Sonntag, 5. Juli 2015

Immer noch Ernst

Kaum meckert man öffentlich, ändern sich die Dinge.

Wolken!

Wind!

Donnergrollen!

Sturmgebruus!

Hagel!

Fenster aufreißen, Terrasse sichern!



Ja, der Grill steht mittlerweile ständig auf der Terrasse.



Die Dampfschwaden sieht man leider nicht so richtig.


Nach Ende des Hagelschlages, also quasi nur Augenblicke nach seinem Beginn, liefen wildfremde Menschen in Notbekleidung durch die abgekühlte Luft auf die Straßen und fielen sich in die Arme schauten nach ihren unter freiem Himmel geparkten Autos.

Frau Kleinhüppgenreuther bewaffnete sich schnurstracks mit einem Besen und befreite die Straße von den vor sich hin dampfenden Hagelkörnern. Herr Kleinhüppgenreuther trocknete die außen liegenden Fensterbänke des Hauses. Übrigens: Dieses ist kein Scherz und auch keine Übertreibung, sondern zeigt das harte, unverfälschte Leben im Kirschgartenweg. Ich muß einfach mal darauf hinweisen.

Und dann geschah das Schlimmste.

Die Sonne kam wieder raus.

NEIIIIIIIIN!!!

Jetzt wird es ekelig. Aber so richtig. Schlimmer als zuvor.

Wir verrammeln dann mal wieder alles. Sauerstoff und Textilien werden ohnehin überbewertet.



PS: Meine Angetraute muß morgen Kurse geben. Wirbelsäulengymnastik und Problemzonengymnastik. Ich rege an, jeden bei diesem Wetter dort freiwillig auftauchenden Teilnehmer einzuweisen.



Kommentare:

  1. Alles wie hier, lieber Paterfelis, alle wie hier. INklusive Einweisegdanken, :-)

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    1. Verrückte und Fanatiker gibt es scheinbar überall.

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  2. Gestern Mittag, im soeben frisch auf fünfzig Grad im nicht vorhandenen Schatten aufgeheizten Städtchen, sah ich eine Frau um die Fünfzig eine komplett schattenfreie Straße entlangjoggen. Knallroten Hauptes, die reichlich vorhandenen Kilos in der Sonne bratend... Einweisen. SOFORT.

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    1. Füll den Schein schon mal aus, ich unterschreibe dann auf der Stelle.

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  3. Mann, hast Du ein Glück so reinliche Nachbarn zu haben! Hast Du Deine Fensterbänke schon getrocknet oder lässt Du luftrocknen? ;-)

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    1. Ich habe den fetten Föhn meiner Angetrauten an die Verlängerungsschnur gehängt und dann sofort losgelegt.

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    2. Das versuche ich mir gerade vorzustellen, wie neidisch da die Nachbarn waren ! ;-)

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    3. Ja, und jeden, der dabei patzig vor Neid wurde, habe ich mit warmer Luft angepustet. Dann war Ruhe.

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  4. Der Nachbar hat heute seinen verbrannten Rasen gemäht. Auf die Frage, ob er sein Heu einbringe, bekam ich keine Antwort.

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    1. Wie unhöflich. Das hast du nun von deiner Anteilnahme.

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    2. Meine Güte. Heu einbringende Bauern scheinen per se nicht gesprächig zu sein.

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    3. Wie gut, daß er nicht zwischendurch stehenderweise verrichtet hat. Dann hätte der Löffel ihn gefragt, ob er gerade Gülle ausbringt. ;-)

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