Donnerstag, 31. Juli 2014

Rekorde

In meinem Beruf kommt es zwangsläufig dazu, daß ich etwas mehr Einblick in die Privatsphäre meiner Kunden nehmen kann. Oder muß, je nachdem, wie man es sehen will. Mein persönliches Interesse daran ist eher mäßig ausgeprägt.

Dennoch fallen bestimmte Dinge einfach  immer wieder auf. So merke ich mir, genau wie meine Kollegen auch, persönliche Rekordmarken.

Kinder sind da stets ein beliebtes Thema. Von den verschiedenen irren Namensgebungen ganz abgesehen. So habe ich mal eine türkische Kundin gehabt, die im nachgewiesenen Alter von 60 Jahren noch ein Kind zur Welt gebracht hat. Zumindest, wenn ich den eingereichten, in Deutschland ausgestellten Urkunden Glauben schenken darf. Was bleibt mir auch übrig?

Oder die ehemalige Arbeiterin aus der Kolchose der östlichen Morgenröte – oder war es die Kolchose zum 13. Parteitag der KPdSU, ich kann mich nicht mehr so genau erinnern – die 18 Kinder geboren hat. Alle im Abstand von einem Jahr, mit nur einer Ausnahme. Ansonsten aber immer in den Monaten Juni bis Juli. Jährlich. Ohne Mehrlinge. Das bleibt haften.

Dann war da noch der Dauerstudent, der jetzt im 40. Semester Geschichte und Politik auf Lehramt studiert, ohne bislang auch nur einen Tag gearbeitet zu haben. Wer nimmt denn den noch als Lehrer? Und wovon lebt der?

Heute aber gab es auch da einen neuen Rekord. Wieder ein Langzeitstudent. Er befindet sich mit seinem BWL-Vollzeitstudium um 51. (!) amtlich bestätigten Semester.

Ich schließe diesen kurzen Text mit den abschließenden Worten aus einer früheren Comic-Reihe:

Unglaublich? Aber so steht es geschrieben.



PS: Na, wer weiß, um welche Comic-Reihe es sich handelt?




Mittwoch, 30. Juli 2014

Die technische Lösung

Die Maschinerie im LASA begann gerade erst an Fahrt zu gewinnen. Betriebsmittel und Schmierstoffe hatten ihren Entstehungsprozess noch nicht zum Abschluss gebracht. Alle Fenster waren geöffnet, auf der Straße herrschte noch weitgehend Ruhe. Nur zwei Übernachtungsgäste des nahegelegenen Obdachlosenasyls stritten sich lautstark vor dem Haus. Morgenroutine.

Ein einsamer Güterzug rumpelte vorbei und verschwand hinter dem Bahnhof. Der langgezogene Pfiff eines gerade ausfahrenden Zuges riss nun auch den letzten Kollegen aus seinem Halbschlaf in die Wirklichkeit. Wie so oft meinten Reisende, die Gleise oberirdisch und unter Auslassung jeglicher Bahnübergänge überqueren zu müssen. Dreckspack.

Nadja kam zu uns ins Zimmer, um sich an der hier seit neuestem aufgestellten Kaffeemaschine zu bedienen. Ich habe damit nichts zu tun, ich bleibe meiner Teemaschine treu.

„Du, Paterfelis, warum läuft dein R2-D2 denn schon? Es ist doch noch früh.“

R2-D2 ist mein privatpersönlicher, vor vielen Jahren bei meinem Feinkosthändler erworbener Towerventilator. Zuvor hatte ich einen klassischen Korbventilator, bin aber der Meinung, daß der von R2-D2 erzeugte Luftstrom angenehmer ist. Nun hat sich Frl. Hasenclever mein Altgerät geschnappt und nutzt es für sich. Es sei ihr gegönnt, sie hat das zweitwärmste Zimmer auf unserer Etage. Unmittelbar nach unserem Büro.

„Nadja, das ist einfache Physik. Hier stehen ja nun sämtliche Fenster offen.“

„Und?“

„Von draußen wird gleich Wärme und stickige Luft von der Straße reinkommen. Autoabgase.“

„Und?“

„R2-D2 soll mit seinem Gebläse so viel Gegendruck aufbauen, daß von draußen keine Luft durch die neun hier im Raum geöffneten Fenster reinkommt.“

„Aha. Und deswegen schwenkt er auch?!“

„Genau, damit er sämtliche Öffnungen erwischt.“

„Schaffte der Kleine das denn?“

„Aber bestimmt, das ist doch ein Qualitätsprodukt vom Feinkosthändler. Dann mache ich die Sturmschaltung an.“

Wieso werde ich eigentlich von meiner Umgebung immer so mitleidig angesehen, wenn ich über mal wirklich sinnvolle Einsatzmöglichkeiten moderner Technik referiere?

„Paterfelis?“

„Ja?“

„Wäre es nicht zielführender, die Fenster einfach zu schließen, wenn es an der Zeit ist?“

Häh? Obwohl eine nahezu geniale technische Lösung vorliegt? Wie langweilig ist das denn?




Dienstag, 29. Juli 2014

Wir haben keine Probleme, die wir nicht ignorieren könnten

Aus gegebenem Anlass heute nur eine aktuelle Kurzfassung der Zitate des Tages:


„Du, Paterfelis. Bei mir wird gerade der Drucker getauscht, deswegen komme ich mit Frageakten.“

(ein halbes Dutzend Kollegen im Laufe des Vormittages)


***


„Ich kann nicht drucken.“

(unzählige Kollegen nach Installation der jeweiligen neuen Drucker)


***


„Nein,  ich lasse es nicht drinnen. Wenn ich es nicht rauslasse, fliegen hier Dinge durch die Gegend.“

(ein hier namentlich nicht genannter Seniorsachbearbeiter in wirklich nur etwas, ja geradezu geringfügig, eher kaum wahrnehmbar überzogen lautem Tonfall zu Frl. Hasenclever und Dr. Strebsinger)


***


 „Mir ist die Scheiße hier egal, ich gehe jetzt nach Hause.“

(wie zuvor)


***


„Du bist mein Held.“

(Kollegen nach dem Rückzug der FührungsKräfte)


***


„Haben wir zu Hause noch Chips?“

(der Seniorsachbearbeiter zu seiner Frau Gemahlin, als er auf kollegialem Anraten hin von ihr abgeholt wurde)


***


Beim nächsten Austausch von noch funktionierender Hardware werde ich mich mit Waffengewalt zur Wehr setzen. Nur um das jetzt mal eindeutig klarzustellen.



Montag, 28. Juli 2014

Wer trägt schon rosa Hemden?

Dr. Strebsinger hatte auf dem Weg in seinen Urlaub einen Unfall. Einen Auffahrunfall, um genau zu sein. Ähnlich wie meiner damals. Allerdings erwischte es ihn schon etwas heftiger; er fiel für mehrere Wochen, ja fast schon Monate mit einem Krankenhausaufenthalt und anschließender medizinischer Rehabilitation aus.

Nun war der gute Dr. Strebsinger wieder vor Ort und meldete sich bei uns zurück. Ich hatte gerade was beim Ökoklaus zu tun, als er dort ebenfalls erschien. Eine noch rot leuchtende Narbe zierte seine Stirn. Nadja erkundigte sich voller Anteilnahme nach dem Befinden und bekam auch prompt Antwort:

„Ist soweit wieder in Ordnung. Etwas Physiotherapie ist noch von Nöten, aber sonst geht es.“

Und weiter, als kleiner Hinweis auf seine gut sichtbare Restverletzung auf der Stirn: „Außerdem sollen Männer mit Narben ja interessant sein.“

Ich kenne das ja eigentlich nur von Männern mit grauen Schläfen, aber wenn ich mir Dr. Strebsinger so ansehe, hat er in dieser Richtung bald nicht mehr übertrieben viele Chancen.

„Och, ich weiß ja nicht.“ meinte Nadja.

Dr. Strebsinger wandte sich mit fragendem Blick dem Ökoklaus zu. Der mimte direkt blankes Entsetzen.

„Oh nein, mich dürfen Sie da nicht fragen. Ich trage auch keine rosa Hemden*).“


Würde im Zusammenhang mit seiner Cargo-Hose auch albern aussehen.




*) Oh oh, die Alternativen haben es wohl nicht mehr so mit der politischen Korrektheit.





Samstag, 26. Juli 2014

Ludwig in Nöten

Ich hatte es mir an meinem Schreibtisch mehr oder weniger gemütlich gemacht und das linke Bein zum Zwecke der ärztlich weiterhin geratenen Schonung auf zwei Kartons Druckerpapier abgelegt. Richtig bequem war das eher nicht und stört schon bei der Arbeit, aber es mußte eben halt noch sein. Da erreichte mich ein Notruf von Ludwig.

„Chef?“

„Hmm?“

„Könnten Sie sich bitte ihre blaue Blinkleuchte auf den Kopf schnallen und schnellstens zu mir rüberkommen? Hier ist ein Notfall eingetreten.“

„So lange ich nicht noch Tatütata brüllen muß... Was hast du angestellt?“

„Nichts. Das MIST spinnt.“

Das wäre ja nicht so ungewöhnlich. Langsam setzte ich meinen linken Fuß in der Nähe des rechten auf den Boden auf und erhob mich. Auf die blaue Warnlampe habe ich unter Berücksichtigung der kurzen Strecke einmal um meinen Schreibtisch herum verzichtet. Ludwigs Tisch steht genau, also quasi Kopf an Kopf, gegenüber von meinem, da wird wohl niemand im Weg herumstehen, wenn ich angelaufen komme.

