Montag, 31. August 2015

Ein Fragenkatalog (3)

Runde 3: 


Wenn Du eine Flasche mit einem Flaschengeist finden würdest und drei Wünsche frei hättest (jeden, außer sich nochmals drei Wünsche und den Weltfrieden zu wünschen…), was würdest Du Dir wünschen?

Nochmal drei Wünsche? Wieso nur drei Wünsche? Wie bescheuert müsste man sein, um die Option auf alles wegzuwerfen und sich nur auf drei plus drei Wünsche zu beschränken? Das habe ich noch nie, und ich meine tatsächlich noch nie verstanden, seit dem ich das erste Mal mit der Flaschengeistproblematik konfrontiert wurde. Ich will unendlich viele Wünsche. Und wenn ich der Sache mal überdrüssig werde, kann ich mir immer noch wünschen, keine Wünsche mehr zu haben.

Gehen wir ans Eingemachte. Die Angelegenheit kann jetzt aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Schwingen wir also zunächst die Moralkeule, bevor wir uns zum Materialismus vorarbeiten. Weltfrieden scheidet gemäß der Vorgabe aus. Wie wäre es mit Gesundheit? Zufriedenheit für alle? Laaaangweilig, ich weiß. Wäre zwar nicht verkehrt, ist aber auch so unpersönlich. Das sehe ich im Sinne der Fragestellung als genau so beschränkt wie den Wunsch nach Weltfrieden.

Lottogewinn in mehrstelliger Millionenhöhe? Lebenslängliche Absicherung, ohne Not und Elend befürchten zu müssen? Ein langes Leben? Ziemlich abgedroschen, nicht wahr?

Egal.

Handwerkliches Geschick? Sprachkenntnisse? Hätte ich schon ganz gerne.

Sicherheit ist mir sehr wichtig. Persönliche und materielle. Mit ausreichend Puffer nach allen Seiten. Also doch lebenslängliche Absicherung. Und wenn ich schon wünschen darf, dann sollte etwas Luxus auch drin sein.

Wohnen würde ich ja gerne abseits vom Geschehen auf einer touristenfreien Nordseeinsel oder Hallig. Auf einem mit holländischem Klinker verkleideten, modernisiertem Dreiseithof. Die Räume bekommen meine Angetraute und ich gefüllt. Sie will ausreichend Platz für das Tanzen, und ich benötige Platz – und Geld (verdammte Hacke, was ist das teuer geworden) - für eine Modellbahn. Ziemlich spießbürgerlich, ist mir aber egal. Ich muß nicht cool sein. 

Ach ja, Platz für ein paar Tabletop-Spieltische brauche ich auch. Warum mehrere? Es gibt so viele Systeme, die ihr spezielles Umfeld benötigen. Also eine Grasplatte, eine Wüstenplatte, eine Meeresplatte, eine Weltraumplatte… Da geht was.

Ok, das muß nicht zwingend auf einer Insel stattfinden, das Fehlen jeglicher weiteren Wohnbebauung im Umkreis von mindestens 500 Metern würde mir vollauf genügen. Aber dann bitte tendentiell in der Nähe der Nordsee, abseits von Touristenzentren, aber mit zugänglichem Strand. Auch und gerade im Herbst. Und im Winter.

Und dann brauche ich noch jemanden, der mitspielt. Damit die Tabletop-Platten nicht so sinnlos da herumstehen.



Was findest Du am anderen Geschlecht besonders attraktiv?

Natürlichkeit. Bodenständigkeit. Einen angemessenen, will sagen keinen unterdurchschnittlichen IQ. Äußerlichkeiten sind zweitrangig.


(Fortsetzung folgt)



Sonntag, 30. August 2015

Ein Fragenkatalog (2)

Runde 2:


Wann, beziehungsweise wie, kommen Dir die besten Ideen für Dein Blog?


Meistens im Bus auf dem Weg zur Arbeit. Und dann noch auf der Arbeit selbst. Abends im Bett sowieso. Schließlich auch dann, wenn ich alles niederschreibe. Es fließt einfach. Und das sogar in so einem Ausmaß, daß ich kaum Zeit, Lust und Muße habe, wirklich alles auch umzusetzen. Meine Merkzettelbox mit den ganzen Stichworten quillt über. Von den Dateien ganz zu schweigen, in die ich das zunächst übertrage. Oft kommt dann einfach nur eine Sparversion ans Licht, was ich selbst sehr schade finde.



Hat das Bloggen Dein Leben verändert und wenn ja, inwiefern?


In gewisser Weise schon. Oder auch nicht. Nein, eher nicht. Natürlich hat die Bloggerei einige meiner Gedanken geordnet sowie mir und einigen meiner Mitmenschen die eine oder andere Erkenntnis gebracht, aber als lebensverändert würde ich das jetzt nicht einsortieren.



Triffst Du Deine Blogfreunde auch im realen Leben?


