Dienstag, 9. Dezember 2014

Rezepte gucken

Ich gucke ja gerne durch die verschiedenen Online-Rezeptbücher, die sich in den Abgründen des Internets so finden. Man ist ja faul geworden und rennt nicht jedes Mal zum Bücherregal, welches ebenfalls über eine durchaus beachtliche Kochbuchabteilung verfügt. In den Sammlungen des Internets lasse ich mich gerne ziellos treiben und Rezepte zufällig anzeigen.

Da stößt man durchaus auf eigenwillige, ja gar exotische Einträge. Zum Beispiel auf  solche Gerichte wie Spiegeleier. Oder als besonderes Gericht des Tages auf Vanillepudding. Aus der Tüte.

Wenn das so weitergeht, erklären die mir bestimmt irgendwann auch noch, wie man Nudeln Pasta kocht.

Boah, Leute, das ist mit der Muttermilch aufgesogenes Grundwissen. Oder haben sich die Zeiten so geändert?



Kommentare:

  1. Tja, lieber Paterfelis, die Zeiten haben sich tatsächlich geändert.

    Wenn ich mal ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern darf (falls der Kommentar zu lang wird, einfach löschen)…

    Zu der Zeit, wie ich daran interessiert war kochen zu lernen, arbeitete meine Mutter ganztags. Das Essen brachte sie aus der Kantine mit. Gekocht wurde immer nur am Wochenende, alle 14 Tage. Die Gerichte die es dann am Wochenende gab waren meist etwas aufwändiger, die habe ich gelernt.

    Bis heute habe ich noch nie ein Schnitzel paniert, geschweige denn gebacken, mein erster (und zweiter und dritter) Versuch "Spaghetti Carbonara" zu "zaubern" endete in einem … hmmm … sagen wir mal freundlich "Nudel-Omelette" - ich hab's aufgegeben, zumindest was die Carbonara angeht :-)

    Und in der Schule? Da habe ich "Arme Ritter", "Toast Hawaii" und ähnliches gelernt.

    Heute wird dank Convenience Food kaum noch richtig gekocht. Selbst in Gaststätten nicht.
    Die Zeiten haben sich wirklich geändert…

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    1. Das ist schon traurig. Und dabei meine ich mit "kochen können" ja noch nicht mal das Niveau eines Berufskochs, sondern die Hausfrauenart. Da liegen ja objektiv auch noch Welten zwischen.

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    2. Hier siehts ähnlich aus, was das Kochen angeht. Wurde da nicht mit dem nötigen Rüstzeug in die eigene Küche entlassen und habe mir alles selbst beigebracht. Praktischrweise kann der Mann gar nicht kochen, von daher war er ein dankbares Testobjekt. Hauptsache Fleisch, das dann noch warm und nicht verkohlt, das war schon genug... ;D

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    3. Fleisch in wie auch immer verzehrbarem Zustand ist für mich schon eine ausreichende Grundlage. Und was spricht gegen Röstaromen?

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    4. ;)) Du magst Röstaroma? Ich auch. Für dich würde ich möglicherweise sogar ein Essen zusammenrösten ... äh... brutzeln. ;D

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  2. Im Freundeskreis meines Sohnes kochen hauptsächlich die Männer, die sich ihre Kochkunst meist in den unzähligen Kochshows im Fernsehen abgeguckt haben (Tim Mälzer und Jamie Oliver sind anscheinend coole Vorbilder). Die Mädels hingegen halten sich dezent zurück und genießen lieber das fertige Gericht vom Freund als sich die schwarzlackierten Nägel selbst in der Küche schmutzig zu machen. So ist das zur Zeit. Kann sich jeder Zeit ändern, wenn´s dann mal eine supergeile, coole Köchin auf Jubtub gibt. Kann man abwarten...

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    1. So lange wenigstens noch irgend jemand den Kochlöffel schwingt, ist nicht alles verloren. Ob Männlein oder Weiblein ist mir da total egal. Aber es ist schon irgendwie bemerkenswert, warum im Profi-Bereich, gerade auch in den Medien, die Vorzeigeköche zumeist Männer sind. Ja, ich weiß, es gibt da auch ein paar Frauen. Aber die sind doch in der Minderheit.

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    2. Liegt vielleicht daran das die Ausbildung zum Koch immer noch eine sehr männliche Domäne ist … ein sehr anstrengender Beruf. Der Umgangston in der Küche ist rau und körperlich auch kein Zuckerschlecken.

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  3. Oh, dass ich den Pudding mit Hilfe eines Teigschabers umfüllen muss, wusste ich noch nicht. Habe bisher immer einen Löffel genommen oder einfach umgegossen. Schäm ..
    Gruß vonner Grete

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    1. Wie konnte so etwas nur geschehen? Ich bin erschüttert bis in die Markknochen.

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