„Was ist denn nun?“

„Ich kann mich nicht mehr entsperren. Habe ich jetzt mehrmals versucht.“

„Ist der Zehnerblock aktiviert?“

„Japp.“

„Groß- und Kleinschreibung ok?“

„Japp.“

„Dann mache es nochmal.“

Ludwigs Finger flogen über die Tasten, als er sein Passwort eingab, und…

„Oh, jetzt hat es geklappt. Dabei habe ich alles so gemacht wie vorhin auch.“

„Ludwig, das liegt an meiner magischen Aura.“

„???“

„Ja. Es kommt nämlich häufiger vor, daß ich zu Kollegen an den PC gerufen werde, weil etwas mit dem MIST nicht funktioniert. Dann stelle ich mich dazu, die Kollegen versuchen es nochmal und schwupp, schon klappt es. Da sie immer alles genau so gemacht haben wie vorher auch, kann es ja nur an meiner Aura liegen. Das MIST reagiert da drauf.“

„Boah, Chef, wie gut daß ich hier gelandet bin, wo die Menschen Humor haben.“

Irgendwie fühle ich mich gerade nicht ernst genommen.




Freitag, 25. Juli 2014

Couching mit Lilly

Nach getaner Arbeit herrlich ausruhen. Es gab da ja mal vor einer halben Ewigkeit so einen Werbespruch. Wo ruht man sich idealerweise aus? Richtig, auf dem Sofa.

Kaum mache ich es mir auf unserem als Monster titulierten Sofa gemütlich, kommt Lilly angerannt. Ihre kastrationsbedingt erschlaffte Bauchdecke wabbelt dabei wild hin und her. Das sieht - ganz profran gesagt - ziemlich doof aus. Bei dem Rest unserer Katzenbande war und ist das nicht so ausgeprägt vorhanden. Macht nichts, sie ist trotzdem eine Hübsche.

Aus vollem Galopp folgt nun ein gewaltiger Satz in meine Richtung. Gute vier Kilogramm Lebendgewicht an Katze landen auf meinem Oberbauch und bleiben da stehen. Der Kopf des Fellbündels findet meine linke Hand und rammt sich da aufgeregt rein. Und wenn die Hand doch mal nicht in entsprechend geeigneter Position hängt, liegt oder mit anderen Dingen (z. B. mit Schreibarbeiten auf dem Laptop) beschäftigt ist, dann tut es auch der linke Unterarm. Lillys Schwanz steht senkrecht nach oben und zittert aufgeregt.

Ich hebe den linken Arm etwas an, streiche ihr kurz über Kopf und Rücken. Rumms - schon lässt sie sich zwischen mir und der Sofarückwand fallen und richtet sich gemütlich ein.

Aber die Zeit der Untätigkeit ist vorbei. Zumindest für mich.


Erst mal auf Papas Hand rollen - prima.
 

Den Bauch krabbeln lassen - super

 
Papa vom Sofa drängen - hat nicht so ganz geklappt



Von Papa den Rücken wärmen lassen - hach



Einfach mal nichts tun - joa, ist in Ordnung



Will ich das wirklich?



Ja, ich will - den Papa nie wieder hergeben



Zum Abschluss nochmal den Bauch krabbeln lassen - *seufz*



Es soll ja keiner sagen, daß ich hier einfach nur auf dem Sofa herumliege und faulenze. Und die Kleine? Die würde das stundenlang durchhalten.




Donnerstag, 24. Juli 2014

Paterfelis spielt - Warhammer und vieles andere (3)

Zum Start der Kampagne veranstaltete ich ein großes Treffen in unserer Wohnung, damit die Spieler sich auch mal persönlich kennenlernen konnten. Natürlich war ich entsprechend nervös, denn solche Treffen können durchaus für den Ausbruch von Panikattacken sorgen. Dies hat sich niemals gelegt, auch nicht, als wir schon seit einigen Jahren spielten und wir uns somit auch persönlich besser kannten.

Die Kampagne wurde ein voller Erfolg, Michael allerdings zog sich schnell daraus zurück. Es war nicht sein Spiel. Nebenbei begannen auch unsere ersten richtigenWarhammerspiele, also die mit 2.000 und mehr Punkten. In meinem zweiten Spiel stieß ich an einen ausgebufften Turnierspieler. Auch er neigte weniger dazu, mir mehr als nötig zu erklären und nahm mich gnadenlos auseinander. Meine Meinung von Turnierspielern prägte sich so langsam.

Gelegentlich trafen auch Michael und ich uns jeweils mit unseren Frauen, die sich hervorragend miteinander verstanden. Alle Verabredungen und Organisationen im Rahmen unserer Spiele liefen weiter über Michaels Forum. Noch.

Ich mag es nicht, von anderen abhängig zu sein. Egal in welcher Beziehung. Insbesondere, wenn derjenige, von dem man abhängig ist, nicht mehr an dem gemeinsamen Projekt interessiert zu sein scheint. Alternativen boten sich mir nicht, ich hatte viel zu viel Respekt vor dem vermeintlichen technischen Aufwand, der sich mir bei der Einrichtung eines eigenen Forums aufdrängen würde.

Über Michael lernte ich – rein virtuell – noch einige andere Leute kennen und kam in Kontakt. Einer dieser Personen betrieb eine eigene Homepage zum Thema Fantasy. Ich begann, als Autor Texte für diese Homepage in einer Art Lexikon zu den Hintergründen verschiedener Fantasywelten zu schreiben. Irgendwann bekam ich die Idee, die Mortheim-Kampagne, welche ja auch in einer entsprechenden Welt angesiedelt war, doch über diese Homepage abwickeln zu können. Von Michael kam in dieser Richtung nicht mehr viel.

Meine Anfrage wurde abgelehnt, was ich sehr schade aber auch von der mir mitgeteilten Begründung her nachvollziehbar fand. Michael bekam nur wenig später Wind von der Sache, fühlte sich hintergangen und kündigte mir alles, was uns verbunden hat. Das war nicht mehr so viel, denn unsere unterschiedlichen Ausrichtungen – er, der siegorientierte Turnierspieler ohne Sinn für Ausschmückungen und Hintergründe, und ich der so genannte Fluffspieler, der gerne auch mal Truppenauswahlen spielt, die eher ineffizient sind, aber Atmosphäre ausmachen – passten auf Dauer nicht zueinander.

Nachdem er mir den Zugang zu seinem Forum gesperrt hatte, richtete ich eine Yahoo!-Group ein, um zumindest eine neue Anlaufbasis für meine Aktivitäten zu haben, und schrieb die Spieler an, von denen ich annehmen konnte, daß ich mit ihnen persönlich zurecht käme. Es kam zu einem kleinen Exodus aus Michaels Forum, denn mehr als die Hälfte der Spieler zog in meine Yahoo!-Group um, ein Teil blieb bei ihm und ein weiterer Teil fuhr zweigleisig weiter, was für mich kein Problem sein sollte.

Die Technik der Yahoo!-Group war auf Dauer wenig für unsere Bedürfnisse geeignet. Schließlich wurde ich darauf aufmerksam gemacht, daß es Anbieter von Online-Foren gab, welche diese kostenlos werbefinanziert zur Verfügung stellten und deren Bedienung für den Administrator sehr einfach sein sollte. Ich beschaffte mir ein solches Forum, arbeitete mich in die Materie ein und ließ meine Spieler danach umziehen. Alles lief perfekt.


(wird in loser Folge fortgesetzt)




Mittwoch, 23. Juli 2014

Die Suppe der Erkenntnis

Ich schleppte meinen hitze-, schwüle- und bettruhebedingt geschundenen Körper in unserer LASA-Außenstelle in Richtung Indien. Auf dem Gang standen sie wieder: Rebecca und Nadja, die ollen Quasselstrippen. Rebecca hat den formellen Teil ihrer Hochzeit zwischenzeitlich hinter sich gebracht - und damit auch die erste der beiden Familienfeiern. Der Showteil wird nach meinen Informationen noch in der Ferne folgen. Zeitlich und räumlich betrachtet.

Nadja sah zu mir rüber und fixierte mich leicht grinsend mit ihren Blicken.

„Na, du hast ja wohl keinen Grund, hier so leidend aus der Wäsche zu gucken. Immerhin hast du jetzt mit drei Tagen Unterbrechung fast neun Wochen am Stück gefehlt. Wir aber mussten hier den Irrsinn aushalten.“

Ja, da hat sie wohl Recht. Vor meiner Erkrankung hatte ich ja noch drei Wochen Urlaub. Aber den Rest  konnte ich  nicht so stehen lassen. Vor allen Dingen, nachdem Rebecca auch noch anfing, in das gleiche Horn zu tuten. Nicht mit mir!

„Hört mal zu, ihr Lieben. Stellt euch mal vor, ihr würdet jeden Tag eine ekelige Suppe essen. Wochenlang immer wieder die gleiche ekelige Suppe. Ihr würdet es gar nicht mehr registrieren, weil ihr euch an den ekeligen Geschmack gewöhnt habt. Und dann bekämt ihr ein paar Wochen lang die erlesensten Speisen vorgesetzt. Bis zu dem schrecklichen Zeitpunkt, an dem es wieder die ekelige Suppe gibt. Was meint ihr, wie furchtbar die dann schmeckt? Denkt mal darüber nach, wie ich mich jetzt fühlen muß, nachdem es auch für mich wieder die Suppe gibt.“

Es dauert ein wenig, der Groschen fiel pfennigweise. Aber dann sah ich die Erkenntnis in ihnen. Also echt jetzt, keiner leidet hier gefälligst schlimmer als ich.

Wäre ja auch noch schöner.




