Der alte Richelieu in den drei Musketieren hat es mir bis heute angetan. Das könnte funktionieren, obschon ich einen Richelieu mit meiner Figur für absolut unvorstellbar halte. Aber die graue Eminenz, die im Hintergrund die Strippen zieht - ja, das ist meine Wunschrolle. Hat was Bezeichnendes, oder?!



Was würdest Du erfinden, wenn Du ein Erfinder wärst?


Öhm, tja. Na ja. Also irgendwie, obwohl? Oder doch? Aktuell wünsche ich mir ja eine Maschine, welche mir jegliche Gartenarbeit abnimmt. Gibt es aber schon in biologischer Ausführung; so etwas nennt man Gärtner. Die wollen ja auch beschäftigt sein. Nein, dann erfinde ich so etwas nicht. Die armen Gärtner sollen schließlich auch von etwas leben.

Was sonst? Mir fällt echt nichts ein. Oder halt, doch. Ein Fenster in die Vergangenheit würde mir gefallen. Mit Sprachübersetzungsmodul. Nur gucken, rüberwechseln muß ich nicht.



Was ist Deine schönste Kindheitserinnerung?


Auch da habe ich keine herausragende Eingebung. Vielleicht damals das Verbrennen von Holzresten, Papier und Pappkartons in Omas Garten.



Auf was in Deinem Leben hast Du am längsten warten müssen?


Tendentiell das Erreichen meines heutigen Alters. Auf den Tag genau.



Das waren die Fragen und meine Antworten. Wie schon angedeutet, gibt es von mir keine neuen. Von daher nominiere ich auch nicht im Sinne der Regeln, sondern weise nur auf einige lesenswerte Blogs hin. Die Sache mit den Nominierungen hat für mich immer so das Gefühl, mich irgendwo aufzudrängen, auch wenn ich weiß, daß sich nicht wenige der Nominierten darüber freuen, nominiert worden zu sein. Geht mir ja auch so. Aber andere wollen dies nicht, und man weiß ja nicht immer, wer dazugehört. Also lasse ich es lieber von vorneherein bleiben. Man will ja niemandem zur Last werden und erst recht nicht unangenehm auffallen So ist das Wesen des Soziophobikers eben im realen wie auch im virtuellen Leben...

Noch relativ neu in Klein-Bloggersdorf findet sich Das PTAchen, ein Apothekenblog.

Schon deutlich länger eiert Das freilaufende Landei durch die Gegend.

Hier noch etwas Geschichte als Hobby.

Darüber hinaus möchte ich noch auf den Zweitblog der Sturmtänzerin hinweisen sowie auf einen meiner ganz großen Favoriten, den Blog des Botschaftsangehörigenangehörigen. Leider ist letzterer zur Zeit inaktiv, aber dennoch sind die Einträge sehr lesenswert. Tut euch den Gefallen und lest chronologisch von der Vergangenheit bis in die Gegenwart.


(Ende)