Was sind Blogfreunde? Definieren wir diese einfach mal als die etwas intensiveren Kommentatoren, mit denen vielleicht sogar hin und wieder auch mal eine E-Mail ausgetauscht wird. Nein, ich treffe mich nicht mit ihnen. Natürlich mache ich mir so meine Gedanken, wie diese Personen im realen Leben so sein könnten und würde einige von ihnen tatsächlich gerne mal persönlich erleben. Aber da steht auch wieder die Befürchtung hinter, durch das Erleben von diesen Menschen entzaubert zu sein. Oder im Umkehrschluss für sie entzaubert zu werden, wenn ich das mal so formulieren darf. Das ist so, als ob man ein Buch liest und sich später die Verfilmung ansieht. Es wird immer anders sein.



Welches soziale Netzwerk kannst Du am wenigsten leiden und warum?


Ganz klar: Facebook. Bei Google plus und Twitter habe ich mich mal umgesehen, die haben mir auch nicht so gefallen. Twitter ohne Smartphone bringt es nicht so. und es ist auch eindeutig ein Nachrichtenüberfluss vorhanden, der noch mehr meiner Zeit frisst. Die Systematik mit den Kreisen bei Google plus will mir hingegen auch nicht so richtig gefallen. Das aber sind eher organisatorische Dinge. Bei Facebook liegt es weniger am System oder an Herrn Zuckerberg, sondern das, was seitens der Mitglieder viel zu oft daraus gemacht wird. Ich habe mich hier schon mal dazu ausgelassen.


(Fortsetzung folgt)



Samstag, 29. August 2015

Ein Fragenkatalog (1)

Die Sturmtänzerin hat unter anderem mich mit einem Fragenkatalog bedacht. Herzlichen Dank dafür. Natürlich gibt es beim Umgang damit wieder einige Regeln zu beachten, bei denen ich mir teilweise herausnehmen werde, sie etwas freier zu interpretieren.


§  1: Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat, und verlinke in deinem Artikel auf ihren Blog. 

§ 2:  Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.

§ 3: Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award. 

§ 4: Stelle eine Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.

§ 5: Schreibe diese Regeln in deinen Liebster Award Blog-Artikel.

§ 6: Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.


Soviel zur Einleitung, wenden wir uns den Fragen zu. Da ich mich mal wieder nicht durchgehend kurz gefasst habe, wird sich die Sache auf mehrere Beiträge verteilen.



Welche Frage wolltest Du mir am liebsten mal stellen?

Willst du mich hei… ähm, nein. Zu spät.

Ist schon gut, wir rufen den Karl-HeinzErnst zurück.

Da geht es nämlich schon los. Ich gerate ja schon in Stress, wenn ich daran denke, daß ich mir für die nächsten Nominierungen neue Fragen ausdenken soll. Was vermutlich nicht funktioniert. Und dann auch noch eine Extra-Frage für die Sturmtänzerin? Das schlägt der Holztonne den Zacken aus der Krone. Aber mit Karacho. Ganz schlimme Sache.

Ich habe ja bekanntlich ein Problem im Umgang mit meinen Mitmenschen. Ob es Bestandteil des Problems ist oder eine andere Spielart meines Charakters, kann ich nicht beurteilen, aber ich stelle ihnen zumeist keine persönlichen Fragen. Was jetzt nicht zwingend mit mangelnder Neugierde zusammenhängt und schon gar nicht mit einem ausgeprägtem Desinteresse an meinem Umfeld. Wenn mir jemand etwas erzählt, höre ich schon hin. Ich lese ja auch die Antworten auf solche Fragen in den Blogs. Nicht jedes Mal, aber zumindest dann, wenn ich den betreffenden Blog schon länger verfolge und so eine zumindest bescheidene und zumeist einseitige Beziehung zu diesem Blogger aufgebaut habe. Ich bin ja nicht der große Kommentator, sondern zähle eher zur schweigenden Lesermehrheit.

Nicht immer langweilt es mich, Antworten auf solche und auch auf nicht gestellte Fragen zu erhalten. Manchmal schon, gebe ich zu. Je nachdem eben. Es hängt ja auch von den Fragen ab. Das dürfte aber durchaus normal sein. Aber aktiv Fragen stellen? Mache ich nicht. Mache ich auch hier nicht. Mir fallen keine ein. Echt nicht. Deswegen gibt es auch hier keine Frage. Und vermutlich auch keine neuen Fragen für die Nominierten.




(Fortsetzung folgt)



Donnerstag, 27. August 2015

Noch mehr Beziehung und so

Weiteres aus der Rubrik Szenen einer Ehe.

Die zweitbeste Ehefrau von allen hat ein Anliegen an mich herangetragen. Ein gefährliches Anliegen. Gefährlich für mich. Aber da kennt sie nichts. Gar nichts. Ich muß da durch. Weil ich vor ein paar Jahren ja gesagt habe.

Sie muß am Samstag in – für ihre Verhältnisse – aller Herrgottsfrühe in die weite Welt ziehen, um dann Sonntag erst spät wieder heimzukehren.  Wie jeder verständige Mensch, so auch meine Angetraute, nachvollziehen kann, muß sie zu eben diesem Zweck, also des zeitigen Aufbrechens um sechs Uhr, unabdingbar noch zeitiger aufstehen.

