Donnerstag, 11. Juni 2015

Schnell ist nicht schnell genug

Zeit für die wöchentliche Dienstbesprechung. Viele werden wir nicht mehr mit unserem amtierenden Dr. Strebsinger haben, denn er hat gekündigt, um anderen Ortes – wie er sich ausdrückte - eine Beschäftigung mit besseren Rahmenbedingungen aufzunehmen. Einige Monate würde er aber noch bleiben.

Die Kollegen des Fachbereichs versammelten sich in dem kleinen Raum, welcher zur allgemeinen Verärgerung auf der Bahn- und Sonnenseite des Gebäudes eingerichtet worden war.

„Frl. Hasenclever, kommt Dr. Strebsinger heute etwa nicht?“

„Hat er nicht gesagt. Aber er war in dieser Woche wieder auf der Narrensitzung Besprechung der gehobenen Führungskräfte in Bad Husten.  Davon berichtet er doch sonst immer.“

„Da, schon zwei nach Neun. Der kommt bestimmt nicht mehr.“

„Hmmm, ich könnte ja einfach schon mal mit meinen Themen anfangen.“

„Haben Sie viel?“

„Nö.“

„Dann machen Sie mal hinne. Wenn Sie fertig sind, hauen wir einfach ab. Sein Pech, wenn er nicht rechtzeitig kommt.“

Also legte Frl. Hasenclever, die ohnehin zu einer etwas schnelleren Sprechweise neigt, los. Zack, Thema  1 durch. Wusch, Thema 2 fertig. Und jetzt, ja, vier Minuten, und…

„Guten Morgen zusammen!“

Mist, auf der Zielgeraden abgefangen. Aber sie hat wirklich ihr Bestes gegeben.




Kommentare:

  1. Dann gebt ihm doch das nächste Mal den Termin 15 Minuten später an, der verspätet er sich rechtzeitig...oder so...

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    1. Schwierig. ER gibt die Termine vor.

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    2. Dann müßt ihr ihn einfach bitten, den Termin 15 Minuten später abhandeln zu können ...

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    3. Das Thema hat sich ja ohnehin bald erledigt.

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