Montag, 17. November 2014

Niedergeknüppelt: Grünzeug

Die zweite Frage, welche mir Ednongs Knüppel vermittelte, erwartet eine Aussage, wann ich zuletzt Moos berührt habe. Oh, das kann ich ziemlich genau eingrenzen. Nicht speziell auf einen bestimmten Tag, aber doch in etwa.

Vorab möchte ich in typischer Politikermanier eine Stellungnahme abgeben. Es wäre ja zu einfach, bloß mal so eine simple Frage zu beantworten. Ich mag Moos. Sowohl das im übertragenen Sinne, sich also theoretisch in meinem Portemonnaie befindliche, als auch das tatsächliche, urwüchsige Moos. Steine und andere Dinge, welche mit einem schönen Moospolster überzogen sind, haben es mir angetan. Ich hatte mal ein Foto von einem solchen wirklich prächtigen Stein gemacht, aber das Bild ist mir leider abhanden gekommen.

Unkraut mag ich auch schon mal. Aber wenn man es sich mit der Nachbarschaft nicht gänzlich verscherzen will, insbesondere natürlich mit Frau Kleinhüppgenreuther, muß ich da zuweilen ran und den Garten entsprechend von unwillkommenem Grünbewuchs befreien. Ich gestehe freimütig, daß ich nicht immer unterscheiden kann, was in unserem Garten so als Unkraut zu definieren ist und was rechtmäßig da sein soll. Mir fehlt einfach der Blick dafür. Wir haben einen Steingarten, in dem entsprechend auch verschiedene Steingartenpflanzen wachsen. Diese wirken auch schon mal etwas seltsam, zumindest aber ungewohnt. Also habe ich beschlossen, daß alles, was hübsch aussieht und nicht zu sehr wuchert, kein Unkraut ist. Und natürlich alles, was ich ausnahmsweise als das erkenne, was da sein soll. Anderes hat Pech gehabt.

Natürlich macht sich auch unerwünschtes Grünzeug auf unserer Terrasse breit. Zumindest aber findet sich Vegetation, welche dort ohne bewusstes menschliches Zutun heimisch geworden ist. Zwischen den Pflastersteinen entdeckt der aufmerksame Betrachter demzufolge auch Moos.

Kurz nach Abschluss der Sommergrillsaison, also im Übergang September auf Oktober, kurz vor Beginn der Wintergrillsaison, wehte draußen ein etwas strengerer Wind. Auf unserem Terrassentisch befand sich noch eine Plastiktischdecke, welche es davor zu bewahren galt, den Weg auf die an unserem Grundstück vorbeiführende Stichstraße zu nehmen. Wir haben der Tischdecke nämlich nie beigebracht, sich im Verkehr zu bewegen, und es könnte ja sein, daß ihr aufgrund eines draußen vorbeifahrenden unachtsamen Teilnehmers am bundesdeutschen Personenkraftverkehr etwas zustößt. Also ging ich hinaus und nahm die bereits auf dem Boden liegende Tischdecke auf, um sie in ihr Winterquartier zu bringen. Dabei berührte ich das auf unserer Terrasse befindliche Moos zufällig mit der Hand.

Und es fühlte sich gut an.



Kommentare:

  1. Guten Morgen
    Meine Oma hatte hinterm Haus anstatt eines einfachen Rasens,
    oder einer Wiese "Moos", daran kann ich mich sehr gut erinnern, dazwischen gruppiert, viele bunte Blumen u. Sträucher.
    Ich habe keine Ahnung um welche Art von Moos es sich handelte, doch im Frühling hatte es winzig kleine, weiße Blüten.
    Die Bienen waren emsig um diese bemüht. Also mit Barfußlaufen war da nichts, aber es sah
    einfach toll aus.
    LG und einen entspannten Wochenbeginn.
    Sadie

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    1. Wir hätten ja gerne eine etwas naturbelassenere Wiese gehabt, aber auch da muß man vorsichtig mit den Nachbarn sein. Leider.

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  2. Und es werden garantiert nicht 10 Posts? Köstlich bis jetzt ;)

    Ich glaub, das war ein guter Wurf mit dem Stöckchen ...

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    1. Nein, zehn sind es definitiv nicht. Nicht alle Fragen gaben genügend Inspiration für einen eigenen Post.

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