Montag, 20. Juli 2015

Futterstation geschlossen

Der zweitbesten Ehefrau von allen war wieder einmal danach zumute, den Grill anzuschmeißen. Zu diesem Unterfangen signalisierte ich mein Einverständnis, obwohl dadurch natürlich mein sorgsam ausgetüftelter Wochenspeiseplan durcheinander gewirbelt würde. Ich bin ja nicht so sehr der spontane Mensch und schon gar nicht der Freund des unvorbereiteten Ergänzungseinkaufens. Gut Ding will Weile Planung haben.

Egal.

Es wurde mit dem Vorsatz Grillgut gekauft, daß es nur für einen Durchgang reichen solle. Was natürlich nicht funktioniert hatte, denn es wurde einerseits doch wieder etwas viel und andererseits war es auch kein richtiges Grillwetter. Man kann grillen, wenn es warm draußen ist. Und wenn es kühler ist. Wir können auch bei leichtem mit mittelschwerem Regen draußen grillen (so lange die Windrichtung stimmt) und sind auch entsprechenden Aktivitäten im Winter während Schneefall nicht abgeneigt. Aber bei tropischen Temperaturen macht ja noch nicht mal das Essen Spaß. Also gab es am nächsten Tag mittags wieder Restegrillen.

Auf der Terrasse habe ich einen offenen Behälter für Gartenabfälle, in denen wir nach dem Ende abendlichen Grillens auf einer trocknenden weil dem Boden entrissenen Unkrautablage die Bioabfälle deponieren. Am nächsten Tag, während des Restegrillens, konnten wir die Wespen beobachten, welche sich darüber hermachten. Kein Problem soweit, denn dann bleiben sie unserem Tisch fern.

Nach dem Abflammen des Grillrostes brachte ich den Biomüll weg zur dazugehörigen Tonne. Vierbeinigen Besuch zur Leerung meines Biomüllbehälters muß ich nicht auch noch bekommen. Ich mag Ratten zwar sehr, aber alles hat seine Grenzen. So beobachteten wir die Wespen, welche auf einmal vollkommen aufgeregt in der Gegend herumflogen und die Futterstation suchten. Doch das Restaurant Paterfelis war geschlossen. Es dauerte noch eine ganze Weile, bis es sich im Stock herumgesprochen hatte.

Pech.

Größeres Bedauern hingegen haben wir mit den Hummeln, die sich regelmäßig und in größeren Scharen an der hauseigenen Futteraußenstation, nämlich unserem großen Lavendelfeld, weiden. Das Feld ist jetzt auch erntereif. Die alljährlichen verschiedenen Erntehelfer stehen schon in den Startlöchern, um den Lavendel zu trocknen und dann zu Duftsäckchen zu verarbeiten.

Aber wir mögen ja unsere Hummeln. An der Seite der Terrasse steht noch ein einzelner Lavendelstrauch. Den lassen wir aus Tradition in Ruhe.

Liebe Hummeln, fresst euch daran satt, so lange er blüht. Es sei euch gegönnt.




Kommentare:

  1. Wespen, Hummeln... was ist mit der Honugbiene? Honigbienen sind viiiiel wichtiger als Wespen! Und niedlich (ja ich bin komisch)!

    Und was das Grillen angeht:
    Ihr grillt auch im Winter?
    ...
    ECHT?
    ...
    *neidisch schaut*

    <---darf nicht grillen, weil dann der ganze Ort in Flammen stehen würde und Bär mag sich im Winter nicht rausstellen :(

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    1. Es gibt im Winter zwei Möglichkeiten. Wenn das Wetter es zulässt, sind wir auch auf der Terrasse. Da diese teilweise von einem Balkon überdacht ist, sind solche Misslichkeiten wie Regen und Schnee bis zu einer gewissen Windgeschwindigkeit zu vernachlässigen. Und wenn es nicht geht, stellen wir den Grill an die Terrassentür und sitzen selbst im Wohnzimmer. Wir können ihn dann von innen bedienen. Hat schon was, aber die erste Variante ist schon schöner. Mehr dazu hier: Klick mich

      Wieso steht bei euch der ganze Ort in Flammen, wenn du grillst? Jetzt mache ich mir ja schon Sorgen.

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    2. Wer es schafft mit einem dünnen Geburtstagskerzenstummel in einer Nicht-Trocken-Zeit ein halbes Feld abzufackeln, weil er einfach nur tollpatschig ist (frag nicht), schafft auch einen ganzen Ort mit Kohle in einem Tollpatschanfall. ;)

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