Freitag, 29. Mai 2015

Paterfelis geht in die Stadt (Teil 2 - Leichtes Frühstück)

Es liegt eine gewisse Magie in der Luft, wenn ich in die Stadt gehe. Eine böse Magie. Zumindest dann, wenn ich ein solches Unterfangen während meiner Mittagspause angehe. Das kommt zum Glück für Mensch und Tier in meiner Umgebung nicht sehr häufig vor. Denn wenn man in relativ kurzer Zeit, nur mit ein paar Tagen Abstand, drei Mal mittags die LASA-Außenstelle verlässt, und an allen drei Tagen in der Nähe ein Unfall passiert, dann kommen doch Gedanken an eine böse Aura auf, die man wohl verbreitet. Zumindest ist dies meine Theorie – und damit eine willkommene Ausrede für mich, die Pause nicht in der für mich vollkommen langweiligen Neustädter Innenstadt verbringen zu müssen.

Meine Theorie umfasst allerdings nur den Zeitraum während meiner Mittagspause. Jetzt war es schließlich auch Mittag, aber ich befand mich ja nicht in meiner Pause und darüber hinaus auch noch auf dem Weg ins Restaurant Zum Kleinen Chinamann. Also würde sich der Effekt meiner bösen Aura nicht bemerkbar machen. Vielleicht ist die chinesische Magie hier stärker als unsere abendländische. Wer weiß das schon?

Es wurde keine Buffet-Orgie. Zu dieser Uhrzeit kann ich noch nicht richtig essen. Selbst ein einzelner morgendlicher Toast macht sich in meinem Magen schwer bemerkbar und lässt mich noch Stunden nach seinem Verzehr unkonzentriert  und vor allen Dingen auch träge werden. Also gab es, da immerhin schon mittags, nur ein leichtes Frühmittagessenstück mit etwas Suppe, Geflügel, Fisch und Gemüse sowie einer Reisnudelbeilage.

Beim Chinamann trinke ich überwiegend Tee. Heute war mir nach Pfefferminztee. Hierzu wird immer ein verpackter Keks gereicht, welchen ich im Falle der Heimsuchung des Mittagsbuffets mit meinen LASA-Mitsklaven stets meiner Kollegin und treuen Blogleserin Marijke überlasse. Den hätte ich ihr heute ja glatt auch noch ins Büro gebracht, man hat ja so seine moralischen Verpflichtungen. Da Marijke sich jedoch gerade im Mutterschutz befand, schien mir dieses Unterfangen von vorne herein mit einer gewissen Aussichtslosigkeit behaftet zu sein, so daß sich die zweitbeste Ehefrau von allen an dem Kleingebäck erfreuen durfte.


Marijke, der Inhalt hätte dir gehören können... ;-)

Nach Ende der Mahlzeit gab es noch den beim Kleinen Chinamann typischen Absacker, dieses Mal in Form eines sehr ansprechend in mehreren, farblich getrennten Schichten angerichteten Fruchtsaftgetränkes. Da es auch Kiwisaft enthielt, auf den die zweitbeste Ehefrau von allen höchst allergisch reagiert, war ich leider gezwungen, beide Gläser zu leeren. Man will ja nicht unhöflich sein und diese Gabe unseres Gastgebers zurückweisen. Ich muß ja nicht auch noch für interkulturelle Verwicklungen sorgen.

Für den Rest des Tages sattsam gestärkt ging es in Richtung Bastelladen.


(wird fortgesetzt)




Kommentare:

  1. Ich finde, Du machst das sehr gut :o)

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    1. Danke. Man muß eben auch mal Opfer bringen.

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  2. Ich auch! Ich bin auch auf Kiwi allergisch und das ist kreuzallergen mit Latex.... (heißt das so?)
    Also Obacht... hrmmm... also nur mal so nebenbei....

    Ich finde aber wirklich, dass das schon Cliffhanger sind, weil was passiert jetzt mit Dir, wo Du doch ungewöhnlicherweiser zweimal Absacker hattest und Deine Frau hatte einen KEKS.... Ist der Bastelladen weit weg?
    Boah - ey!

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    1. Fragen über Fragen, die morgen alle beantwortet werden - vielleicht.

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  3. Ja, ja, von wegen keine Cliffhanger! *pffft*
    Und ich sitze hier und muss jetzt vor lauter Erwartungsspannung an meinem Lavendeltee nippen, bis
    es hier mal weiter geht! Bin auch schon gespannt! :-))

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    1. Ich sehe nur thematisch abgeschlossene Kapitel. Weitgehend. :-D

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