Dienstag, 22. Juli 2014

Kann nicht sein

Nein, dies wird kein Eintrag, in dem ich wieder über das Wetter meckere. Echt nicht. Obwohl es Gründe genug gäbe. Nicht nur, daß ich aufgrund meiner umständehalber momentan gegen Null tendierenden Kondition schon ein kleines Problem habe, vom Büro bis zum Bahnhof zu latschen und auch noch die beiden ewig kaputten Rolltreppen auf der Strecke im fußläufigen Normalbetrieb nehmen muß, macht mir das Wetter dermaßen zu schaffen, daß ich echte GeradeauslaufKreislaufprobleme habe, sobald ich am Bahnsteig angekommen bin.

Während ich so vor mich hinvegetierend auf den Zug warte, fallen mir andere Reisende auf. Die haben doch tatsächlich Jacken an. Bei diesem Wetter. Was ich akzeptieren würde, wären sie die armen Schweine, welche sich der in bestimmten Kreisen vorherrschenden irrwitzigen gesellschaftlichen Konvention beugen müssen, nach der man nur dann zu seriösem Handeln befähigt ist, wenn man mit Sakko und Krawatte aufmarschiert. Nicht, daß ich dabei Sympathisant wäre. Nur mal so zur Klarstellung.

Ein Sakkoträger befindet sich aber nicht unter den Jackenträgern.

Von rüstigen, lebensälteren Rentnern, wegen meiner auch Pensionären, Ruheständlern oder Privatiers, ich will niemandem zu nahe treten, kennt man das ja noch. Unter diese Kategorie fällt aber nur ein Reisender. Der ist also entschuldigt.

Eine weitere elementare Gruppe sind jene Männer, welche unter dem bekannten Problem leiden, keine Tasche mitschleppen zu wollen und deswegen zum Unterbringen ihrer diversen Habseligkeiten auf ihre mobilen Wohnräume, also ihre Jacken, angewiesen sind. Doch auch von dieser Sorte gab es nur eine einzelne Sichtung. Bevor jemand fragt: Ich hatte eine Tasche dabei, was daran lag, daß sich große Wasserflaschen tendentiell nur schlecht in Jackentaschen unterbringen lassen.

Die restlichen Bejackten sind Angehörige beiderlei Geschlechts mit weitgefächerter Altersstruktur, welche auch über externe mobile Lagerbehälter in Form von Rucksäcken, Handtaschen und Jutebeutel verfügen. Unentschuldbar. Ich finde einfach keine Ausrede dafür.

Während ich da also fast im Stehen krepiere, mir das Wasser an allen möglich Orten buchstäblich runterläuft und meine Füße in ihren Schuhen kochen, tragen diese Menschen  J A C K E N. Ohne Not und Zwang.

Eine der Damen unter den Jackenträgern besteigt auch den zwischenzeitlich eingefahrenen, durchaus nicht übertrieben und damit angenehm klimatisierten Zug, welcher aufgrund erforderlicher Wende eine längere Aufenthaltszeit haben würde. Sie setzt sich hin, nur um nach einer halben Minute wieder nach draußen in die pralle Sonne zu gehen. Mit ihrer Jacke am Leib! Erst kurz vor Abfahrt steigt sie wieder ein und setzt sich auf den Platz, den sie zuvor ausprobiert hatte.

Die zweitbeste Ehefrau von allen trägt mir nach meiner Statusmeldung per mobiltelefonischer Kurzmitteilung an, ich möge bitte in mich gehen und prüfen, ob ich aufgrund eines bald anstehenden Hitzschlages eventuell an Halluzinationen leiden würde. Diese Vermutung kann ich in Bezug auf die Halluzinationen aber rundweg verneinen.

Lediglich die Sache mit dem Hitzschlag verdient nähere Betrachtung…




Montag, 21. Juli 2014

Mangelnder Durchblick


Büro. Ruhe. Frieden. Arbeiten. Wie immer.

Irgendein Fleck schob sich in mein Blickfeld. Ich nahm die Brille ab und hielt sie gegen das Licht.

„Interessiert es hier jemanden, daß meine Brille dreckig ist?“

„Ja, echt jetzt?“

„Boaaaah, das wollte ich schon immer wissen.“

„Bin förmlich begeistert.“

Heuchler. Alles Heuchler.




Sonntag, 20. Juli 2014

Paterfelis spielt - Warhammer und vieles andere (2)

Tatsächlich konnte ich mich überwinden und bin auch zu unserer Verabredung in Michaels Wohnung erschienen. Für mich war das schon eine überaus beachtenswerte Leistung. Aber ich gehöre zu jenen Menschen, die dazu neigen, Zusagen einzuhalten. Die Erkenntnis, daß ich die Organisation von Spielterminen über Online-Foren locker treffen konnte und diese dann, wenn auch nicht immer leichten Herzens, einhalten würde, machte mir das, was sich später noch ergeben sollte, überhaupt erst möglich.

Michael erwies sich als durchaus sympathischer Kerl, ebenso seine bei ihm lebende Freundin, welche zufällig auch noch Sekretärin in dem Unternehmen unseres damaligen Vermieters war. Die Welt im Neustädter Ländchen kann schon klein sein. Unser erstes Spiel allerdings habe ich in der Nachschau in sehr zwiespältiger Erinnerung. Mir wurden einige Dinge erklärt, einiges hatte ich mir ja auch schon zuvor angelesen, aber Warhammer zu spielen lernt man am besten in der Praxis. Ohne mich jetzt zuviel in Details zu verlieren möchte ich nur erwähnen, daß Michael eine harte Strategie fuhr, mich an vielen Stellen auflaufen ließ, mein Nichtwissen gnadenlos ausnutzte und auch einige Regeln zu seinen Gunsten umgebogen hatte. Dies fiel mir aber erst später auf, als ich selbst mit dem Spiel vertrauter war.

Michael war ein siegorientierter Turnierspieler. Es gibt auch andere, ich weiß. Aber ihm ging es wohl nur darum, eine möglichst harte Armeeliste aufzustellen und damit zu siegen. Gelang ihm dies nicht oder – zum Beispiel aufgrund von Regeländerungen – nicht mehr mit seiner Armee, so hatte er kein Problem damit, diese zu verkaufen und sich eine neue anzuschaffen. Eben eine solche, die gerade auf Turnieren oder in den Foren als schlagkräftigste angesagt ist.

In späteren Zeiten, als ich selbst begonnen hatte, Spieler in das Regelwerk einzuführen, bin ich anders vorgegangen. Es macht keinen Sinn, einen Anfänger ins offene Messer laufen zu lassen. Meine Vorgehensweise war, meinen Gegenspieler zwar weitgehend mit kurzen Hinweisen über das Mögliche machen zu lassen, ihn in kritischen Situationen aber konkret darauf anzusprechen, ob das, was er da vorhat, wirklich Sinn macht, habe Optionen aufgezeigt und bin theoretisierend mal durchgegangen, was sich aus seinem unklugen Zug alles ergeben würde. Oder ich habe ihn zwar ins offene Messer laufen lassen, ihn die Folgen zu spüren gegeben und dann alles wieder zurückgenommen, um ihn sich neu entscheiden zu lassen. In derartigen Einführungsspielen geht es nicht um den blanken Sieg.

An dieser Stelle aber machten sich unsere verschiedenen Philosophien schon frühzeitig bemerkbar.

Michael zeigte sich auch an Mortheim interessiert. Er erwähnte, daß er gerade dabei sei, ein Forum für eine noch zu gründende regionale Spielergruppe aufzubauen. Ich war sehr beeindruckt. Ein eigenes Forum. Tolle Sache. So gut kannte ich mich in den Weiten des Internets nicht aus und hatte keine Ahnung, wie wenig kompliziert dies von der technischen Seite gesehen aus ist. Ich wusste, daß Michael beruflich ein IT-Mensch war und wähnte, daß es schon derartige Kenntnisse erforderte, um ein Forum ins Leben zu rufen.

Über seinen Aufruf bekam ich nun auch Kontakt zu anderen Spielern, teilweise Anfänger wie ich, teilweise erfahrene Turnierspieler. Michael und ich beschlossen, neben den Warhammer-Spielen auch eine Mortheim-Kampagne an den Start zu bringen. Dies sollte sich mit meinen Mortheim-Spielern durchaus verbinden lassen. Über eine eigene Homepage könnte man da organisatorisch auch was regeln. Eine eigene Homepage! Natürlich nicht meine, sondern Michaels. Wiederum war ich beeindruckt.

Ich entwarf die Kampagnenregeln, besorgte noch ergänzende Regeln, welche durch den Spielehersteller zur Verfügung gestellt wurden, übersetzte diese ins Deutsche und bereitete alles auf. Schon damals war ich ein Schreibmonster, und Michael zeigte sich schon leicht genervt von den ganzen Aktualisierungen, die ich immer wieder – schon vor Kampagnenstart – erstellte und die er in unseren Datentank einpflegen sollte. Auch ich fand es etwas unbefriedigend, daß ich da selbst keine Hand drauf hatte und immer auf ihn angewiesen war.

In Bezug auf sein Forum gab es unterschiedliche Ansichten darüber, wie die Organisation und Atmosphäre ausfallen sollte. Er war da der eher nüchterne Typ, ich wünschte hingegen einige Bereiche, in denen man sich freier austoben konnte. Mortheim ist ein Spiel, welches auch von seiner rollenspielartigen Atmosphäre lebt. Diese Atmosphäre konnte man gut außerhalb der eigentlichen Spiele weiterpflegen. Wieder zeigten sich unsere unterschiedlichen Philosophien, an die Spiele heranzugehen. Ob dies zu einer gegenseitigen Ergänzung oder aber in den Untergang führt, sollte die Zukunft zeigen.