Und da liegt der Köttel im Dreck. An mich wurde ihrerseits der Wunsch geäußert, ich solle doch bitte dafür Sorge tragen, daß sie am Samstag um fünf Uhr morgens aufstehen möge. Denn trotz Wecker und ähnlichen Schlafunterbrechern kann der Fall eintreten, daß sie verschläft. Kann passieren. Wäre aber schlecht. 

Gut, die Uhrzeit ist für mich kein Thema, da ich zu dieser Stunde zumeist ohnehin schon seit einer Stunde aktiv bin. Mindestens. Aber es geht ja nicht um mich. Es geht um meine Angetraute, die, so kann der geneigte Leser schlußfolgern, ihrer Natur nach etwas, aber nur ein ganz wenig, nahezu kaum merkbar, morgenmuffeliger veranlagt ist.

Also kurzes Memo an mich:

Samstag die Angetraute um fünf Uhr aus dem Bett sprengen, danach still verhalten, außerhalb jeglicher Reichweiten bleiben und eventuell querlaufende, schlimmstenfalls auch noch schmusebedürftige Katzgetiere aus dem Weg räumen.

Wird schon werden, liebe Leser. Wird schon werden.



Mittwoch, 26. August 2015

Beziehung und so

Neulich Abend in der Wohnhöhle:

„Du, was gucken wir den heute?“

Natürlich mache ich einen Vorschlag aus unserem Streaming-Portal. So direkt ferngesehen haben wir nicht mehr, seit wir diesen Dienst nutzen. Keine Werbung. Herrlich!

„Nö, das will ich nicht sehen.“

Nächster Vorschlag.

„Das auch nicht.“

Ich werde leichtsinnig und gebe das Zepter der Macht die Fernbedienung aus der Hand. Die zweitbeste Ehefrau von allen beginnt, die Auswahloptionen zu durchforsten. Öffentlich-rechtlich ist angesagt, was gar nicht mal so selten bei uns ist, sondern schon eher bei den seltenen gemeinsamen Fernsehabenden zum Standard zählt.

„Was suchst du denn?“

„Den zweiten Teil vom dem, was wir letztens gesehen haben?“

Das macht die Sache tatsächlich nicht übersichtlicher. Es gibt zu viel Mehrteiliges in dieser Welt.

„Wie heißt das denn?“

„Weiß ich nicht?“

„Und worum geht es dabei?“

„Weiß ich auch nicht mehr. Aber ich wollte den zweiten Teil sehen.“

Weitere hektische Suche. Der Cursor flitzt über den Bildschirm.

„Ich finde das nicht. Muß man sich denn alles aufschreiben?“

Scheinbar. Doch dann erschien mir etwas…




Einer Erleuchtung folgend suche ich via Laptop aufs Geratewohl. Und werde fündig. Einmal die Mediathek anschmeißen, die ersten Worte der gesuchten Dokumention schallen aus dem Gerät durch den Raum. Die Reaktion erfolgt unmittelbar.

„Jaaaaa, genau das!“

Ich will mich ja nicht  nicht  NICHT keinesfalls  überhaupt nicht  niemals  nur ein wenig  selber loben, aber denn  in der Programmauswahl genau das zu finden, von dem man nicht weiß, wie es heißt, von wann es stammt, wo es herkommt und worum es überhaupt ging, grenzt schon gewissermaßen an Genialität. 

Oder sollte ich wirklich so etwas wie Einfühlungsvermögen haben?


Mittagsgespräche

Nach einer neuerlichen Sammelbestellung bei der Supersonderspezialpommesbude, welcher ich mich nicht entziehen konnte, saßen wir mittags in unserem Besprechungsraum zusammen. Wir, das waren der Ökoklaus, Frl. Hasenclever, Ludwig, zwei unserer Azubinetten und meine Wenigkeit.


***


Der Ökoklaus erzählte wieder irgendetwas von Essen vor dem Sport und seiner Altherren-Fußballmannschaft. Frl. Hasenclever hakte nach.

„Sagen Sie mal, spielen Sie da auch gegen andere Mannschaften oder nur untereinander?“

„Natürlich spielen wir auch gegen andere Mannschaften.“

„Ökoklaus, sie meint Mannschaften außerhalb des eigenen Vereins. So richtigen Fußball eben.“

Jetzt ist dem armen Kerl fast sein Burger im Hals stecken geblieben.


***


Eine unserer etwas älteren Azubinetten hat während der Ausbildung geheiratet. Ich bin darauf gestoßen, weil auf den von ihr erstellten EDV-Aufträgen noch ein anderer Nachname prangt. Natürlich erörterten wir das Thema, welches sie schließlich mit folgenden Worten zusammenfasste:

„Ich bin das Beste, was meinem Mann je passiert ist.“

„Na, da muß der arme Kerl ja vorher nur Abgründe gekannt haben.“


***


Der Ökoklaus schob ein großes Schälchen mit den darauf befindlichen Resten von sich.

„Ich kann nicht mehr.“

„Gehören die beiden leeren Schachteln da drüben etwa auch zu Ihnen? Haben Sie das alles gegessen?“

„Ja natürlich.“

„Oh!“

„Frl. Hasenclever, mittags zwei belegte Brötchen und ein Leckerchen dabei müssen doch wohl schon mal drin sein.“

Die beiden Supersize-Burger zur großen Lage Pommes spezial hatten auch nur 332 Gramm Fleischeinlage.

