Samstag, 28. März 2015

Saisoneröffnungen und kein Ende

So langsam müsste ich mich wirklich mal um den Garten kümmern. Eine grobe Sichtung aus dem Esszimmerfenster führt mir die Wahrheit vor Augen. Das Unkraut ist da. Da kann im Winter eine Eiszeit und im Sommer eine Höllenhitze, gepaart mit einer Trockenheit, wie sie im Tal des Todes typisch ist, drüberfegen - das Unkraut hält stand, während alles andere elendig verreckt.

Ach ja, die leere Bierflasche, die ein Unbekannter irgendwann im Dezember in unserem Garten abgestellt hat, steht auch noch da rum. Hat auch was Positives, denn das beweist, daß hier nicht geklaut wird. Zumindest keine leeren Bierflaschen.

Wie der kundige Blogleser weiß, zählt Gartenarbeit zu den für mich schwierigen Dingen. Dabei geht es mir nicht um die körperliche Arbeit als solche. Die halte ich zwar auch nicht für ein Unterhaltungsprogramm mit Wellnesseffekt, sortiere sie aber eher unter die Kategorie Lästig ein denn unter Schwerstarbeit.

Mein bekanntes Problem liegt eher darin begründet, daß der Garten insgesamt fast schon naturgemäß draußen angelegt ist, außerhalb meiner eigenen vier Wände. Drei Seiten des Hauses sind von diesem Garten umgeben. Von allen Seiten kann die Nachbarschaft mein Tun beobachten.

Ich hasse das. Selbst dann, wenn sie mich nicht anquatschen. Und irgendein Anquatscher ist immer dabei.

Um diese Gefahr zu minimieren, kann ich nur versuchen, die Dinge früh am Morgen  zu regeln. Nicht zu früh, um nicht in die Nachtruhe zu fallen, aber auch nicht zu spät, wenn das Leben um mich herum losgeht. Bevorzugt sonntags, aber danach habe ich wahrscheinlich keine Lust mehr, zum Sport zu fahren. Samstags ist eher unglücklich, weil dann die halbe Nachbarschaft schon in aller Frühe loszieht, um Brötchen zu kaufen.

Meine letzte Hoffnung auf mir dienliche äußere Umstände wurde gerade zerschlagen. Ich habe mir die Wettervorhersage angesehen, welche eindeutig Regen prognostiziert. Aber erst am Nachmittag. Also keine Rettung in Sicht.

Blöd.

Die Regenwahrscheinlichkeit für die mir genehme Zeit zwischen 7.00 und 8.00 Uhr tendiert gegen Null.

Saublöd.

Aber was sehe ich da? Die Temperaturen sollen nicht über 5 Grad rausgehen. Eindeutig zu kalt für Gartenarbeit, oder? Seht ihr bestimmt genauso.

Nicht?

Mist!

Ich gehe dann mal duschen und schau, was das Schicksal für mich bereithält. Sofern ihr gleich einen Irren mit einer leeren Bierflasche beobachtet, der Unkraut jätet noch bevor die Sonne voll am Himmel steht, dann…

…bin das wohl ich.



Kommentare:

  1. Jetzt musste ich wirklich herzhaft lachen. Bin Mitte letztes Jahr umgezogen. Die Außenanlagen sind noch nicht fertig. Vor eoiner Woche wurde zumindest damit angefangen hinter dem Haus Gras zu säen. Vor dem Haus sieht es noch wild aus. Und mitten auf dem Grundstück steht ..na was wohl ..eine Bierflasche ...seit der Sylvesternacht.
    Gruß vonner Grete

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    1. Vielleicht haben wir es mit einem Serientäter zu tun?

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  2. Hätte ein Grundstück anzubieten. Hinter einer Betriebshalle, neben der nächsten Betriebshalle. Im Industriegebiet. Da kommt garantiert niemand vorbei. Wie heißt es bei den Banken immer: Die Lage, die Lage, die Lage. Wo sie recht haben...

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    1. Habe ich irgendwo geschrieben, daß ich einen Garten haben will? Oder jemals haben wollte? Nö. Also wird das nichts mit uns, so Leid mir das auch tut. Sofern du allerdings hier in der Nähe eine Halle günstig anzubieten hättest... meine Angetraute wird eine Verwendung finden. Und ich auch.

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  3. Bestester Paterfelis- mein tiefempfundenes. Kannst du das Grundstück nicht ordentlich zuwachsen lassen, so dass dich keienr sieht?

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    1. Schwierig. Es handelt sich um einen offen angelegten Steingarten. Guck mal hier: Klick mich

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    2. Oh, der ist aber schön. Respekt.

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