Dienstag, 18. November 2014

Niedergeknüppelt: Ich bin kein Benjamin Franklin

Benjamin Franklin hat ja den Strom erfunden. Den elektrischen Strom, um genau zu sein. Na ja, fast jedenfalls. Boah, jetzt seid doch nicht so pingelig. Danke. Ok, beschränken wir uns auf das Ding mit dem Blitzableiter.

Elektrisch betriebene Dinge erfreuen sich bei mir durchaus einer gewissen Wertschätzung. Zumindest so lange es sich nicht um entsprechende Varianten des titanverstärkten linksdrehenden Kreuzvorwarndrehers in Nenngröße 4b handelt. Denn das sind gefährliche Mordwerkzeuge. Zumindest in meinen Händen. Ich kann nichts dagegen machen.

Schon als Kind habe ich einen Heidenrespekt vor stromführenden Kabeln gehabt. Nicht daß ich mich, ganz im Gegensatz zu meiner Angetrauten, daran erinnern könnte, jemals einen Stromschlag bekommen zu haben. Aber irgendwie war das eben so. Und es ist auch so geblieben. Ich mag einfach nicht an Dingen mit Elektrik-Trick basteln. Sie verwenden schon. Zur Not und unter strengster Beachtung einer Anleitung verbinde ich Dinge mit Kabeln und lasse den Strom fließen. Aber damit basteln und experimentieren? Nö, dazu wurde Papas Lieblingssohn nicht geschaffen.


besser keine Bilder von dem unter der Platte verursachten Kabelgewirr

Damit ist auch klar, warum ich nie den Blitzableiter erfunden haben kann, selbst wenn Mr. Franklin das nicht schon früher erledigt hätte.

Nun wünscht sich Ednong eine Antwort auf die Frage, was ich tun würde, wenn frühabends der Strom für ein paar Stunden ausfällt.

Naheliegend wäre es, daß ich zunächst ein dummes Gesicht mache und hoffe, daß die Ursache nicht in meinen Verantwortungsbereich fällt. Und die Beseitigung der Ursache schon mal gar nicht. Mit einer Prüfung strengen Inaugenscheinnahme des Sicherungskastens sollten alle entsprechenden Befürchtungen baldmöglichst beseitigt sein.

Ist es Sommer, kann ich immer noch lesen. Oder auf der Terrasse sitzen und beobachten, wie verschiedene Nachbarn verwirrt auf der Straße herumlaufen. Alles schon dagewesen.  Im Winter ließe sich eine angeregte Unterhaltung oder so mit der zweitbesten Ehefrau von allen führen, die mit Sicherheit auch schon ein paar Kerzen angezündet hat.

Und zum Schluß bliebe die Hoffnung, daß ich am nächsten Tag nicht arbeiten muß, denn mein müdes Haupt würde ich erst dann zu Ruhe betten, wenn ich sicher sein kann, daß der Strom wieder da ist und mein Radiowecker wieder funktioniert. Den brauche ich zwar nicht, um rechtzeitig wach zu werden, aber doch, um den richtigen Zeitpunkt zum Aufstehen zu finden, denn ich trage keine Armbanduhr.

Und auf Lillys morgendliches Hungergefühl kann ich mich nicht so genau verlassen.




Kommentare:

  1. "Und auf Lillys morgendliches Hungergefühl kann ich mich nicht so genau verlassen."

    Stimmt, Katzen können immer hungrig sein ;)

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  2. Ach Herrjeh ... stromlos .. das war ich mal, für mehrere Stunden. ausgerechnet ab 4 Uhr morgens. (Gemerkt, weil der Vermieter draußen rumorte, im Schlafanzug) Kein Warmwasser, kein Föhnen ..nee, so konnte ich nicht zur Arbeit .. also ..ein Urlaubstag musste kurzfristig dran glauben.
    Gruß vonner Grete

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