(wird in loser Folge fortgesetzt)




Samstag, 19. Juli 2014

Noch mehr durchtriebene Gedanken

Es ist nachts. Die zweitbeste Ehefrau von allen und ich sitzen noch im Wohnzimmer. Die Katzenbande hat sich locker um uns herum verteilt. Plötzlich sind Blitze zu sehen, das zugehörige Donnern folgt Sekunden später. Während Lilly und Smilla nur etwas irritiert durch die Gegend schauen, wird Hauskater Marty deutlich unruhiger.

Nachdem auch der Regen eingesetzt hat, huscht er in Richtung Gartenzimmer. Zu unserer Überraschung kommt er aber wenige Minuten später immer noch deutlich eingeschüchtert wieder zurück. Er bewegt sich flink über den Boden, duckt sich dabei aber dermaßen, daß sein Bauch fast den Boden berührt.




„Oh, danke Marty, daß du den Boden fegst.“

Während ich mir die Fliesen so ansehe komme ich nicht um die Erkenntnis herum, daß die auch mal wieder feucht gewischt werden könnten.

„Marty, was würdest du davon halten, wenn ich dir deinen Bauch eben mit einem Lappen ordentlich nass mache? Marty? Marty! Komm sofort zurück!“

Undankbares Gesindel!



PS: Wirklich nur rein zufällig hatte ich vor Kurzem ein klatschnasses Handtuch in der Hand, als Marty gerade schmusebdürftig war. Er hat sein Gesicht immer wieder in das nasse Handtuch versenkt und sich danach in voller Länge wiederholt daran gerieben. Wasserscheu? Nur, wenn das Wasser von oben kommt. Soviel also zu diesem Thema.






Freitag, 18. Juli 2014

Einflüsse

Noch immer kann ich mich ungewöhnlich häufig an meine nächtlichen Träume erinnern. Mir fällt auf, daß es weiterhin ausschließlich um Inhalte geht, die sich mit meiner guten alten Zeit beschäftigen. Natürlich waren die Zeiten auch nicht immer gut, aber man sagt ja so. Die Träume hier nachzuerzählen lohnt nicht, die Handlung als solche gibt nichts her, woraus man einen Blogeintrag machen könnte.

Zuletzt hatte ich eine Serie von Träumen, in der wiederholt eine Frau aus meiner Vergangenheit auftauchte, deren Leben ich über einen Zeitraum von 30 Jahren mal mehr und mal weniger intensiv begleitet habe. Ohne sie wäre mein Leben ab einem bestimmten Punkt vermutlich ganz anders verlaufen. Darüber bin ich ins Grübeln gekommen. In den letzten 20 Jahren hat es, abgesehen natürlich von der zweitbesten Ehefrau von allen, drei Frauen gegeben, zu denen ich engeren Kontakt hatte, deren Einfluss mein Leben verändert hat und dann auch dazu führte, daß ich - ganz wertfrei gesagt - da hinkam, wo ich heute bin.

Meine Bekanntschaft zu der mir wichtigen dieser drei Frauen hat letztendlich, wenn auch nur sehr indirekt, dafür gesorgt, daß ich die zweitbeste Ehefrau von allen kennenlernte.

Die beiden anderen Frauen waren mir eher unwichtig. Ohne eine der Beiden wäre ich aber nicht zum Katzenpapa geworden. Und ohne die andere würde ich heute nicht in der hiesigen Außenstelle des LASA arbeiten und im Neustädter Ländchen wohnen. Ob dies positiv oder negativ zu werten wäre, lasse ich offen.

Was ich sagen will?

Wahrscheinlich nichts. Mir war gerade so danach.




Donnerstag, 17. Juli 2014

Probier mal

Die zweitbeste Ehefrau von allen kam mit einem großen Glas aus der Küche. Dieses war mit einer apfelsinenfarbenen Flüssigkeit gefüllt.

„Ihhh, was setzt sich da denn auf dem Boden ab?“

Mit typisch männlicher Souveränität konnte ich feststellen, daß es sich wohl um die Reste der geschmacks- und inhaltsstoffgebenden Brausetablette handeln würde. Ein nicht ganz unbekanntes Phänomen.

So richtig schien meine Angetraute von der potentiellen Genießbarkeit des Getränkes nicht überzeugt zu sein. Es kam, wie es kommen musste:

„Hier, probier mal.“

Ehemänner kennen das.

Ich setzte das Glas an die Lippen und verkostete weisungsgemäß den Inhalt. Nein, ihr müsst jetzt nicht grinsen, es war wirklich nur ein kleiner Schluck.

„Und?“

„Schmeckt wie eine Mischung aus undefinierbaren Früchten und eingeschlafenen Füßen.“

„Wie schmecken denn eingeschlafene Füße?“

Also echt, das muß man doch wirklich nicht beschreiben, oder?!

Natürlich kribbelnd.




Mittwoch, 16. Juli 2014

...los, ...los, ...los

Seit dem 11. Juni bin ich jetzt lahmgelegt. Das sind fünf Wochen. Die zwei Tage, an denen ich einen Arbeitsversuch unternommen habe, lasse ich jetzt mal außen vor. Zum Sport komme ich auch nicht. Alleine der Gedanke daran ist ärztlicherseits verboten. Rückenschmerzen und zunehmende Konditionslosigkeit machen sich schon bemerkbar.

Natürlich gibt es im Laufe des Jahres immer wieder mal Phasen, in denen ich dem Sporttempel fern bleibe. Aber da bewege ich mich wenigstens noch auf Alltagsniveau. Doch aktuell ist ja noch nicht mal das drin. Eine Runde Einkaufen nach einem Arztbesuch war einer der Höhepunkte der letzten Wochen. Und dann nochmal der Rückweg von einem weiteren Arztbesuch, den ich umständehalber alleine und ohne Auto, also per Bus bewältigen musste. Ansonsten Sofa und Bett, zwischendurch hygieneerhaltende Maßnahmen oder vorübergehend mal auf die Terrasse, das war es.

Lesen klappt hier nicht so konzentriert wie im Krankenhaus. Zuviel Ablenkung. Und das Krankenhausbett war deutlich komfortabler und geeigneter als mein eigenes.

Gestern hatte meine Angetraute mich gebeten, ihr zwei Pakete Katzenstreu ins Gartenzimmer zu bringen. Zwei Mal etwa 10 kg die Treppe runter. Das sollte doch kein Problem sein, mache ich sonst, ohne darüber nachzudenken. Na von wegen, die habe ich jetzt deutlich gespürt.

Der große Mülltag in diesem Monat steht an; drei Sorten werden abgeholt. Hier steht noch einiges herum, was mitgenommen werden soll. Wir haben neue Katzenklos, die alten müssen weg, teilweise auch das alte Streugranulat. So eine – wenn auch durch Verbrauch reduzierte – Füllung hat schon ihr Gewicht. Und der Garten verdient ebenfalls Beachtung, das Unkraut ist in den letzten Wochen ziemlich geschossen. Ich habe mal eine Sichtung von der Terrasse aus vorgenommen, es sollte für  mich kein Problem sein. So langsam muß ja mal wieder Bewegung in die Sache und vor allen Dingen in mich kommen.

Es breitet sich jedoch zunehmend Motivationslosigkeit auf, sinnvolle Dinge zu tun.

Jetzt stelle ich mir vor, wie es wäre, Langzeitarbeitsloser zu sein, sich fallen zu lassen, nur noch vor dem Fernseher abzuhängen und zu versumpfen. Nicht zur Arbeit gehen zu müssen kann ja ganz erfreulich sein. Das ist eine Frage der Persönlichkeit. Und der finanziellen Mittel, ganz zweifelsohne.

Beschäftigungslosigkeit aber ist einfach unerträglich.




Dienstag, 15. Juli 2014

Praktikant am Werk?

Noch einmal geht es um die WM. Nein, nicht um die im Synchronschwimmen, sondern die andere. Die mit dem Ball und Füßen. Genauer gesagt um einen Sponsor der WM. Diese süddeutsche Kraftfahrzeug-Edelmarke. Habt ihr den Bus gesehen, mit dem die deutsche Mannschaft vom Flughafen abgeholt wurde? Einer des Premiumherstellers mit dem Stern. Soweit ok.

Auf der Windschutzscheibe war der Spruch „Weltmeister fahren *füge Namen des Premiumherstellers mit dem Stern ein*“ zu lesen. Fand ich schon irgendwie eher prollig als originell. Da war wohl der Praktikant aus der Werbeabteilung am Werk. Aber wirklich blöd ist mir gekommen, daß die drei alten WM-Sterne in klassischer Pentagrammform vom Bus prangten, der vierte aber der Dreistrahlige mit dem Kreis war.

Nö, Leute, aus meiner Sicht war das echt daneben. Werbung geht besser.

Den späteren Wechsel der Kleidung der Mannschaft von Sportkleidung zu den Werbeshirts mit dem fetten Premiumherstellernamen auf dem Rücken fand ich übrigens auch extrem scheiße.  




Kommunikationsformen

Es ist etwas später, aber immer noch am Tag des WM-Finalspieles. Die Terrassentür stand offen. Besondere Bedenken über mögliche Ausbüxversuche der Katzenbande mussten wir nicht haben. Lilly hatte mittags zum ersten Mal seit Langem eine kurze Verwarnung in Form eines mahnend betonten Ausspruchs ihres Namens von mir erhalten, als eine ihrer Pfoten vorsichtig die Grenze zur Außenwelt passierte und ward seitdem nicht mehr in Türnähe gesehen. Da von draußen in weiter Ferne ein einzelnes, leises Gewitterdonnern zu hören war, würde Marty höchstens mal in einem Anfall von bodenlosem Leichtsinn aus dem Gartenzimmer kommen, und Smillas Interesse an der Außenwelt besteht stets nur, solange zwischen eben dieser Welt und ihr mindestens eine Glasscheibe vorhanden ist.

