Samstag, 14. Februar 2015

Unterwegs mit Stan und ohne Ollie

Es ließ sich nicht umgehen, auch am Karnevalswochenende einkaufen zu gehen. Da sowohl meine Angetraute als auch ich immer noch an unseren Erkältungen herumkurieren, ich jedoch nur noch mit den Nachwehen zu kämpfen habe und die Trainerschule keinen Unterricht angesagt hatte, würde ich dies erstmals nach langer Zeit wieder am Samstag das Auto zur Verfügung haben und selbst losziehen, um im örtlichen Einzelhandel meine Beute zu machen.

Schon am Donnerstag, als die zweitbeste Ehefrau von allen und ich uns dahingehend abgesprochen hatten, wurde ich ihrerseits darauf aufmerksam gemacht, daß ich auf dieser Samstagsrunde Stan mitnehmen sollte. Stan ist ein alter Bekannter, dem wir einst in Rajivs eigenem Studio begegnet sind und der seitdem immer wieder unsere Wege kreuzt.

Gut, das würde für mich in Ordnung gehen. Stan ist nicht übertrieben geschwätzig und erwartet auch kein großartiges Unterhaltungsprogramm. Ein vollkommen unproblematischer Typ. Ich käme damit also zurecht.

Stan wartete schon, so daß wir pünktlich aufbrechen konnten. Nach den üblichen Wegen zur Post, Spaßkasse und Tankstelle hielt ich auf dem Parkplatz des Feinkosthändlers. Stan hatte in dem Laden nichts zu tun und bevorzugte es, alleine im Auto sitzen zu bleiben.

Als ich mit meinem gefüllten Einkaufswagen wieder zurück zum Auto kam, wurde ich von einem weiteren Kunden angesprochen, der gerade die Ergebnisse seines eigenen Beutezuges auf dem Nachbarparkplatz einlud.

„Sagen Sie mal, Ihr Mitfahrer sieht aber nicht besonders gut aus.“

Ja, stimmt. Stan ist eher ein blasser Typ mit stark eingefallenen Wangen. Da kann man schon mal auf Gedanken kommen.

„Ja, stimmt. Er hat Altweiber wohl nicht so gut überstanden.“

Der Herr warf noch mal einen Blick auf den Stan.

„Na ja, irgendwann muß mal den Opa doch mal loswerden, oder?!“

Was fraglos außer Frage stand.

Werte Leser, ich darf vorstellen:

Stan
  
Ein wenig tiefliegende Augen hat er ja schon...



Kommentare:

  1. Du wirst dich doch nicht mit deiner zweitbesten Ehefrau von allen gestritten haben. Nicht das du uns demnächst die drittbeste Ehefrau von allen vorstellt...

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    1. Keineswegs. Ich bevorzuge ja bekanntlich zum Zwecke der Auseinandersetzung und des Aggressionsabbaus benzinbetriebene Kettensägen mit extra langem Blatt. Danach bleibt niemand mehr so schön zusammenhängend sitzen.

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    2. Da deine zweitbeste Ehefrau von allen dir Kettensägen mit extralangem Blatt und Fossilien betriebenen Verbrennungsmotor verboten hat, glaube ich nicht an eine so handwerkliche Methode. Ich denke als Beamter kommen auch die endlose Schilderung von Fallakten zur Beseitigung deiner Angetrauten in Frage. Obwohl ich das für eine äußerst Perfide Art der Konfliktlösung halte...

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    3. WER IST HIER EIN BEAMTER? ICH JEDENFALLS NICHT! ;-)

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    4. Dazu, dass hier niemand Beamter ist, wird diese Methode noch dadurch erschwert, dass ich diese und andere Arten der Fallakten ebenfalls jahrelang bearbeitet habe und speziell den (Haupt-)Zuständigkeitsbereich meines Göttergatten sehr interessant finde. Das könnte also eine lllllllaaaaaaannnnnnngggggggeeeeeee Zeit dauern... ;-)

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  2. Wenigstens fragt Dich niemand, ob Du ihn mal kurz mitnehmen kannst. Und wenn doch, kannst Du sagen, dass man auf der Beifahrerseite nur einsteigen, aber nicht wieder aussteigen kann. Wie man sieht...

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    1. Jeder sollte einen Stan haben. Vorteile über Vorteile. Der sitzt aber auf der Rückbank. Ich will doch nicht, daß der während der Fahrt auf einmal anfängt, mit mir zu kuscheln. Nix is.

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    2. Aber man könnte - deiner Anregung folgend - ja was von nicht funktionierenden Kindersicherungen an den hinteren Türen erzählen. Muhahahaaaa...

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