Samstag, 27. September 2014

Der Zorn des Achilles

Wäre es nicht naheliegend, mal etwas Radikales zu versuchen, nachdem man festgestellt hat, daß das Hergebrachte nicht funktioniert und schwache Versuche einer Änderung ebenfalls gescheitert sind?

Natürlich geht es wieder um die Arbeitssituation im Büro. Nach wie vor ist alles vor die Wand gefahren.

Auch wir wurden nach Ideen gefragt, wie dem Umstand beizukommen wäre. Aber alle Lösungen mussten im konventionellen Rahmen bleiben, bloß keine Veränderungen im Arbeitsablauf.

Mir kamen ebenfalls meine Gedanken, damals wie heute. Die Ideen werden abgeblockt. Mir wird verboten, bestimmte Teile davon Dr. Strebsinger auch nur weiterzugeben. Und zwar nicht, weil die Idee als solche für ungeeignet gehalten wird, sondern weil man sie als Angriff gegen die eigene Person interpretiert.

Das nennt man unter dem Strich den Dienstweg einhalten. Eine Umgehung des Dienstweges kann zu nachhaltigem Ärger führen. Dazu habe ich aktuell keine Lust. In letzter Zeit habe ich mich zu einigen Dingen in bester Absicht auch für andere weit aus dem Fenster gelehnt und bin dort von allen Seiten hängen gelassen worden. Das Thema ist für mich also erst mal durch. (Jetzt heißt es: jeder für sich, Gott gegen alle.)

Die Teile, mit denen ich einst mal zu Dr. Strebsinger vorgedrungen bin, wurden als Versuch nur halbherzig und nicht so wie vorgesehen umgesetzt. Dies und einige unglückliche äußere Begleitumstände führten vor einem Jahr zum Scheitern.

Soweit ich sehe, gäbe es einen weiteren Lösungsansatz, bei dem sogar bestehende Hierarchien eingehalten werden. Denn die sind tatsächlich nicht so ohne weiteres antastbar. Soviel Einsicht habe ich noch.

Aber Eitelkeiten, mangelndes Verständnis, wenig Mut zum Risiko und das Sichern von Pfründen blockieren alles. Revolutionen im öffentlichen Dienst? Bloß das nicht. Und schon gar nicht auf lokaler Ebene.

Wie soll sich durch bloßes Verharren im alten Trott denn wohl eine Aufbruchstimmung einstellen können?

Es ist nur noch frustrierend.


PS: Ja, der Titel dieses Eintrages drückt durchaus eine gewisse Arroganz meinerseits aus. Aber es beschreibt am besten, wie ich mich gerade fühle. Ich stehe dazu. Obwohl ich durchaus nicht der Ansicht bin, daß mit mir alles steht und fällt. Auch räume ich gerne ein, daß die Herleitung des Vergleiches vielleicht ein wenig hinkt. Nur mal so am Rande bemerkt.




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