Auf unserer Straße fuhren ungewöhnlich viele Autos vorbei. Wir wohnen in einer Sackgasse, da ist eher selten mit viel Verkehr zu rechnen. Den Aufmachungen der Autoinsassen zu Folge ließ sich vermuten, daß man zum Rudelgucken oder sonstigen vergleichbaren, eher passivsportlich orientierten Aktivitäten aufbrach.

Ein paar Straßen weiter waren einzelne Teilnehmer am bundesdeutschen Personenkraftverkehr zu vernehmen, welche bereits für den wohl erwarteten anstehenden Autokorso nach Ende des WM-Finalspieles übten. Plötzlich war auch ein einzelnes kurzes Hupen aus unserer Straße zu vernehmen.  Man schien jemanden mitnehmen zu wollen und nutzte zu diesem Zweck illegalerweise das Horn des Kraftfahrzeuges. Ich kann so etwas ja absolut nicht leiden und gab meiner Angetrauten hierzu folgende Kunde:

„Man könnte es ja auch mit der bewährten Methode machen und aussteigen, sich zur Haustür bewegen und die Türklingel benutzen. Aber das wäre ja etwas viel verlangt.“

„Ja, aber natürlich könnte man auch meine Vorgehensweise übernehmen.“

„Die da wäre?“

„Einmal mit dem Handy anrufen und kurz klingeln lassen. Aber das mache ich ja auch nur, wenn ich zu Hause vorfahre.“

„Ach so, ja. Aber er ist ja nicht zu Hause.“

„Stimmt, aber vielleicht kommt der ja von irgendwo her und will seine Frau oder Freundin abholen.“

„Das glaube ich nicht, der wartet auf einen Kumpel.“

„Warum das denn nicht?“

„Er würde nicht den Motor laufen lassen, während er auf eine Frau wartet. Bei der dann zu erwartenden Standzeit wäre das Benzin zu teuer.“



Montag, 14. Juli 2014

Und die Nation fiebert wieder mit

Es war der Tag des Finalspieles der Fußball-WM. Die zweitbeste Ehefrau von allen und ich saßen auf der Terrasse und philosophierten über das in Bälde anstehende sportliche Großereignis. Leider hatten wir keine Fahnen oder ähnliche Dinge. In den Geschäften würden wir keine mehr auftreiben können. So hofften wir, ein paar gebrauchte Deutschlandfahnen, Schminke in schwarz-rot-goldgelb etc. günstig von unseren Nachbarn abstauben zu können. Natürlich war unsere Hoffnung nur gering, denn wie immer bei Weltmeisterschaften unter deutscher Beteiligung fiebert die ganze Nation mit und benötigt derartige Artikel selbst.

Pech für uns, aber wir werden die  Weltmeisterschaft im Synchronschwimmen, welche noch in diesem Monat in Montreal beginnt, vermutlich auch so begleiten.



Sonntag, 13. Juli 2014

Paterfelis spielt - Warhammer und vieles andere (1)

Wie wir uns hoffentlich erinnern, wollten einige meiner Kollegen und ich uns einst etwas näher mit Tabletop-Spielen beschäftigen. Da wir mit unserem großen Ziel, gegeneinander mit großen Armeen Warhammer zu spielen, nicht sehr viel weitergekommen sind, wandten wir uns dem Spiel Mortheim zu. Dieses benötigt weit weniger Miniaturen. Ich hatte erzählt, daß sich aus unserer kleinen Runde eine riesige Kampagne mit zahleichen Spielern und hunderten durchgeführten Spielen entwickelt hat. Nicht berichtet hatte ich hingegen, wie es dazu kam.

Wir schreiten etwas zurück in der Zeit. Noch besteht ausschließlich unsere kleine Mortheim-Runde. Da meine Angetraute und ich zwischenzeitlich ins Neustädter Ländchen gezogen waren, hatte ich keinen Spieler mehr, der in unserer Nähe wohnte. Zu dieser Zeit war es im Internet schon üblich, daß sich Gleichgesinnte über verschiedene Foren austauschten. Mir waren diverse Foren bekannt, in denen es um Tabletop-Spiele ging. Nicht alle haben die Zeiten überlebt, aber in denjenigen, denen dies gelungen ist, zähle ich heute zu den Urgesteinen unter den Mitgliedern. Ich verfolgte alles, was da so geschrieben wurde, mit deutlichem Interesse und konnte auch zum Thema Mortheim einiges an Fachwissen und Informationen beisteuern.

Nach ihrem doppelten Bandscheibenvorfall wurde die zweitbeste Ehefrau von allen für mehrere Wochen in eine Rehamaßnahme geschickt. Ich war also Strohwitwer. Zu dieser Zeit stieß ich in einem jener Foren auf einen Aufruf. Ein Typ namens Michael suchte aus dem Raum Neustadt Warhammer-Spieler. Nun ist es für mich deutlich einfacher, mich schriftlich auf ein solches Ersuchen zu melden als telefonisch oder gar persönlich. Also antwortete ich. Schnell waren wir im Austausch von E-Mails, um uns auf ein Spiel zu verabreden.

Als Resultat des Wunders der weltweiten Kommunikation inbeinahe Lichtgeschwindigkeit zeigte sich, daß Michael 100 Meter Luftlinie von uns entfernt wohnte. Ich konnte von unserem Balkon aus fast die Eingangstür des Hauses sehen, in dem er wohnte. Genial. Zudem war Michael ungefähr in meinem Alter, was ich auch nicht unbedingt als verkehrt empfunden habe.

Wir einigten uns zunächst auf ein kleineres Spiel mit Miniaturen im Wert von 1.000 Punkten. Genau so viel hatte ich bemalt. Ich war ja blutiger Anfänger, was Michael auch wusste. Er hingegen war größere Spiele gewöhnt, Standard war seinerzeit eine Armeegröße von 2.000 bis 2.500 Punkten. Damit boten sich natürlich auch wesentlich mehr Möglichkeiten. Aber bei einem Anfänger darf es ruhig mal kleiner ausfallen, bis dieser die Spielmechaniken begriffen hat.

Doch würde ich es wirklich schaffen, die 100 Meter zu laufen und mit meinen Miniaturen bei ihm aufzuschlagen. Alles sprach dagegen.


(wird in loser Folge fortgesetzt)




Samstag, 12. Juli 2014

Gruß aus der Küche - Gegrillte Bananen mit Schokolade

Gut, ok, ich räume es ein: Wir haben nicht in der Küche gegrillt. Aber Gruß von der Terrassehört sich in diesem Zusammenhang irgendwie doof an. Und da das Wetter eben fies war und ich ja weiterhin meiner Unpässlichkeit verbunden mit Bettruhe fröne – der Doc hat mich doch noch für eine Woche in die Verlängerung geschickt – fiel die Angelegenheit etwas sparsamer aus. Den Grill haben wir wie so oft unmittelbar vor der Terrassentür geparkt und uns selbst im Wohnzimmer aufgehalten.

In der Küche fanden sich einige Bananen. Ja, auch diese kann man grillen.

Man nehme also eine solche Banane und schlitze diese der Länge nach auf, ohne sie dabei durchzuschneiden. In den Schlitz passen in geradezu einladender Weise Schokoladenstücke. Vollmilchschokolade eignet sich ebenso wie dunkle oder weiße. Wir hatten hier noch eine Tafel weiße Schokolade mit ganzen Haselnüssen, welche somit ihren durch das Schicksal vorbestimmten Weg nahm.


Eine Explosion in süß

Nun sollte die Banane – zweckmäßig auf einem Stück Alufolie drapiert – auf den Grill gegeben werden, bis die Schale schwarz und die Schokolade geschmolzen ist. Sofern vorhanden, Deckel des Grills schließen.

Natürlich schmolz die Schokolade nicht. Hätte mich auch gewundert. Ich habe da ja gewisse Erfahrungswerte.Und auf eine schwarze Schale würde ich auch nicht bestehen. Dunkelstbraun genügt vollkommen.

Es sieht zwar alles etwas ekelig matschig aus, also schon wie ausgekotzt, schmeckt aber trotz der für mich enormen Süße hervorragend. Die Banane lässt sich gut mit einer Gabel oder einem kleinen Löffel aus der Schale essen.


Ehrlich - nur Banane, weiße Schokolade und Haselnüsse

Verfeinern lässt sich alles mit vor dem Grillen in die Banane gegebenen Mandelsplittern, Kokosraspel, Rohrzucker, Orangenlikör oder Orangensaft. Und wem es immer noch nicht süß genug ist, kann natürlich eine ordentliche Lage Vanilleeis zur Kühlung servieren. Da wir das alles nicht im Haus hatten und die Bananensache eher spontan umgesetzt wurde, kamen wir nicht zum Ausprobieren.

Ich könnte mir auch vorstellen, daß auf dieser Basis ebenfalls irgendwas mit Schinken anstelle von Schokolade anzustellen ist. Mag die zweitbeste Ehefrau von allen aber nicht.

Und beim nächsten Mal gibt es eine etwas aufwendigere Variante. Da bin ich schon sehr gespannt drauf. Ich werde berichten.





