Dienstag, 24. Februar 2015

Der etwas andere Fokus (Kapitel 1)

Es war Sonntagmorgen. Nachdem ich meine Erkältung zwischenzeitlich weitgehend auskuriert hatte und sich nur der trockene Husten noch etwas länger hielt, was bei mir durchaus normal ist, packte ich meine Tasche, um endlich mal wieder den Sporttempel mit meiner dort sicherlich hochgeschätzten Anwesenheit zu beehren. Und da ich inzwischen eine neue, etwas größere Sporttasche mein Eigen nennen darf, konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, darin neben meinen Sportklamotten auch direkt die Saunasachen zu verstauen.

Der Besuch der Familie Knutsen hatte zwischenzeitlich augenscheinlich das Weite gesucht; die Zeit des kreativen Parkens einiger auswärtiger Fahrzeuge war vorbei. Die Carports erwiesen sich als frei zugänglich.

Das Autothermometer zeigte um 8.45 Uhr satte 2 Grad an, aber es war eine andere Kühle als sonst. Eine warmeKühle. Kreislaufwetter, wie die zweitbeste Ehefrau von allen später sagen wird. Ich habe es gespürt, denn weder beim Sport noch anschließend in der Sauna lief es so, wie ich es hätte erwarten dürfen. Immer noch vollkommen ermattet schleppte ich mich nach einer ansonsten durchaus angemessenen Regenerationsphase und nur einem einzelnen Saunagang wieder in Richtung Auto, stieg ein und fuhr nach Hause.

Im Kofferraum wusste ich neben meiner Sporttasche noch einen Karton mit 10 Packungen Milch sowie ein Sixpack, bestehend aus 1,5-Liter-Flaschen eines koffeinhaltigen, zuckerfreien Erfrischungsgetränkes, welches dem Vernehmen nach anscheinend nur von mir getrunken wird. Genauso, wie die Blöd-Zeitung an sich über keinen einzigen Leser verfügt und RTL in der guten alten Zeit auch die Kultursendung Tutti Frutti nur für die allseits bekundeten nicht vorhandene Zuschauer gesendet hat.

Während ich also darüber nachdachte, welches der Ladegüter gleich von mir mit ins Haus genommen werden würde, denn alles inklusive meiner Tasche wäre jetzt doch etwas viel geworden und ich wollte nicht extra vor dem Haus parken und den Wagen leerräumen, steuerte ich Balduin in den heimischen Kirschgartenweg, als…


(wird fortgesetzt)



Kommentare:

  1. ich hasse Cliffhanger...

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    1. Keine Sorge, bis Ostern sind wir durch. *ggg*

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  2. Fieser Cliffhanger! Ich warte gespannt auf die Fortsetzung (und wünsche gute Besserung!).

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    1. Danke. Ich bin jetzt in der Hustenphase, in der es mich nicht mehr stört, sondern nur noch mein Umfeld. :-D

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