Donnerstag, 22. Januar 2015

Es geht aufwärts

Seit einiger Zeit habe ich eine Absprache mit Dr. Strebsinger. Ich darf mittwochs ohne vorher zu fragen erst nach Beginn der Jetzt-musst-du-aber-mit-der-Arbeit-begonnen-haben-Grenze im LASA auftauchen, damit ich morgens in Ruhe eine Runde Sport treiben kann. So ist bei mir der Zeitdruck raus und Dr. Stebsinger konnte den allgemeinen Wunsch nach gesundem Arbeiten auch in irgendeiner Weise erfüllen. Denn Sport ist ja gut gegen unerwünschte Stresssymptome, was auch der Stimmung im Büro zu Gute kommt.

Schaden wird es auch niemanden, da ich die Stunden natürlich nacharbeiten muß. Und wenn mich jemand von den Kollegen ärgern will, obwohl ich gerade an diesem Tag zumeist wegen der durch den Sport ausgeschütteten Glückshormonedingens (*freundlich in Richtung Gedankenhüpfer hinüberlächle*) besonders ausgeglichen bin, dann kann immer damit drohen, meine Tasche mit den benutzten Sportklamotten gänzlich zu öffnen und als Vorwarnung nach den benutzten Socken wühlen. So etwas nennt man dann Win-Win-Situation.

Zu solch einer Gelegenheit habe ich mein Programm mal wieder etwas intensiviert. Nachmittags zeigten sich die ersten Folgeerscheinungen: Muskelkater. An sich ist der bei mir auch immer erwünscht, aber an diesem Tag eher nicht. Ich hatte erst später mit dessen Eintreten gerechnet. Außerdem hatte ich vergessen, meine Sporttasche gegen eine neue auszutauschen. Bei meiner nun schon mehr als 20 Jahre alten Tasche ist der Tragegurt nicht mehr so ganz in Ordnung; das Schulterpolster hat sich verabschiedet. Bei meinen üblichen wochenendlichen Kurzstrecken zwischen Sporttempel und Auto kein Problem, jetzt aber eine schmerzvolle Herausforderung auf der Schulter. Und die Handgriffe sind auch nicht mehr das Wahre.

So schleppte ich mich zum Feierabend in Richtung Zug. Immerhin fand ich einen Sitzplatz. Am Ende des weiteren Nutzungsverlaufes des ÖPNV stand ich wieder vor der Herausforderung. Der ultimativen Herausforderung, das kann ich euch sagen.

Es ist nicht schön, mit Muskelkater, einer zusätzlich schmerzenden Schulter, einer ständig von eben dieser Schulter rutschenden schweren Tasche und dann auch noch einer trotz Gürtel rutschenden Hose am Leib den Weg durch unser Hochgebirge nach oben im Regen latschen zu müssen.

Gar nicht schön.

Blöder Regen.



Kommentare:

  1. Hallo,
    Muskelkater ist aber kein gutes Zeichen und sollte nicht als erstrebenswert erachtet werden. Die Schmerzen sind Microrisse in den Muskeln und kein Zeichen von Übersäuerung die wegtrainiert werden muss. Dies Risse entstehen durch das Abbremsen bei einer Bewegung. Es helfen am besten Wärme und Ruhe, also keine erneute Bewegung, um einen Muskelkater wirkungsvoll zu bekämpfen. Außer du stehst auf Schmerzen...

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    1. Ohne Muskelkater habe ich nicht das Gefühl, etwas getan zu haben. Den brauche ich.

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  2. Na ja.... dann bist du halt jetzt der Vater eines Muskel-Katers. Ist doch was.
    ;-)
    Das LandEi

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    1. Hmmm, wenn ich mal bei Hauskater Marty so fühle... Wir könnten glatt gemeinsam auf die Rolle gehen. :-D

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  3. Oha, sportlich isser also, der liebe Paterfelis! Erbitte Motivationshilfe zwecks Speckröllchennegierung! Darfst mich auch ruhig anbrüllen, denn DAS brauche ICH! ;)

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