Freitag, 11. Juli 2014

Durchtriebene Gedanken

Hauskater Marty hat bekanntlich die Angewohnheit, vor dem Badezimmer Wache zu stehen, wenn ich mich unter der Dusche befinde. Dahinter steckt sein durchaus uneigennütziger Hintergedanke, von mir durchgewuschelt werden zu wollen. Als folgsamer Dosenöffner erfülle ich ihm natürlich sein Begehr.

Nun hat der Herr Kater in der Zwischenzeit seine Vorgehensweise rationalisiert. Er wartet zumeist in seiner Schlafmulde an seinem Kratzbaum darauf, daß die Geräuschkulisse des Duschens oder auch des Zähneputzens sich dahingehend ändert, daß von dem baldigen Ende meines Tuns in diesem Raum ausgegangen werden kann. Da die Tür zum Badezimmer in letzter Zeit nicht immer geschlossen ist, bekomme ich  schon mit, was draußen geschieht. Und tatsächlich lässt sich anhand der Geräusche, welche er beim Aufschlag auf den Boden von sich gibt, zweifelsfrei erkennen, daß Marty sich erst in Bewegung setzt, sobald ich Anstalten mache, den Raum zu verlassen. Ist ja auch bequemer, in der Mulde zu liegen als vor dem Badezimmer zu sitzen. Er identifiziert den Zeitpunkt  vermutlich daran, daß ich beginne, verschiedene Dinge wieder in den Spiegelschrank zu räumen.



Schlauer Bursche.

Sofort reibt er sich an meinen Beinen, sein Schwanz zuckt zittert vor Aufregung, er erwartet seine Streicheleinheiten. Die bekommt er dann auch. Besonders gerne rammt er dabei seinen Kopf in eine meiner zu eben diesem Zweck in Position gehaltenen Hände und reibt sein Gesicht genüsslich in der Handinnenfläche. Und es ist ihm nicht unwillkommen, wenn ich etwas Gegendruck aufrecht erhalte, damit er mit noch stärkerer Kraft gegen die Hand pressen kann.

Vermutlich wäre es ziemlich scheiße unschön von mir, wenn ich zu so einer Gelegenheit mal einen nassen Lappen in meiner Handfläche halten würde.

Oder?



Donnerstag, 10. Juli 2014

Tetris 2014

Weil mich das ständige Herumliegen nur noch nervt und sich mir so langsam auch sämtliche in Frage kommenden Muskeln dahingehend schmerzhaft in Erinnerung bringen, auch mal bewegt werden zu wollen, bin ich mit der zweitbesten Ehefrau von allen zum Einkaufen gefahren. Es war ja kein Großeinkauf, hat also nicht allzu lange gedauert.

Nachdem wir wieder zu Hause waren, benötigte ich eine neue Kühlkompresse. Da meine Angetraute noch an entscheidenden Stellen einen ordentlichen Muskelkater pflegte, begab ich mich entgegen jeglicher ärztlichen Anordnung selbst an unseren Eisschrank, um mir das Erforderliche zu beschaffen und bei dieser Gelegenheit auch verschiedene Dinge aus unseren Einkäufen in das eisige Grab zu legen.

Natürlich war es wieder notwendig, die bereits vorhandenen Innereien unseres üblicherweise gut gefüllten Eisschranks etwas umzusortieren, um mein dortiges Platzbedürfnis unter Zuziehen sämtlicher Optimierungsmöglichkeiten zu stillen. Ein wenig schieben, etwas drehen, dann nochmal ausrichten – passt. Ich wäre früher wohl ein guter Tetrisspielergewesen. Bestimmt war ich der einzige aus meiner und aus allen nachfolgenden Generationen, der dieses Spiel nicht auf seinem Computer hatte. Wäre ja nicht das erste Mal, daß ich mich als Exot zu erkennen gebe.

Ob ein Eisschrank, der beim Einräumen eine gewisse Melodiespielt, wohl ein Erfolgsmodell wäre? Ich muß mich mal mit der Kühlgeräteindustrie in Verbindung setzen.

Ein richtiger Nerd-Eisschrank. Eventuell auch noch in Game Boy-Optik.





Mittwoch, 9. Juli 2014

Also doch mal Fußball - die nächste Runde

Da die bestellten Vertreter dieses Landes es nun geschafft haben, unter meiner Beobachtung das WM-Finale zu erreichen und das Spiel gegen die Brasilianer auch für einen ansonsten fußballuninteressierten Menschen wie mich einen gewissen unterhaltenden und dabei nervenschonenden Charakter hatte, erwäge ich, auch ein Ansehen des WM-Finales selbst in Betracht zu ziehen. Selbst wenn die deutsche Mannschaft dann gnadenlos von meinen favorisierten Belgiern niedergemacht werden wird.

Watt?

Das ist Sonntag mitten in der Nacht? Ja spinnen die denn? Ich muß Montag voraussichtlich wieder arbeiten, da ist die Nacht um 4.30 Uhr vorbei? Geht’s noch? Na ja, Beginn 21.00 Uhr. Klappt ja vielleicht doch.

Wie?

Keine Belgier? Wo überhaupt sind meine Belgier?Ich habe doch immer geäußert, daß die Belgier Weltmeister werden.  Da können die sich doch nicht einfach aus dem Staub gemacht haben.

Das Leben bleibt eben doch schwierig.




Dienstag, 8. Juli 2014

Also doch mal Fußball

Ich bin dann ungeplant doch dabei, das Halbfinalspiel Brasilien – Deutschland anzugucken. Eher beiläufig als Geräuschkulisse. Hat sich irgendwie so ergeben. Es steht gerade 5 : 0 für Deutschland.

Der bislang beste Spruch des Kommentators nach einer guten halben Stunde war ein trockenes, fast schon gelangweiltes:

Der ist nicht drin.“

Kann ja auch nicht immer sein.



Nachtrag: 7 : 0 für Deutschland. Ist das immer so? Vielleicht sollte ich öfter mal reinschauen.

Noch ein Nachtrag: Ob der Schiri Nachspielzeit ansetzt? Wäre ja grausam für die Brasilianer.

Nachträglicher Nachtrag: Jetzt also 7 : 1, und das 4 Sekunden vor Ende der regulären 90 Minuten.

Letzter Nachtrag: Das Elend hat ein Ende. Bekommt die brasilianische Mannschaft Bodyguards?

Doch noch einer: Ein brasilianischer Spieler betet jetzt auf dem Platz. Meine Angetraute fragt, warum. Ist doch klar, der will lebend nach Hause kommen. Soll ja nicht ganz ungefährlich in Brasilien sein.




A(h) ja!

Bildet euch bloß nicht ein, daß ich hier die Zeit, welche ich kränkelnd mit Bettruhe zu Hause verbringen muß, bislang genießen konnte oder noch kann. Nicht alleine daß mir stinklangweilig ist, plagt mich auch noch das Gewissen. Ich denke an meine Kollegen, die es irgendwie hinbekommen müssen, mich zu vertreten die temporäre Umverteilung aller anfallenden Akten auf alle Anwesenden vorzunehmen. Da ja heutzutage alles eilig und superwichtig ist – man denke nur an die Statistiken für das Benchmarking – darf ja nichts liegen bleiben. Wird es aber, es geht nicht anders. Also keine Vorwürfe, werte mitlesenden Kollegen. Das wisst ihr ja.

Tja, und hier? Die zweitbeste Ehefrau von allen jammerte mir wiederholt vor, daß ich ihren wohlstrukturierten Tagesablauf durcheinanderbringen würde. Und sie nicht lernen könne, wenn ich anwesend sei. Was im Übrigen auch in den Vorwochen schon nicht geklappt hat, als ich noch im Krankenhaus lag, weil sie die Zeit statt mit Lernen damit zugebracht habe, mich dort zu besuchen. Na toll, das machte es natürlich für mich auch nicht besser.

Wozu diese ganzen Umtriebe? Nun, meine  Angetraute besucht – wie die geneigte Leserschaft sich wohl zu erinnern vermag – die Fitnesstrainerschule von Rajiv. Und dies mit dem Ziel, eben eine solche Trainerin zu werden.  Und gerade jetzt kam natürlich vollkommen unpassend die Zeit, zu der man an so etwas wie Prüfungen zu denken hatte. Bei uns kommt schon traditionell halt immer alles zusammen, wenn es gerade so gar nicht passt.

Das anstehende Konstrukt muß ich jetzt mal etwas auseinanderdröseln. Zunächst mal geht es darum, welche Qualifikation man so zu erwerben wünscht. Ich vereinfache das mal ein wenig. Als unterste im wirklich und wahrhaftigen Leben sowie für die späteren Ambitionen meiner Angetrauten noch relevante Stufe wäre die Qualifikation Group Fitness Banzusehen, gefolgt von Group Fitness A. Ebenfalls im Auge des Interesses ist die Qualifikation eines Personal Trainers. Als Krönung könnte man die Qualifikation eines Medical Fitness Coachs ansehen. Dies wäre die oberste erreichbare außeruniversitäre Stufe. Aber alles zu seiner Zeit, und ein Hochschulstudium ist hier nicht geplant. Jedenfalls nicht konkret. Nicht so richtig. Noch nicht, wie man mich gerade beim Korrekturlesen aufklärt. Aber es ist in Erwägung gezogen. Aha.

Die theoretische Prüfung zur B-Lizenz wurde von meiner Angetrauten schon vor einiger Zeit abgelegt, die Praxisprüfung musste aus verschiedenen Gründen etwas auf sich warten lassen. Nun lautete der Plan, jetzt die Theorieprüfung der A-Lizenz und die Praxisprüfung der B-Lizenz abzulegen. Die Praxisprüfung für die A-Lizenz hatte meine Angetraute aufgrund der vorliegenden Umständeabgesagt. Auch die Praxisprüfung der B-Lizenz erfordert natürlich eine theoretische Vorbereitung, denn es muß neben der mündlichen Prüfung eine Kursstunde gegeben werden, die man sich natürlich ebenfalls nicht aus dem Ärmel schüttelt. Alleine zu deren Zusammenstellung und fachgerechten Protokollierung gehört schon Einiges.