Pro Stück.




Sonntag, 23. August 2015

In freudiger Erwartung

Was ist, wenn Paterfelis sich als einziger Vertreter seines Geschlechtes in einem Raum mit sich umziehenden und insofern zumindest halbnackten Frauen aufhält? Und Paterfelis zum was weiß ich wievielten Mal während der Zeit des Umziehens gelangweilt in einer dort seit Jahren ausliegenden Broschüre blättert? Richtig, es geht wieder zum alljährlichen Auftritt des Ensembles in den Guttersdorfer Stadtpark. Nun, an diesem Tag im aktuellen Sommer war es etwas anders.

Doch beginnen wir mit A wie Anfang.

Aus dem Mädchenzimmer, in welchem die zweitbeste Ehefrau von allen noch hinter verschlossener Tür vor sich hin ruhte, erreichte mich elektronische Post.  Aha, man ruhte also wirklich nur und schlief nicht noch. Ok. Ich wurde beauftragt, anlässlich eines am selbigen Tag stattfindenden öffentlichen Auftritts des Tanzensembles und einer von Alexandras Anfängergruppen schon mal etwas geeigneten Naschkram zur Nervenstärkung vor bzw. zur Regeneration der Damen nach absolviertem Auftritt aus unserem Fundus ausgraben.

Das hört sich jetzt einfacher an als es ist. Denn mit unserem entsprechenden Fundus ist es nicht so weit her. Also nochmal losziehen und beim Feinkosthändler nachsehen, ob er noch etwas da hat, was er mir auch verkaufen würde. Hat er dann tatsächlich gemacht, was ich wiederum sehr freundlich fand.

Kurz nachdem ich mit meinen Erwerbungen zu Hause aufgeschlagen war, begab sich meine Angetraute dann ins Mädchenbad, um sich herzurichten. Ich hatte derweil mal nicht so viel zu tun. Angezogen war ich ja nun schon, meine zeitweiligen Maskeraden als Bruder Bernhard van Instincfeld oder gar als Yussuf Ben Achmed Ibn Ali benötigte ich hier nicht. Ich war gänzlich in zivil dabei.

Alles, was gesucht werden musste, war schon am Vortag zusammengetragen worden. Also nur noch die Kamera vorbereiten, leeres Aufnahmematerial laden und den Rucksack mit allen Dingen befüllen, die man so gebrauchen könnte. Insbesondere aber das schwere Stativ, mit dem ich die Kamera über Kopfhöhe – sogar über meineKopfhöhe, um genau zu sein - justieren kann, war unverzichtbar. Ein Buch wäre vielleicht auch nicht verkehrt, damit ich nicht wieder in dieser blöden Broschüre blättern muß, während die Damen in meinem Rücken blank ziehen.

Den plötzlich wahrnehmbaren – was eine Untertreibung schlechthin ist, denn das Geräusch zog durch Mark und Bein – elektronisch erzeugten Warnton ignorierte ich noch. Beim zweiten Mal auch, aber irgendwann, als sich das Geräusch im Abstand mehrerer Minuten stetig wiederholte, fragte ich dann doch mal ins Badezimmer, was da los sei. Die zweitbeste Ehefrau von allen klärte mich darüber auf, daß sie einen Countdowntimer aktiviert habe, um endlich mal nicht zu knapp in der Zeit fertig zu sein.

Tja.

Es gibt ja Countdowns. Und es gibt Countdowns. Und in diesem Fall handelte es sich um einen Countdown. Und zwar von jener Art, bei dem man sich in freudiger Erwartung die Explosion wünscht, damit Ruhe einkehrt. Nicht einen sympathischen, wie diesen hier:




Aber er hatte seinen Zweck erfüllt.

Wir erreichten den Zielort mehr als rechtzeitig. Dieses Mal würden sich die Damen allerdings keineswegs in den üblichen Räumen umziehen, da diese aufgrund von Baumaßnahmen nicht zur Verfügung standen. Und Balduin wurde auch nicht in dem üblichen Parkhaus abgestellt. Nein, die heiße Vorbereitungsphase fand in einer Schulturnhalle statt, und dementsprechend stand der Wagen auf dem Schulparkplatz. Ich beschloss also, lieber draußen zu bleiben und mich dort meinem Buch zu widmen, als mit hineinzugehen.

Das Schnattern der Damen und das Klingeln der Münzen an den Hüfttüchern warnten mich nach einer guten Stunde rechtzeitig vor, daß es nun losgehen würde. Wir begaben uns zum Ort des Geschehens. Ich baute meine Kamera wie immer in gewissem Abstand zur Bühne neben der Tonzentrale auf und ließ sie laufen. Viel konnte ich sonst nicht machen. Und dann geschah etwas, was ich immer als eintretende Möglichkeit kalkuliert hatte. Nein, es hat nichts mit dem Auftritt zu tun.

