Mittwoch, 4. Februar 2015

Das große Geheimnis

Es geschehen Dinge, die ich früher, damals vor den Knüppelkriegen, als ich noch jung war, nie erlebt habe. Im LASA nicht und auch anderen Ortes nicht. Dinge, die jetzt zunehmend auftreten. Im LASA. In unserer Außenstelle. Und auch ich bin davon unmittelbar betroffen.

Es geht um zerbrochene Brillen.

Nein, nicht um meine Brille. Die habe ich früher schon das eine oder andere Mal kaputt gemacht. Schulhofprügeleien und Sportunterricht haben dafür Sorge getragen, aber aus dem Alter, in dem mir so etwas widerfährt, bin ich raus. Dies gilt sowohl für Schulhofprügeleien als auch Sportunterricht.

Wir reden hier vielmehr von zerbrochenen Toilettenbrillen.

In den Jahren, in denen ich in unserer Außenstelle arbeite, ist es jetzt zum wiederholten Mal vorgekommen, auf eine wirklich und wahrhaftig zerbrochene Toilettenbrille zu stoßen. Wie kann das sein? Knallt die jemand immer wieder auf die Schüssel, nachdem er stehenderweise verrichtet hat? So mit voller Wucht? Würde man ja hören, kann also nicht sein.

Überlastung?

Der Verdacht drängt sich ja auf, zumal neben mir noch einige andere Schwergewichte auf unserer Etage arbeiten. Dem wäre aber entgegenzuhalten, daß unsere heimischen Toilettenbrillen seit Urzeiten ihren Dienst beschädigungsfrei ausüben. Das sind auch noch die billigen aus dem Angebot vom Discounter. Mit Absenkautomatik. Und das ich hier zu Hause weniger wiege als im Büro dürfte kaum anzunehmen sein.

Somit wäre die Theorie der Überlastung wohl auch auszuschließen.

Es sei denn, es fände eine zeitgleiche, unsachgemäße Mehrpersonennutzung statt.

Ich glaube, es sollten Erkundigungen eingezogen werden, ob es trotz strengem Verbandelungsverbot mit dem Ziel der Verhinderung dolosen Handelns – wir stehen hier als Mitarbeiter tatsächlich schon im Vorfeld einer solchen Tat von Amts wegen unter Generalverdacht - irgendwelche heimliche Pärchenbildungen bei uns gibt.

Aber ob da Bürostühle und Schreibtische nicht gemütl…



Kommentare:

  1. Meine Theorie diesbezüglich lautet wie folgt: Durch die gleichermaßen von den Beschäftigten abgelegten ewigen Gelübde der öffentlichen Armut, die bei Dienstantritt zu leisten sind, ist auch ein gegenseitiger Aggressionsverzicht abgesprochen worden. Die dadurch im Arbeitsalltag nicht abzubauenden zwischenbeamtlichen Animositäten schlagen sich in Spannungen nieder, die in der Luft liegen und alles zerbrechen, was nicht elastisch ist. Ergo die kaputte Klobrille.
    Logisch? Logisch.

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    1. Ich werde versuchen,die dem Gedanken innewohnende Transzendenz zu verarbeiten.

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