Wie bereits erwähnt, kann meine Angetraute sich nicht so richtig bei ihren Vorbereitungen konzentrieren, selbst wenn ich dabei nur still auf dem Sofa liege oder auch nur merklich anwesend bin. In gewisser Weise kann ich das auch verstehen, denn ich sehe mich ebenfalls selbst kaum dazu in der Lage, bestimmte Dinge in unserem Haushalt oder anderer Art zu erledigen, sobald meine Angetraute zugegen ist. Selbst dann, wenn sie mir dabei nicht im Weg herumsteht. Bitte keinesfalls darüber nachdenken, das ist einfach so.

Da die Sache nun vorangehen musste, habe ich mich an einigen Tagen, als es daran ging, daß sie sich wieder ihren Vorbereitungen widmen wollte, vollkommen selbstlos am Nachmittag ins Bett verzogen und die Schlafzimmertür hinter mir geschlossen. Was natürlich bei den Katzen, insbesondere aber bei Lilly, zu einem Großalarm führte. Katzen hassen verschlossene Türen einfach. Das ist ein Naturgesetz. Es ist nicht so, daß sie unbedingt mit in das jeweilige Zimmer wollen. Sie wollen es nur können, schließlich handelt es sich um einen Bestandteil ihres Reviers.   

Nachmittags interessiert sich speziell Lilly nicht mal im Ansatz für das Schlafzimmer. Sie und der Rest der Katzenbande haben da einen erstaunlich genauen Terminplan für sämtliche Aktivitäten und den damit verbundenen regelmäßigen Aufenthaltsorten. Es ging ihr jetzt eben nur um das Prinzip. Wenn ich die Tür offen gelassen hätte, wäre sie noch nicht mal nachgekommen. So aber veranstaltete man einen ordentlichen Radau vor der Tür, um der berechtigten Empörung Luft zu verleihen. Aber nach einem Anranzer meiner Angetrauten, vielleicht auch nach zwei oder drei Anranzern, wer will schon mitzählen, war dann Ruhe. Tatsächlich konnte ich auch etwas dösen. Der Zwang zur mehrfach täglichen bzw. nächtlichen pünktlichen Tabletteneinnahme hat jedenfalls nicht dafür gesorgt, daß ich hier während meiner Arbeitsunfähigkeit eine ruhige Nacht mit einem erholsamen Schlaf finden konnte.

Nach einigen auch für meine Angetraute viel zu kurzen, dafür aber mit Prüfungsvorbereitungen anfgefüllten Nächten mit dementsprechend viel zu wenig Schlaf - die zweitbeste Ehefrau von allen ist bekanntlich eher nachtaktiv - fuhr sie dann an diesem sehr schwül-warmen Samstag zum Prüfungsort. Für die nächsten etwa zehn Stunden ward sie hier nicht mehr gesehen, gehört oder gelesen. Es standen die Prüfungen mehrerer Auszubildender an, und man macht auch an einigen praktischen Prüfungen der anderen als Kursteilnehmer mit. So zieht sich ein Tag schon mal in die Länge.

Abends klingelte es an der Tür. Ich öffnete und gewährte meiner völlig durch den Wind befindlichen Angetrauten Einlass. „Rajiv ist ein *kreative Beschreibung aufgrund des Jugendschutzes vom Verfasser zensiert*! Zwar lieb, aber doch ein *kreative Beschreibung aufgrund des immer noch bestehenden Jugendschutzes weiterhin vom Verfasser zensiert*!“ So lauteten die ersten Worte, welche ich vernahm.

Aha. Das hörte sich jetzt für den Unbeteiligten zwar tendentiell besorgniserregend an, aber ich hatte schon seit geraumer Zeit eine gewisse Vermutung, deren Bestätigung jetzt wohl kommen würde und die mir Grund gab, ob dieser Äußerungen keine besondere Besorgnis an den Tag legen zu müssen. Ist ja nicht so, daß ich unseren Rajiv nicht auch ein wenig kennen würde.

„Ich habe die A-Lizenz.“

Yeah, ich bin jetzt mit einer echten Fitnesstrainerin verheiratet.

Doch was war geschehen?

Anhand der im bisherigen Unterricht gezeigten Leistungen meiner Angetrauten hatte Rajiv vollkommen unangekündigt neben der Theorieprüfung auch den mündlichen Teil der Praxisprüfung auf A-Niveau durchgeführt. Meine Angetraute war zwar ziemlich über die unvermutete Komplexität der Fragen irritiert, da deren Inhalte eben nicht dem erwarteten B-Niveau entsprachen, erfasste aber nicht, was Rajiv damit bezweckte. Selbst als sie später ihr Zertifikat in der Hand hielt, vermutete sie zunächst einen Druckfehler, bis so langsam bei ihr durchdrang, was da tatsächlich geschehen war.

Natürlich zeigte sie sich dennoch unzufrieden. So ist sie eben. Das von ihr durchgeführte Kursprogramm entsprach ihrer Meinung nach nicht dem A-Niveau, da bestimmte Elemente fehlten. Rajiv aber vertrat mit meiner Angetrauten einvernehmlich auf dem Standpunkt, daß sie eben diese Elemente für ihre späteren Ambitionen im Zusammenhang mit der von ihr vorgesehenen Kundenzielgruppe nicht benötigen würde, ja daß gerade diese Elemente sogar schädlich für die Zielgruppe sein sollten. Daß sie die Kenntnisse darüber habe, sei ihm aber bewusst. Und ihre Theorieprüfung sei die beste gewesen, die er seit Jahren gesehen habe. Es fehlten lediglich zwei von 156 möglichen Punkten. Dennoch nörgelte meine Angetraute, daß Rajiv in der Praxisprüfung dann eben andere mögliche Elemente hätte abfragen sollen. So jedenfalls fühle es sich für sie nicht richtig an.

Nun ist Rajiv schon seit Jahren in seinem Fach auch überregional als namhafter Experte anerkannt. Er weiß, was er tut. Auf die von mir meiner Angetrauten gegenüber geäußerten Ansicht, daß es das Leben durchaus einfacher gestaltet, positive Dinge nicht immer mit einem umfassenden Hochgefühl begleiten zu wollen, sondern diese stets nur billigend zur Kenntnis zu nehmen, so wie es anstatt freudiger Emotionen eher meiner Art entspricht, erhielt ich nur einen bösen Blick. Ja, da war er wieder, der kleine Sheldon in mir.

Und Rajiv wird sich bei nächster Gelegenheit noch etwas von meiner Angetrauten anhören müssen, da bin ich sehr sicher.

Ach, übrigens – und unabhängig von der Fitnesstrainertätigkeit: Sofern jemand in Finkenheim und Umgebung  ab September Orientalischen Tanz lernen möchte, der möge sich doch bitte bei der örtlichen VHS in dem neu angebotenen Kurs einschreiben lassen. Denn den wird meine Angetraute als erste offizielle Lehrtätigkeit geben. Aber nur, wenn mindestens sieben Teilnehmer vorhanden sind, denn sonst findet der Kurst nicht statt. Man benötigt auch nur Sportkleidung und ein Hüfttuch. Besser noch ein Münztuch.

Aber das sollte doch zu machen sein, oder?




Montag, 7. Juli 2014

Umfangreiche Randbemerkung - Eine ordentliche Größe

Ich stehe mit meinem Vater im Eingangsbereich eines ehemaligen Kaufhauses. Hier findet heute ein Modellbahnmarkt statt. Diese werden in zahlreichen Städten mehr oder weniger regelmäßig veranstaltet. Eigentlich soll es eine Gebrauchtwarenbörse mit An- und Verkauf sein, aber es sind auch immer wieder semiprofessionelle Anbieter mit Neuwaren anwesend. Und an Ankäufen ist meistens kaum jemand unter den Händlern interessiert. Dieser Markt hier ist ungewöhnlich groß, er findet über drei Etagen des ehemaligen Kaufhauses statt.

Mein ehemaliger Modellbahnhändler erscheint ebenfalls als Besucher. Er wird von der Menge jubelnd begrüßt. Während er mit meinem Vater spricht, gehe ich schon los in Richtung des ersten Verkaufsstandes. Begleitet werde ich von einem kleinen Jungen. Ich kenne ihn nicht, aber er scheint dazu zu gehören.

Aufgeregt erzählt er dem Händler von der in meinem Elternhaus stehenden riesigenModellbahn. Der Kleine scheint ein Güterzugfreak zu sein; ich muß unbedingt aufzählen, von welchen Güterwagen dort am meisten herumstehen. Ich beginne mit den KKt 57Klappdeckelwagen, danach folgen zweiachsige Niederbordwagen Xlm 57. „Und sonst?“ fragt der Kleine aufgeregt nach. Nur noch vereinzelte Wagen. Das stimmt zwar bei weitem nicht, aber mir will gerade nicht mehr einfallen.

Weiter geht es. An einem Hochregal sehe ich Kartons mit fertig aufgebauten Modellbahnanlagen im Format 10 x 2 Meter. Ich wundere mich noch nicht mal über die Größe. Verdammt, wie bekomme ich die ins Auto? Dann schaue ich mir den Aufbau näher an. Ein kleines Betriebswerk wurde ziemlich Abseits des Bahnhofes inmitten eines Gebirges eingerichtet. Dies entspricht nicht meinem Anspruch an eine realistisch aufgebaute Modellbahn. Ich ärgere mich – und werde wach.