Als Einwohner von Klein Bloggersdorf tummle ich mich ja auch bei der Nachbarschaft herum. Meistens als Paterfelis, hin und wieder mal unter einem anderen Namen, mal als bekennender Leser und dann wieder anonym über einen Direktaufruf der entsprechenden Seite. Ich habe da kein System, das ist alles mehr zufallsgeprägt.

Bei einigen der Blogger ist bekannt, wie sie aussehen und aus welcher Stadt sie ungefähr kommen. Und so weiß ich natürlich auch von einigen, daß sie aus der gleichen Gegend stammen, in der ich gerade mein Unwesen treibe. Somit besteht eine gewisse, wenn auch geringe Wahrscheinlichkeit, daß man sich über den Weg läuft. Schon lange habe ich mir überlegt, ob ich eine dieser in Frage kommenden Personen dann auch ansprechen würde. Zumindest, wenn ich von ihr weiß, daß sie auch bei mir mitliest oder mal mitgelesen hat, mich also in irgendeiner Weise kennt.

Es kommt häufiger vor, daß mir etwas Vergleichbares im Büro geschieht, ich also Anträge oder Anfragen von Nachbarn oder anderen Personen bearbeite, mit denen ich mehr oder weniger privat zu tun habe, wie zum Beispiel meinem Augenoptiker. In diesen Fällen gebe ich mich grundsätzlich nicht zu erkennen. Und im Zweifel kann ich die Bearbeitung wegen Befangenheit an einen anderen Kollegen abgeben. Aber das ist auch eine andere Sache.

Nun ist der Fall tatsächlich eingetreten. Ein bekanntes Gesicht schaute sich den Auftritt an. Ich war mir fast zu 100 % sicher. Auch die zweitbeste Ehefrau von allen bestätigte meinen Eindruck, nachdem ich ihr nach dem Auftritt meine Entdeckung aus der Ferne zeigte, denn auch sie liest in dem Blog mit.

Nein, ich habe den Kontakt nicht gesucht. Der Soziophobiker in mir hat es letztendlich erfolgreich verhindert.

Was aber wäre, wenn ich mal enttarnt und persönlich von einem Leser angequatscht werden würde? Würde ich mich freuen? Ich kann es inzwischen noch nicht mal mehr ausschließen, wenn es dabei bleibt, nur mal kurz ein paar Worte zu wechseln.

Würde ich hingegen in Zukunft jemanden in ähnlicher Situation ansprechen?

Vermutlich nicht.

Was würdet ihr machen? Nicht an meiner Stelle, sondern an eurer. 



Samstag, 22. August 2015

Da wird es mir feucht in...

Als bekennender Teetrinker und Kaffeeverweigerer habe ich im Büro konsequenterweise anstatt einer Kaffeemaschine eine Teemaschine stehen. Nicht so ein Kapselding, denn damit könnte man ja auch andere Heißgetränke zubereiten, sondern tatsächlich eine Teemaschine. So wie es sich geziemt, verwende ich meistens auch losen Tee aus der Großpackung, um meine Maschine damit zu bestücken.

Gelegentlich, wie auch an diesem Tag, nutze ich meine Teemaschine aber auch nur als Heißwasserzubereiter. Und zwar immer dann, wenn ich mir mal nicht sicher bin, wirklich die ganze Kanne Tee in der gleichen Sorte am Tag trinken zu wollen, und deswegen lieber Teebeutel auf dem klassischen Weg, also in der Tasse, verwende.  

Natürlich könnte ich zur Beschaffung heißen Wassers den Boiler in unserer Teeküche (Warum heißt die eigentlich so, wenn doch das Standardgetränk in den Schreibstuben dieses Landes Kaffee ist?!) benutzen, aber wenn ich sehe, daß in dem Gerät bei jeglicher Wasserbewegung schon wieder Kalkflöckchen in beachtlicher Größe in Rudeln hin- und herschwimmen, verzichte ich dankend da drauf. Das knirscht später immer so zwischen den Zähnen.  Außerdem gestehe ich ein, eine gewisse Bewegungsfaulheit an den Tag zu legen. spart es wertvolle Arbeitszeit, nicht  jedesmal meinen Schreibtisch verlassen zu müssen, wenn es meinen Körper nach Zufuhr neuer Inhaltsstoffe verlangt.

So füllte ich also heißes Wasser aus der Teekanne in meine Tasse. In die kleine, wohlgemerkt. Diejenige, welche nur einen halben Liter fasst. Die große für 750 ml empfand ich gerade als etwas überproportioniert. Die Teekanne muß beim Schütten etwas angewinkelt gehalten werden, damit sie ihren Dienst anstandsfrei verrichtet. Diesen Winkel hatte ich wohl nicht in seinem Idealmaß getroffen, so daß ein nicht geringer Schwall des Wassers die Tasse verfehlte und...

„Mistverdammtekacke.“

Ja, grinst nur vor euch hin, es hatte tatsächlich genau diese Stelle erwischt. Na diese eben. Ihr wisst schon. Die Stelle, über die man in einem FSK-unter-18-Blog nicht schreibt. Das Drama hielt sich in Grenzen, denn der schwere Jeansstoff meiner Hose hatte alles zunächst weitgehend abgefangen. Bis das Wasser zu den edlen Teilen durchdringt, sofern es überhaupt so weit kommt, wird es deutlich an Temperatur eingebüßt haben.

