Freitag, 20. Februar 2015

Schwarz - rot - blau

Es ist ja keineswegs so, daß wir in der Sachbearbeitung mit freier Farbwahl schreiben dürfen. Die Farben sind unseren Funktionen zugeordnet, was aber tatsächlich auch einen gewissen Sinn ergibt. Natürlich hat dies den Nachteil, daß der gewiefte hilfsbereite Sachbearbeiter nun auch Kugelschreiber in verschiedenen Farben, und das auch noch in unterschiedlichen Farbnuancen vorrätig haben muß, um zweifelhafte Entscheidungen der Vorgesetztenebene sachgerecht korrigieren einem zufällig im Raum befindlichen Vorgesetzten damit bei Bedarf jederzeit aushelfen zu können.

Und natürlich kommt es wie in anderen Berufen auch vor, daß sich der Bürokrat als solches schon mal mit seinen Arbeitsmitteln, hier speziell also Tinte in den diversen Verbreitungsformen, einsaut.

(Wer jetzt mit dem alten Witz von dem schwarzen Fleck auf der Stirn daher kommt, welcher nur deswegen dort wäre, weil man mal wieder während des Büroschlafs mit der Stirn auf das Stempelkissen gefallen sei, muß hier mit HausBlogverbot rechnen.)

Soviel zur Einleitung.

Ludwig und Sven stürmten unser Büro und überfielen Mandy mit einer Frageakte. Schnell war man in der Sache vertieft. Natürlich wurde der allzeit in der Hand gehaltene, einsatzbereite Kugelschreiber (So einen halte ich tatsächlich fast ständig in meiner Hand, egal was ich an meinem Schreibtisch sonst so mache. Sogar dann, wenn ich gerade auf der Tastatur herumhacke oder die Maus quäle.) in seinem Nebenverwendungszweck von Mandy als Zeigestock eingesetzt. Mit den üblichen Folgen.

„Ups, jetzt habe ich dich bemalt.“

Sven sah das ganz entspannt.

„Macht nichts, wenn es blau ist, fällt es nicht auf.“

Ludwig starrte unverhohlen auf Svens Haare.

„Rot aber auch nicht.“

Wie gut, daß das auch mal jemand anderes sagt.



Kommentare:

  1. Kennst du eigentlich den Witz warum Staatsbedienstete sehr oft einen schwarzen Fleck auf der Stirn haben?

    AntwortenLöschen
  2. Mein ehemaliger Chef hat sich nie wirklich an diese Farbenspiele gehalten. Ich bat ihn einmal, ein wichtiges Dokument zu unterzeichnen, und weil ich wusste, dass er dazu irgendeinen Stift benutzen würde, sagte ich vorsorglich, er müsse mit grün unterschreiben. Er nahm einen Stift mit schwarzer Mine und schrieb "Grün"...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Er hat nur Anweisungen befolgt und ist somit vollkommen unschuldig.

      Löschen