Mittwoch, 3. Dezember 2014

Die Konkurrenz schläft nicht

Sven und der Ökoklaus hatten sich erbarmt und sind zur gerade noch in der Nähe befindlichen Supersonderspezialpommesbude marschiert, um uns mit Futtermitteln zu versorgen. Wir versammelten uns nach gelungener und vor allen Dingen erfolgreicher Rückkehr in unserem Besprechungsraum zum Zwecke der Einnahme eines gemeinsamen Mahles.

Ich begnügte mich mit einer supersonderspezialpommesbudenextrascharfen Currywurst und einem Pommesgebirge. Bislang hatte ich nur die mittelscharfe Variante probiert und diese als eher unbeeindruckend in Erinnerung behalten. Doch schon der erste Biss in ein Pommesstäbchen, welches etwas zu viel vom dem Schärfe erzeugenden Pulver abbekommen hatte, belehrte mich eines Besseren. Dieses Mal würde es anders laufen. Und ich hatte keine Mayonaise in Reichweite, um den schier unerträglichen Schmerz abtöten zu können.

Doch echte Kerle sind hart im Nehmen. Tapfer aß ich, was ich bestellt hatte. Irgendwann war ich in den Bereich vorgestoßen, welcher von dem Schmerz generierenden Hexenstaub verschont geblieben war, so daß sich wieder eine leichte Beruhigung meiner Mundhöhle sowie ein wohliges Sättigungsgefühl einstellten.

Ich warf einen Blick in die Runde und fand schon fast eine Suppenschüssel voller Penne Bolognese bei Sven vor. Etwas fettig aber dennoch lecker. Mit einer Spur Rotwein, so das Ergebnis meiner Resteverkostung. Zu meiner Linken kämpfte Mandy mit einem Lammburger. War nicht so ihr Ding, aber man muß ja mal probieren, um dies mit Sicherheit beurteilen zu können. Da kennt Mandy nichts. Rechts türmte sich der Supersonderspezialburger der Supersonderspezialpommesbude: ein Hochgebirge von Fleisch, welches mein Pommesgebirge zu einer Anhöhe verkommen ließ, dazu Salat, Saucen, Zwiebeln, eingelegt zwischen zwei Hälften eines Burgerbuns, nur zusammengehalten von einem Schaschlikspieß. So eine große Klappe hat noch nicht mal Ludwig, daß er das auf dem burgernatürlichem Weg verinnerlichen könnte; er aß dieses Teil vollkommen unbeeindruckt von der Masse etagenweise mit Messer und Gabel.

Der Ökoklaus vergnügte sich mit einem Lammgyros und Rosmarinkartoffeln. Zum Dessert gab es noch einen Standardburger der Supersonderspezialpommesbude. Und anschließend Kekse. Für alle.

„Und wisst ihr, was der auf dem Weg zurück gemacht hat?“ war Svens Stimme zu vernehmen. „Der hat sich tatsächlich noch ein Fleischkäsebrötchen für unterwegs mitgenommen und verdrückt.“

Oh oh, die Konkurrenz schläft nicht. Und ich bin nicht mehr richtig in Form. Aber in der Vorweihnachtszeit werde ich mich hüten, zum Auftrainieren das Restaurant zum Kleinen Chinamann heimzusuchen. Viel zu voll. Nicht ich hier, sondern das Lokal dort.

Mist, der Lack ist ab.



Kommentare:

  1. Wenn ich böse wäre, würde ich sagen: Wenn man älter wird, braucht man auch nicht mehr so viel. Aber ich bin ja nicht böse und Du auch nicht älter...Lass es Dir schmecken! :-)

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