„Was hast du angestellt?“ konnte man eine Stimme vernehmen, deren zugehörige Person vollkommen hinter einem Monitor versteckt war. Mandys Stimme.

„Ich habe heißes Wasser auf meine Hose geschüttet.“

„Oh.“

„Jetzt habe ich ein heißes Höschen.“

„Ähm, nein, hast du nicht.“

Gut, ich fühle mich irgendwie erleichtert. Würde mir wohl auch nicht stehen.

Feucht und kalt im Schritt ist übrigens auch nicht so schön.



Donnerstag, 20. August 2015

Physikalisch betrachtet

Wir versammelten uns zur regelmäßigen Dienstbesprechung. Die Sonne schien durch die Fensterfront.

„Kann mal jemand die Jalousien schließen?“ meldete sich der Ökoklaus. „Sven strahlt mich so mit seiner Glatze an. Das blendet.“

Sven strich sich grinsend über die immer schütterer werdenden roten Haare.

„Ich strahle nicht, ich reflektiere höchstens.“

Manchmal ist er ja schon ein Klugscheißer.



Mittwoch, 19. August 2015

Lustvoll

„Paterfelis, ich bin so unmotivert.“ rief es aus dem Büro des Ökoklaus.

Mittagszeit. Da wundert mich das eher nicht. Zu dieser Zeit habe ich auch immer mein Suppenloch. Nur zur allgemeinen Information: Das Suppenloch ist das mentale Loch, welches mich immer zu der Zeit überfällt, wenn es anderen Ortes Suppe gibt. Also mittags.

Warum?“ versuchte ich mal wieder Anteilnahme zu heucheln.

„Ich war gestern beim Fußball.“

Er spielt selber. Alte Herren oder so. Gibt es da noch eine Steigerung? Weiß ich gerade nicht.

„Zwei Stunden vorher habe ich zuletzt gegessen. Sonst hätte ich nicht mehr spielen können.“

Kenne ich, geht mir vor dem Sport auch nicht anders.

„Danach bin ich ins Bett gefallen. Bis gerade hatte ich dann auch nichts mehr gegessen, aber mich überkam gerade draußen doch ein Hüngerchen.

Ich ahne Arges.

„Also bin ich beim Schnellwok rein und habe da zugeschlagen.“

Und es wieder übertrieben.

„Und es wieder übertrieben.“

Na also.

„Jetzt bin ich so mit verdauen beschäftigt, daß ich mich auf nichts mehr konzentrieren kann. Und auch gar nicht will. Dabei muß ich heute mindestens bis 17 Uhr bleiben.“

Armer Kerl. Mit dem Ausdruck größten Bedauerns zog ich mich zurück.

Die Zeit verging. Sven, der von all dem nichts mitbekommen hatte, kam aus seiner später gelegten Pause zurück.

Weitere Zeit verging. Bis schließlich…

„SVEN, BRING MIR MEINE LUST ZURÜCK!“        

Ich schleppte mich zum Büro des Ökoklaus und warf einen entsetzten Blick hinein, während Sven auch nur grenzdebil grinste.

„Was denn?“

Sven und ich grinsten im Duett.

„Wahas?“

Wir sind gute Duettgrinser. Dauerduettgrinser sozusagen.

„Warum grinst ihr so? Oh! OH!! OOOOHHH!!!“

Ich glaube, er hat verstanden.



Montag, 17. August 2015

Warten

Wie war das noch, damals, in der guten alten Zeit? Die treusorgende Ehefrau hat mit dem fertigen Essen darauf gewartet, daß der Ehemann von der Arbeit nach Hause kam.

Alles ändert sich.

Und so wartet in einer Wohnhöhle im Neustädter Ländchen ein treusorgender Ehemann mit dem fertigen Essen darauf, daß die Ehefrau von der Arbeit nach Hause kommt.

Auch zu dieser Uhrzeit. Trainerehegattenalltag.

Und gelebte Emanzipation.



Sonntag, 16. August 2015

(Un-)Gewisse Zukunft

Die ganze Zeit überlege ich, ob ich  morgen etwas zu Lesen mit ins Büro nehmen soll.

Am Wochenende hat man unsere uralten PCs ausgetauscht, damit wir auch endlich von Windoof XP auf Windoof 7 wechseln können. Und mit uralte PCs meine ich durchaus nicht die von letztem Jahr, was in der Branche ja wohl schon als uralt durchgehen würde, sondern noch ältere. Viele Jahre älter. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob in unserer Außenstelle seit der Umstellung auf Windoof Vista überhaupt schon mal die PCs getauscht wurden. Aber wenn, dann war es jetzt das erste Mal. Das ist sicher.

Erfahrungsgemäß tut sich nach solchen Aktionen in den ersten Tagen nicht viel. Zumindest nicht für uns. Wohl aber für unsere Computer-Fuzzies. Eine andere Außenstelle, die das alles schon hinter sich hat, wurde damit zwei Tage lang lahm gelegt. Denn ohne Rechner läuft bekanntlich nichts mehr, auch wenn unsere Akten noch – und wie ich hoffe auch noch sehr lange – aus Papier bestehen. Man wird ja noch träumen dürfen.

