Dienstag, 25. November 2014

Die Fahne ist gehisst - 2014

Aktuelle Meldung:

Seit 16.00 Uhr, kaum daß ich die Tür hinter der zweitbesten Ehefrau von allen, welche von nun an wie jedes Jahr zu dieser Zeit einige Tage aushäusig weilt, befindet sich die Strohwitwerfahne wieder an ihrem vorgesehenen Platz. Nun habe ich bis Sonntag, eigentlich eher Montag, aber da muß ich wieder arbeiten, die Gelegenheit, hier wieder aus-, ein-, um-, weg- und sonstige Dinge zu tun, welche mit -zuräumen enden. Und abends, nachdem ich vollkommen geschafft mein Das-mag-sie-nicht-Essen zubereitet habe, laufen hier Männerkulturfilme. Also all die schönen Dinge mit Zombies, Schießgeräten, Raumschiffen und ähnlichem Kram von Unterhaltungswert. Und zwar in angemessener Lautstärke, nicht im Flüstermodus.




Meine Planung wurde allerdings schon etwas sabotiert, da der heutige Aufbruch später als vermutet begann und ich morgen nochmal trotz Urlaubes ins Büro muß. Bleiben mir also nur Donnerstag bis Sonntag.

Passt schon.

Frau Kleinhüppgenreuther hat die letzten Reste der Taschenumverteilung von unserem Flur in Richtung Balduins Laderaum mitbekommen, da der Hund dummerweise aber auch ausgerechnet jetzt und in diesem Augenblick seinen Spaziergang benötigte. Wenn sie in den nächsten Tagen feststellt, daß meine Angetraute und der Wagen verdächtig lange nicht vor Ort sind, bin ich über die ersten Gerüchte hinsichtlich des dauerhaften Auszugs meiner Angetrauten gespannt. Die Anzahl der mitgenommenen Taschen würde einen solchen Verdacht durchaus zulassen. Sportkleidung und Zusatzausrüstung für mehrere Tage beanspruchen nun mal Volumen.

Noch Minuten später war über die halbe Straßenlänge zu vernehmen, wie Frau Kleinhüppgenreuther den Hund lautstark immer und immer wieder maßregelte. Er war wohl wieder auf unerlaubten Pfaden unterwegs.

Schon vorher bemerkte ich am Rande der Ladearbeiten, wie eine Katzenpfote den Weg aus unserem Flur in Richtung Treppenhaus nahm. Verbotener Weise! In einem leisen aber doch warnenden Tonfall erwähnte den Namen eines gewissen Katers. Noch nicht mal meine in der Nähe stehende Angetraute verstand, was ich sagte.

Zack, schon war die Pfote wieder da, wo sie sein darf. Und das für die komplette restliche Zeit, bis die Tür wieder geschlossen werden konnte.

Und das ist der Unterschied.



Kommentare:

  1. Die Strohwitwerfahne da oben... ist die wenigstens frisch gewaschen? ;D

    Angemessene Lautstärke?! Oh, ich bin neidisch. Ganz ehrlich. Ich würde so, so, soooo gerne mal wieder Slipknot in angemessener Lautstärke hören und Disturbed reinknallen. Aber mach das mal, bei diesen papierdünnen Wänden. Deprimierend ist das. Die Anlage lebt hier völlig unter ihren Möglichkeiten. Eigentlich vegetiert sie nur dahin. *seufz* Aber da ändern ein paar Strohwitwentage auch nix dran. Hilft nur... na egal. ;)



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    1. Hallo, ich bin kein Teenager mehr und muß jetzt mit dieser Socke an der Wohnzimmerlampe leben. Selbstverständlich ist die gewaschen. Na ja, zweimal getragen ist ja noch fast wie frisch gewaschen. :-D

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  2. sie wäre aber nicht heimlich abgereist, oder? ich meine, ohne den Nachbarn Gelegenheit zu geben, alles intensiv zur Kenntnis zu nehmen. Das mit dem Hund ist ne gute Idee, so unauffällig. Unsere Nachbarin musste damals bei unserem Einzug stundenlang eine Bratpfanne im Garten auswischen. Bei minus 15 Grad.

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    1. Wie könnt ihr auch nur um Winter da einziehen? Im Sommer könnte man wenigstens Unkraut jäten oder Fenster putzen. Nein, das war nicht gut für den ersten Eindruck.

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  3. Nun ist das Rätsel auch schon gelöst. Ich fragte mich, aus was die Fahne wohl bestehen mag. Meine Fantasie hatte mir schon üble Streiche gespielt, aber nachdem es sich "nur" um eine Socke handelt, bin ich wieder einigermaßen beruhigt! ;-) Viel Spaß beim "Strohwitwersein" H.

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    1. Ach so, du meinst, es könnte auch eine Unterhose gewesen sein. Ich verstehe.

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    2. Du hast meine finstersten Gedanken erraten! :-)

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