Nach diesem hier schon wieder ein Traum, in dem es um Dinge geht, mit denen ich mich früher regelmäßig beschäftigt habe. Und für die ich mich heute noch begeistere. Nur sprechen die Umstände dagegen.

Wenn ich mich mal wieder richtig runterziehen will, schaue ich mir im Internet Modellbahnbilder oder -videos an und denke an all die Lokomotiven und Wagen, die ich selbst noch eingelagert habe. Und dann gucke ich mir als Steigerung noch an, was mein Hersteller aktuell so zu bieten hat.

Von der Frage des benötigten Platzes mal ganz abgesehen, sind die Preise für das Modell-Material kaum noch zu stemmen. Aufbau und Betrieb einer ansehnlichen Modellbahn können sich heute nur noch Vereine oder besser Betuchte leisten. Ein einzelnes, gewöhnliches Flügelsignal schlägt schon mit fast 80 Euro zu Buche.

Und da wundert sich die Branche, daß es mit ihr den Bach runtergeht.





Sonntag, 6. Juli 2014

Nenn mich...

Die zweitbeste Ehefrau von allen werkelte an dem Wochenende vor meinem Rückfall in der Küche herum. Wieder galt es, ein Rezept des Silbernen Löffels in leicht modifizierter Form zu reproduzieren. Wobei ich jetzt mal so die Frage an den Herrn Löffel in den Raum stelle, wieso er diese kleine Köstlichkeit ausgerechnet Kräuterbaguette genannt hat. Mehr als Majoran ist da doch an Kräutern gar nicht drin. Egal, im Endergebnis war es sehr lecker – auch wenn unser Werk vielleicht nicht unbedingt allen ästhetischen  Gesichtspunkten entsprochen haben mag. Beim nächsten Mal werden wir die Baguettes etwas aushöhlen, dann passt das.




Jedenfalls war meine Angetraute gerade dabei, die Teigmasse vorzubereiten, als mich ihr Hilferuf aus der Küche erreichte. Natürlich wurde ich zunächst zwecks Materialbeschaffung in den Keller geschickt. Nach meinem Wiedererscheinen durfte ich den soeben bewältigten Weg nochmal antreten. Man kann ja mal was vergessen. Mea culpaMea culpa.

Wiederum war es nicht damit getan, das so herangeschaffte Arbeitsmaterial abzuliefern; mein Verbleib in der Küche wurde von höchster Stelle angeordnet. Also verblieb ich weisungsgemäß zum Zwecke des Abschmeckens. Gut, das lasse ich mir ja noch gefallen. Ich habe da eine vollkommen selbstlose Ader.

Eine gewisse Zeit der Untätigkeit später wurde mir aufgetragen, die Arbeit des weiteren Zerkleinerns eines Stückes Parmesan zu übernehmen. Und zwar mittels unserer Handreibe. Nun fällt eine Handreibe für mich unter die gleiche Kategorie gefährlicher Werkzeuge wie ein linksdrehender, titanverstärkter Kreuzvorwarndreher in Nenngröße 4b. So lange das Parmesanstück noch eine gewisse Länge hat, der Abstand zwischen der Reibe und meinen Fingern also mindestens 3 Zentimeter beträgt, bin ich ja durchaus geneigt, damit unter Wahrung angemessener Sicherheitsstandards umzugehen. Danach aber bekomme ich zusehends Respekt und wünsche mir die Kettenhandschuhe eines Fleischers. Bekomme ich natürlich nicht. Genauso wenig wie meine benzinbetriebene Kettensäge. Ohne Kettensäge kein Kettensägenmassaker. Blöd.

Damit die missliche Angelegenheit auch zu einem zeitnahen Ende führt, übernahm die zweitbeste Ehefrau von allen Arbeitsgerät und Parmesanstück, als sich meine Fingergruppenaußengrenze in höcht bedenklicher Weise der Zweizentimetermarke zu nähern drohte. Und während sie danach so fröhlich vor sich hinrieb und raspelte und zerkleinerte und zerfetzte, machte ich den ersten Schritt zur Seite, um die viel zu geringe Distanz zwischen mir, der Reibe und den Fingern meiner Angetrauten entscheidend zu vergrößern. Dann einen weitern. Und noch einen, bis die Wand endlich einen neuerlichen Schritt unmöglich machte.

Meine Angetraute schaute mich von der Seite an und suchte Aufklärung. Diese konnte ich ihr geben.

„Du glaubst doch nicht im Ernst, daß ich mich hier von deinem Blut vollspritzen lassen will, wenn du dir gleich die Fingerkuppen absäbelst?“

Ihre Mimik verändert sich von Typ Fragend über die Typen Grübelndund Ungläubig hin zu Verstehend. Ich konnte ihre Gedankengänge förmlich lesen. Zeit für mich, Widerstand zu leisten.

„Oh nein, nenne mich nicht Sheldon.

Das von ihr unausgesprochen gebliebene DOCH! stand ganz zweifelsfrei und dann auch noch in Großbuchstaben formuliert im Raum. Mit Ausrufungszeichen!

Obwohl ich mich mit Sheldon in gewisser Weise durchaus identifizieren könnte. Außerdem mag er - wie ich auch - alkoholfreien Diät-Cuba Libre mit einem Limonenschnitz.

Also nennt mich doch Sheldon. Ist schon ok.

53!*)




*) Ist nur für Insider, erkläre ich an dieser Stelle nicht weiter.










Samstag, 5. Juli 2014

Kleine Randbemerkung - Besuch von Außerhalb

Ich stehe auf und will die Betten machen. Darth Vader kommt ins Schlafzimmer und fragt, ob ich eine Plastiktüte für ihn hätte. Er benötigt diese für seine Zaubersachen. Ich vermute, daß noch eine im Regal liegt und schaue nach. Nein, da liegt doch keine.

Vader meint nur „Schade.“ und verschwindet wieder.

Was träume ich eigentlich in letzter Zeit für einen Mist zusammen? Sonst erinnere ich mich doch auch kaum daran.




Freitag, 4. Juli 2014

Kleine Randbemerkung - Wetter mal wieder

Uff.

Über 30 Grad und eine Luftfeuchtigkeit jenseits von Gut und Böse.




Ich schlage vor: dumm herumliegen und warten, daß es vorübergeht.











Donnerstag, 3. Juli 2014

Kleinigkeit

Auf dem heimischen Monster vor mich hinliegend ist mir siedend heiß eingefallen, daß im Kühlschrank unseres Büros noch eine offene Packung Milch von mir herumsteht. Wäre ja schade, wenn die jetzt umkommen würde, bloß weil ich vorübergehend wieder ans Sofa gefesselt bin.

Also SMS an Mandy: „Da ist noch eine offene Milch im Kühlschrank. Du wirst sie sinnvoll zu verwenden wissen.“

Antwort: „Ja, das werde ich. Gute Besserung, Kleiner.“

Kleiner? KLEINER? Wer ist hier klein? Die ist anderthalb Köpfe kürzer als ich.

Aber mindestens!




Kleine Randbemerkung - Fast eine neue Karriere

Sollte ich mir Gedanken machen, daß ich nächtens das Angebot bekommen habe, dieser von mir durchaus geschätzten Formation beizutreten, und es nur deswegen nicht wahrnehmen konnte, weil der Navi des Familienautos Balduin nicht in der Lage war, mich in Richtung Nettelbeck zum nächsten Auftrittsort zu lotsen?

Mal ganz abgesehen davon, daß ich schon seit Jahren aus nicht nachvollziehbaren Gründen keine Musik von Tangerine Dream mehr gehört habe und als einziges Instrument zur Musikerzeugung lediglich Stereoanlage spiele, verfügt Balduin tatsächlich auch über kein eigenes Navigationssystem im Handschuhfach.

Die Pillen. Es muß an den Pillen liegen.




Mittwoch, 2. Juli 2014

Kleine Randbemerkung - Die machen mich fertig

Alles fing ganz harmlos an. Und dann ging die Post ab. Es wäre schade, wenn diese Kleinod untergehen würde, bloß weil der Ausgangsbeitrag nicht mehr ganz taufrisch ist. Man beachte insbesondere die sich ergebenden Kommentare.

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Rückfällig

Hallo, mein Name ist Paterfelis, und ich bin ein Rückfälliger.

Mein Arzt meinte, daß das schon mal vorkommen kann und hat mich direkt für anderhalb Wochen aus dem Verkehr gezogen. Sonst muß man bei ihm um jeden Tag kämpfen.

Wenigstens bleibt mir das Krankenhaus erspart, solange es nicht schlimmer wird. Immerhin.

*grummel*

Nun ja, so habe ich wieder Zeit zum Schreiben und kann ein paar Rückstände von meinen gelben Zetteln abarbeiten. Ist ja auch was wert.





Dienstag, 1. Juli 2014

Wieder strahlen?

So richtig entspannt wirkt der Ökoklaus immer noch nicht. Natürlich habe ich als fürsorglicher Kämpfer an der gleichen Front, der ich nun mal bin, ihn mir morgens direkt geschnappt.

„Na, wird es wieder Zeit zu strahlen?“

„Grundsätzlich schon, aber…“

„Aber was?“

„Muß ich im Moment nicht haben.“

„Warum das denn?“

„Heute Morgen war noch ein einsamer Versprengter vom gestrigen Rudelgucken in der Straßenbahn."

„Und?"

„Der hat auf seinem Sitz ordentlich gestrahlt.“

Hmpf.