Also was jetzt? Ein gutes Buch einpacken oder nicht?

Obwohl: Ich habe noch eine Spielesammlung im Schrank. Nein, die war natürlich nicht für die Dienstzeit gedacht. Echt ehrlich. Da ging es vor ein paar Jahren mal um eine Teamveranstaltung nach Feierabend. Nur hatte ich bislang nicht die Muße, den Karton wieder nach Hause zu schleppen.

Das war vielleicht gar nicht so verkehrt.



Donnerstag, 13. August 2015

Genau so wie, aber anders als

Ihr werdet lachen, aber es war warm. Auch im Büro. In meinem Büro. Der Höhle im Schicksalsberg. Ich bin gerade nicht sicher, ob ich das schon mal an irgend einer Stelle im Blog erwähnt hatte, darum weise ich nochmals darauf hin. Kann nicht verkehrt sein.

Widrige Umstände zwangen mich dazu, mich mehr als nötig zu bewegen, sogar aufzustehen und den Gang hinunter zu Frl. Hasenclevers Büro zu schleichen. Welches übrigens auch nicht unbedingt als kühler anzusehen ist. Sie hat allerdings den kleinen Vorteil, daß die Sonne auf ihre Wände etwas früher am Tag scheint, wenn sie insgesamt noch nicht so viel Macht hat.

Mit letzter Kraft schleppte ich mich um die Ecke. Da saß sie an ihrem Tisch. Die Haare etwas strähnig, das Gesicht glänzend. Die Temperatur zeigte ihre Wirkung.

Frl. Hasenclever hob langsam und gequält den Kopf und schaute mich an.

„Herr Paterfelis, Sie sehen genauso aus wie ich.“

Ich erwiderte ihren Blick.

Langsam hob ich meine Arme.

Meine Hände erfassten den Halsausschnitt meines Shirts.

Ich zog daran.

Der Halsausschnitt weitete sich.

Ein kritischer Blick nach unten.

Ein weiterer Blick zu Frl. Hasenclever.

„Nö!“

Sie schaffte es tatsächlich, ihre Stirn drei Mal hintereinander auf die Tischplatte knallen zu lassen und wieder anzuheben.

Ihhhh, das gab feuchte Flecke auf der Schreibmatte. Ich möchte die Bescheide nicht bekommen haben, die danach noch dort abgelegt wurden.




Montag, 10. August 2015

Ein schlechter Mensch

Liebe Leser, ich bin so ein schlechter Mensch. Ja, wirklich. Selbst ich habe Fehler.


(Achtung, es folgt ein politisch eventuell nicht in jeder Beziehung ganz einwandfreier Beitrag.)


Natürlich liegt es mir fern, mich über Äußerlichkeiten anderer Leute in jedweder Form lustig zu machen. Gerade ich, als zu einem – wenn auch nur ganz leichten - Bauchansatz neigender Typ, der dazu auch noch Körperbehaarung (iiiihhhh!!!) trägt, sollte ja wissen, daß so etwas nicht schön ist. Also das Lustigmachen. Gar nicht schön. Überhaupt nicht.

Wenn aber vor mir zwei Typen nebeneinander herlaufen, von denen einer ausgeprägte X-Beine, der andere hingegen wirklich sehr unzweideutig O-Beine hat, dann ist das schon ein Brüller finde ich das witzig darf ich das ruhig mal bemerkenswert finden und dies im Rahmen meiner Chronistenpflicht auch erwähnen.

Außerdem kommt es ohnehin auf den Charakter an.

Zusätzlich möchte ich darauf hinweisen, daß ich der festen Überzeugung bin, daß Typen wie ich (siehe oben) die Sexsymbole der kommenden 20er-Jahre sein werden.

Nur damit ihr es wisst.



Samstag, 8. August 2015

***1.000*** Der Plan wäre verbesserungswürdig ***1.000***

Unser alter Dr. Strebsinger ist nun von uns gegangen. Also irgendwie. So ähnlich. Jedenfalls ist er weg. Vollkommen angemessen hatte er an seinem letzten Arbeitstag – ich hoffe zum Zeichen tiefer Trauer – ein schwarzes Hemd an. Gut so. Ein Hawaiihemd hätte mich jetzt auch irritiert.

Obwohl es vermutlich eher der Stimmungslage entsprach.

Sei es drum.

Eine neue Fahrt beginnt, alles vieles steht wieder auf Anfang. Man muß das Beste daraus machen und Weichen stellen, um es auch zu bekommen.

„Du, Ökoklaus?!“

„Was kann ich für dich tun?“

„Du erinnerst dich doch bestimmt auch ganz deutlich daran, daß uns der alte Dr. Strebsinger erlaubt hat, einer der Herrentoiletten zu einer Dusche umzubauen?

