Sonntag, 30. August 2015

Ein Fragenkatalog (2)

Runde 2:


Wann, beziehungsweise wie, kommen Dir die besten Ideen für Dein Blog?


Meistens im Bus auf dem Weg zur Arbeit. Und dann noch auf der Arbeit selbst. Abends im Bett sowieso. Schließlich auch dann, wenn ich alles niederschreibe. Es fließt einfach. Und das sogar in so einem Ausmaß, daß ich kaum Zeit, Lust und Muße habe, wirklich alles auch umzusetzen. Meine Merkzettelbox mit den ganzen Stichworten quillt über. Von den Dateien ganz zu schweigen, in die ich das zunächst übertrage. Oft kommt dann einfach nur eine Sparversion ans Licht, was ich selbst sehr schade finde.



Hat das Bloggen Dein Leben verändert und wenn ja, inwiefern?


In gewisser Weise schon. Oder auch nicht. Nein, eher nicht. Natürlich hat die Bloggerei einige meiner Gedanken geordnet sowie mir und einigen meiner Mitmenschen die eine oder andere Erkenntnis gebracht, aber als lebensverändert würde ich das jetzt nicht einsortieren.



Triffst Du Deine Blogfreunde auch im realen Leben?


Was sind Blogfreunde? Definieren wir diese einfach mal als die etwas intensiveren Kommentatoren, mit denen vielleicht sogar hin und wieder auch mal eine E-Mail ausgetauscht wird. Nein, ich treffe mich nicht mit ihnen. Natürlich mache ich mir so meine Gedanken, wie diese Personen im realen Leben so sein könnten und würde einige von ihnen tatsächlich gerne mal persönlich erleben. Aber da steht auch wieder die Befürchtung hinter, durch das Erleben von diesen Menschen entzaubert zu sein. Oder im Umkehrschluss für sie entzaubert zu werden, wenn ich das mal so formulieren darf. Das ist so, als ob man ein Buch liest und sich später die Verfilmung ansieht. Es wird immer anders sein.



Welches soziale Netzwerk kannst Du am wenigsten leiden und warum?


Ganz klar: Facebook. Bei Google plus und Twitter habe ich mich mal umgesehen, die haben mir auch nicht so gefallen. Twitter ohne Smartphone bringt es nicht so. und es ist auch eindeutig ein Nachrichtenüberfluss vorhanden, der noch mehr meiner Zeit frisst. Die Systematik mit den Kreisen bei Google plus will mir hingegen auch nicht so richtig gefallen. Das aber sind eher organisatorische Dinge. Bei Facebook liegt es weniger am System oder an Herrn Zuckerberg, sondern das, was seitens der Mitglieder viel zu oft daraus gemacht wird. Ich habe mich hier schon mal dazu ausgelassen.


(Fortsetzung folgt)



Kommentare:

  1. Es ist bemerkenswert, dass bisher alle Befragten auf Frage nach dem nervigsten Netzwerk FB angegeben haben. Was Du in deinem Blogeintrag dazu geschrieben hast, hat mich sehr nachdenklich gemacht und ich bin dabei, meinen eigenen Account zu überdenken.
    Blogfreunde sind übrigens für mich Personen, mit denen ich mich auf gleicher Wellenlänge fühle und mit denen ich mir vorstellen könnte, auch im realen Leben befreundet zu sein. Das dies keine Utopie ist, zeigt meine Feundschaft mit Tweety und Felina.
    Danke für Deine offene Art zu antworten.
    LG Hella

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    1. Dann sind wir bei der Definition von Blogfreunden ja nahe zusammen,; du hast es aber einfacher auf den Punkt gebracht. Schön. :-)

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    2. Naja - Facebook ist aber auch DAS Nerv-Soziodingens das es gibt.
      Es gibt sogar Websiten, die man ohne Fratzenbuch nur zur Hälfte nutzen kann (weil z.B. die Kommentarfunktion nur über Facebook-Account geht). Dann geht irgendwie fast jeder davon aus, dass man als junger Mensch einen FB-Account hat. "Ich hab dich letztens auf FB gesucht!" - "Ich hab einen Fake-Namen." - "Oh wieso das denn? So findet dich ja keiner!" - "Mich soll ja auch keiner finden!" - "WAAAAAAAAAAAAAS?" (inzwischen ist mein Account aber auch gelöscht - als er noch existierte, war ich in Japan geboren, ging in Afrika zu Schule, wohnte in Kanada und arbeitete in Australien. Der Fake-Name war so aufgebaut, dass mich Freunde finden konnten... aber eben nicht Arbeitskollegen, Fremde oder gar zukünftige/aktuelle/vergangene Arbeitgeber - und das war mir wichtig).

      Twitter ist hier in D-Land ja eh nicht sooo weit verbreitet.
      Aktuell hab ich nur noch Google+. Ein Googlekonto habe ich eh seit etlichen Jahren (kurz nachdem Google seine E-Mail-Sachen erstmals anbot) und abgesehen von E-Mails nutze ich es nur zum Kontakthalten mit dem Bären, wenn wir gerade nicht im selben Haus sitzen (wobei... auch dann... wenn wir zu Faul zum bewegen sind :D) und deren Schwester.

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