Donnerstag, 18. September 2014

Gedöns

Bilde ich es mir ein, oder erzählt ganz Klein-Bloggersdorf von Spinnen, die gerade ins Haus kommen? Blöd, da kann ich nicht mit Dramatik aufwarten. Natürlich könnte ich von der daumennagelgroßen Spinne erzählen, die seit ein paar Tagen im Büro unter der Decke wohnt. Genau über dem Gang in Richtung Teeküche. Sie hat sich vor meinen Augen noch nie bewegt, aber leben wird sie wohl, denn sie ändert ihre Position von Tag zu Tag. Ich weiß noch nicht mal, ob die einschlägig bekannte Kolleginsie schon gesehen hat. Schreie sind jedenfalls noch nicht an mein Ohr gedrungen. 

Ich habe doch gesagt, daß es nicht dramatisch wird.

Das zweite Thema, welches sich gerade ausbreitet, sind die aktuellen Einschulungen der Kinder sowie Erinnerungen an die eigene Einschulung. Da kann ich auch nicht viel mitreden. Eigene Kinder habe ich nicht, Kontakt zu Verwandten mit passenden Kindern besteht meinerseits auch nicht, und ansonsten kenne ich keine Kinder näher, die schulpflichtig werden oder gerade geworden sind.

Und die eigene Einschulung? Dieses einschneidende Ereignis ist nun auch schon mehr als ein halbes Leben her. Elvis lebte noch, aber Harrison Schmitt hatte den Mond schon längst verlassen. Irgendwann dazwischen geschah es dann. Der Tag der Einschulung scheint jedenfalls nicht besonders spektakulär gewesen zu sein. Ich erinnere mich nur noch daran, daß die meisten anderen Kinder ihre Schultüten mit in das Klassenzimmer genommen zu haben, während ich  meine erst später erhielt. Das fand ich ausnehmend doof.  Im Klassenzimmer saß ich in der letzten Reihe, am Tisch ganz links, aber an dessen rechter Hälfte. Und sonst? Feierlichkeiten zu Hause oder in der Schule? Jubel, Trubel, Heiterkeit? Verwandte zu Besuch? Alles aus dem Gedächtnis verschwunden.


Ich muß mich da mal bei meinen Eltern erkundigen.




Kommentare:

  1. Hallo Paterfelis, also Spinnen sind nicht gerade meine Lieblingstiere, wie kann man es
    nur aushalten, diese tagelang nicht zu entfernen? Da würde ich doch einen netten, umgänglichen, charmanten Kollegen bitten, dieser den Garaus zu machen.
    Vieleicht hat dein Gehirn einen automatischen Schutzmechanismus entwickelt, wer weiß. was du alles ausgeheckt hast - bitte nachfragen !!!!
    Lg und einen ruhigen Abend.
    Sadie

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    1. Zu Hause hat so ein Spinnengetier auch nur eine Überlebenszeit von wenigen Augenblicken nach der ersten Sichtung, wenn es sich nicht absolut raffiniert anstellt und geschickt versteckt. Im Büro ist mir das tatsächlich weitgehend egal, sofern eine gewisse Größe nicht überschritten wird. Und sie sich nicht in MEINEM Zimmer aufhält.

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  2. Bei uns ist auch die Gang für das beseitigen der gefährlichen Krabbeltierchen zuständig...

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    1. Bei uns würden sich die Krabbeltierchen über die Versuche der Bande eher kaputtlachen. Könnte somit aber zum gleichen Ergebnis führen. ;-)

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  3. Ich entsorge die Tiere immer nach draußen. Egal welche Größe.
    Und erster Schultag, an meinen ersten Schultag kann ich mich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erinnern. Wie ich in der Aula saß und die Klassen verteilt wurden. Danach ist jede Erinnerung gelöscht. Ich war nur noch am heulen, weil ich -nach Aussage meiner Schwester den schlimmsten Lehrer der Schule bekam, was sich auch bewahrheitete. Ob wir noch mit oder ohne Schultüte ins Klassenzimmer gegangen sind, weiß ich nicht.
    Aber, wenn man Kinder hat ist das eine große Sache.
    Das ist wohl ein Teil des Abnabelungsprozesses und das ist immer - insbesondere für Mütter- ein riesen Ding.

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    1. Ein kleiner Schritt für das Kind, aber ein großer Schritt für die Mutter. ;-)

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  4. Spinne im Gang Richtung Teeküche? Da bliebe eigentlich nur noch die Kündigung.... also, die eigene, nicht die der Spinne....

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    1. Nicht so schlimm. Es gibt noch andere Etagen mit Teeküchen.

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  5. Ich habe einmal kurz vor dem Winter aus dem Keller unseres damaligen Altbaus sämtliche Spinnen nach draußen befördert. Zur Strafe hatte ich dann eine Kellerasselplage - alles schwarz in den Ecken vor lauter Getier! Igitt! Im nächsten Winter habe ich dann den Spinnen wieder ihr Winterquartier bei mir im Keller gegönnt - fast freiwillig!

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    1. Positiv sehen. Irgendwie. Mit aller Gewalt.

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