Donnerstag, 27. August 2015

Noch mehr Beziehung und so

Weiteres aus der Rubrik Szenen einer Ehe.

Die zweitbeste Ehefrau von allen hat ein Anliegen an mich herangetragen. Ein gefährliches Anliegen. Gefährlich für mich. Aber da kennt sie nichts. Gar nichts. Ich muß da durch. Weil ich vor ein paar Jahren ja gesagt habe.

Sie muß am Samstag in – für ihre Verhältnisse – aller Herrgottsfrühe in die weite Welt ziehen, um dann Sonntag erst spät wieder heimzukehren.  Wie jeder verständige Mensch, so auch meine Angetraute, nachvollziehen kann, muß sie zu eben diesem Zweck, also des zeitigen Aufbrechens um sechs Uhr, unabdingbar noch zeitiger aufstehen.

Und da liegt der Köttel im Dreck. An mich wurde ihrerseits der Wunsch geäußert, ich solle doch bitte dafür Sorge tragen, daß sie am Samstag um fünf Uhr morgens aufstehen möge. Denn trotz Wecker und ähnlichen Schlafunterbrechern kann der Fall eintreten, daß sie verschläft. Kann passieren. Wäre aber schlecht. 

Gut, die Uhrzeit ist für mich kein Thema, da ich zu dieser Stunde zumeist ohnehin schon seit einer Stunde aktiv bin. Mindestens. Aber es geht ja nicht um mich. Es geht um meine Angetraute, die, so kann der geneigte Leser schlußfolgern, ihrer Natur nach etwas, aber nur ein ganz wenig, nahezu kaum merkbar, morgenmuffeliger veranlagt ist.

Also kurzes Memo an mich:

Samstag die Angetraute um fünf Uhr aus dem Bett sprengen, danach still verhalten, außerhalb jeglicher Reichweiten bleiben und eventuell querlaufende, schlimmstenfalls auch noch schmusebedürftige Katzgetiere aus dem Weg räumen.

Wird schon werden, liebe Leser. Wird schon werden.



Kommentare:

  1. Mein Mitgefühl ist hier ganz bei Deiner zweitbesten Ehefrau von allen, da wir beide anscheinend eine Abneigung gegen frühes Aufstehen haben. :-)

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    1. Ich bin eben eine unterdrückte Minderheit. *snief*

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  2. Also als Morgenmuffel kann ich erzählen:
    Bärchen soll mich auch immer wecken, wenn ich Frühschicht habe. Als ausgesprochene Lang-, Viel- und Spätschlaferin finde ich das jedes Mal wieder doof.

    ...

    Bärchen kommt ins Zimmer, schmeißt das Licht an (LED-Lampen... also von Dunkel auf "hilfe ich bin in die Sonne gefallen") und fängt mich mit überfröhlicher Stimme an zuzuquatschen. Mit irgendwelchen Infos, die für mich tatsächlich wichtig sind... manchmal. In der Regel ist zumindest eine davon für mich. Von den ganzen Achthunderttausend. Also versuche ich zu schlafen und zeitgleich zuzuhören.
    Äußerst muffelig. Und kann nicht schlafen. Und um so fauchiger und fuchtiger ich werde, desto fröhlich wieder er.

    ...

    Und wenn es nicht hilft, wirft er irgendwelche Sachen auf mich. Seine Hosen, sein Poloshirt, seine Jacke, seine Schuhe... alles was grad da ist - Hauptsache er kann mich nerven.

    ...

    Aber als Zusatzinfo:
    Er ist zwar ein Früh-, Kurz- und Unruhigschlafer... aber seine Morgenmuffeligkeit ist sogar noch schlimmer als die meine... wenn ich ihn mal wecke. xD

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    1. Daß du ihn weckst kann somit nur vorkommen, wenn du die Nacht durchgemacht hast. :-D

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    2. Oder wenn ich Frühschicht habe. Dann stehe ich nämlich um 5Uhr auf und er erst nach sieben. Und manchmal bin ich "versehentlich" etwas lauter unterwegs. :P

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    3. Hach, es ist doch immer sehr unglücklich, wenn da so etwas geschieht... ;-)

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