Mittwoch, 22. Oktober 2014

Das ging aber schnell

Im Moment absolviert eine unserer Azubienen aus Bad Husten bei uns ein Praktikum. So etwas findet regelmäßig statt, um unseren jungen Nachwuchs aus der kuscheligen Atmosphäre der Ausbildung in der Hauptverwaltung zu reißen und mit den Realitäten des Lebens zu konfrontieren. Gar nicht so verkehrt.

Während Nadja bei uns mir im Raum die durch Mandys Abwesenheit bedingte temporäre Umverteilung aller anfallenden Arbeiten für alle Anwesenden organisierte, erzählte sie mir von ihren ersten Eindrücken.

„Weißt du, in den ersten beiden Tagen waren Karla und ich ja doch ziemlich schweigsam zu unserer Auszubildenden, aber dann konnte ich mich nicht mehr zurückhalten.“

„Was war denn los?“

„Ich habe ihr gesagt, daß wir nicht so ruhig waren, weil wir sie nicht leiden können, sondern weil man uns verboten hat, was Schlechtes über unsere Außenstelle zu erzählen. Und was Gutes fällt mir nicht ein.“

„So so.“

„Ja, aber dann habe ich es nicht mehr ausgehalten. Außerdem ist die ja nicht doof und bekommt doch mit, was bei uns los ist.“

„Vermutlich. Und was sagte sie?“

„Sie meinte, daß Dr. Strebsinger wohl auch etwas seltsam zu sein scheint.“

Respekt! Wenn das jemand, der seit Jahrzehnten mit immer wieder anderen Außenstellenleitern und Menschen in vergleichbaren Positionen zu hat, nach zwei Tagen merkt, halte ich das für durchaus begründbar.

Aber eine Auszubildende, die bislang nur maximal zwei von der Sorte kennengelernt haben sollte?

Es würde mich jetzt ja schon brennend interessieren, was Dr. Strebsinger da wieder angestellt hat.




Kommentare:

  1. Manchmal durchschaut man etwas sofort, oder lange nicht, vielleicht gar nicht.
    Doch es wäre schon interessant zu wissen, was der Doktor sich da für einen Fauxpas
    erlaubt hat. Ach Neugier ist doch was Schönes......hoffentlich wird sie auch mal befriedigt.
    Schönen Abend für dich und deine zweitbeste Ehefrau von allen.
    Sadie

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  2. Mich allerdings auch..und zwar sehr... Man sieht ..Azubis sind nicht dumm. Die haben oft mehr Durchblick als die langjährigen Angestellten.

    Gruß vonner Grete

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