„Was?“

„Ja doch. Wir sollten es der neuen Dr. Strebsinger mal sagen, damit wir endlich damit anfangen können, ehe der Sommer vorbei ist.“

„Das wird so nicht funktionieren.“

„Wieso das denn wieder nicht?“

„Er hat ihr seine Telefonnummer hinterlassen. Falls mal was sein sollte.“

„Na toll.“

Dann ist die Idee, die uns versprochene Eiswürfelmaschine bei ihr ins Gespräch zu bringen, wohl auch nicht so gut. Dabei kann ich mich auch daran sehr deutlich...



Dienstag, 4. August 2015

Aaaahrgn!

Reicht der Hinweis, am Vortag ein IKEA-Regal zusammengebaut zu haben, als Begründung für eine Arbeitsunfähigkeit? Möglichst eine längere?!

Ich schätze bei mir einen zertrümmerten linken Fuß, eine gebrochene rechte Hand sowie einen angebrochenen rechten Arm mit Knochenstauchung (jawohl!) bis ins rechte Schultergelenk. Von dem immer noch beim Einkauf und Abtransport zerrütteten Nervensystem ganz zu schweigen. Und auch über den beim Öffnen eines Kartons zur Hälfte amputierten linken Zeigefinger will ich gar nicht erst reden.

Dann gab es am Samstag noch nicht mal Einkaufstrost-Köttelbrüller, weil ich die Sachen für das Abendessen schon soweit bereit hatte.

Das Leben kann so brutal sein.



Montag, 3. August 2015

Melonöse Planungen

Trudi hat zur allgemeinen Erbauung eine Melone mitgebracht. Eine komplette, vollkommen intakte Melone. Sie machte sich so ihre Gedanken, wie man das riesige Teil in praktische kleine Stücke zerlegen könnte, denn ein ausreichend großes Messer war dummerweise nicht vorhanden.

Ich konnte nicht umhin, die Methodik eines gut gezielten Handkantenschlages in den Raum zu werfen, aber keiner der Anwesenden war in dieser hohen Schule fernöstlicher Kampfkunst bewandert.

„Also, wenn ich bei uns zum Türken gehe, dann bekomme ich Melonen, die sind mehr doppelt so große als diese hier. Dafür gibt es auch kein Messer.“

„Mein lieber Ökoklaus, wie führt uns das weiter?“

„Dann klettere ich auf den Baum und lasse sie von oben fallen.“

Ähm, ja.

Der Wahnsinn zieht seine Kreise.

Wir haben doch gar keinen Melonenbaum im Büro.




Sonntag, 2. August 2015

Gedanken zum Tag

Das wird heute nix. Ich denke, ich gehe jetzt direkt wieder ins Bett. Vielleicht träume ich ja von Sternenzerstörern, nachdem ich gestern ein Bild davon im Vergleich mit anderen Modellen gesehen habe. Es war überwältigend.

Wünsche allseits noch einen schönen Tag.




Samstag, 1. August 2015

Es muß doch Freude bereiten *aktualisiert*

Wie sagte mein Vater einst: Es muß dir doch richtig Freude bereiten, dein

  • eigenes Fahrrad (späte Siebziger bis frühe Achtziger)
  • eigenes Mofa (frühe bis mittlere Achtziger)
  • eigenes Auto (mittlere Achtziger bis heute)

sauber zu machen, zu pflegen, zu polieren und damit den Wert zu erhalten.

Meine Antwort ist und bleibt seit gefühlten echten *schauder* 40 Jahren unverändert.

NEIN!

Wenn der liebe Gott gewollt hätte, daß wir mit sauberen

  • Fahrrädern
  • Mofas
  • Autos

durch die Gegend fahren, dann hätte er nicht den Dreck erfunden. Das sind Gebrauchsgegenstände. Keine Dekoartikel.

Mit Schrecken erinnere ich mich an den Nachbarn aus dem Haus, in dem ich als Kind mit meinen Eltern wohnte. Nach jedem Regen, selbst wenn es nur ein paar Tropfen waren, rannte er raus und lederte seinen Wagen ab. Porentief rein.

Wirklich jedes Mal.

Der Sohn der Nachbarn in der Häuserreihe, in der meine Eltern heute wohnen, wäscht seine zwei Autos (eines für die Arbeit, damit das andere für die Freizeit nicht auf dem Werksparkplatz schmutzig wird) und das seines Vaters an jedem Wochenende mit einer echten Hingabe. Von Hand. Auf der Straße. Ist da zwar nicht erlaubt, aber wo kein Kläger, da kein Richter. Nebenbei flutet er noch den ganzen Zugangsweg mit seinem Wasser, wenn er die Felgen reinigt.

Unbegreiflich.

Heute war Balduin an der Reihe. Zum zweiten Mal in diesem Jahr. Aus gegebenem und damit erforderlichen Anlass mal nicht in der Waschstraße, sondern auf dem Mach-das-Ding-selbst-sauber-Platz. Und auch wenn die zweitbeste Ehefrau von allen den Löwenanteil erledigt hat…

Nö. Da bringe ich lieber alleine die ganze Wohnhöhle auf Hochglanz.

Es hätte so ein schöner Tag werden können.

Siehe oben.


Tante Edit ergänzt: Und dann auch noch zu IKEA. Waaaaahhh!!!