Samstag, 7. Juni 2014

Gruß aus der Küche - Earl Grey-Eistee sowie Würfelpute

Die Menschheit ist doch lernfähig. Gut, die Menschheit als solche ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber zumindest die Bewohner des Neustädter Ländchens. Und ein paar von Nebenan eventuell auch. Als solches ist das durchaus positiv, im konkreten Einzelfall eher doof.

Ich bin heute Morgen zum Einkaufen gefahren. Und zwar in der Hoffnung, noch morgendliche Kühle mitzubekommen, bevor die Hitze mich erschlägt. Natürlich auch mit dem Hintergedanken, daß die Feiertagseinkäufer auch erst später auftauchen. Immerhin sind die Geschäfte jetzt ja zwei Tage hintereinander geschlossen, was ja fast gleichbedeutend mit Weihnachten ist. Nur mit ohne Geschenke.

Und was war? Alle anderen haben genauso gedacht wie ich und sind ausnahmsweise mal früh aufgestanden. So ein Mist.

Es war schon ziemlich blöd, daß ich mit einem halb vollgeladenen Auto losfahren musste. Ich mag es nicht, wenn auf dem Beifahrersitz Dinge herumliegen; also musste alles auf der Rückbank und im Kofferraum untergebracht werden, wo sich noch Sachen befanden, die meine Angetraute für Rajiv irgendwohin bringen sollte. Den Kram erst auszuräumen war mir dann auch wieder zuviel Aufwand.

Der Höhepunkt aber zeigte sich an der Kasse meines letzten Ziels. Bei der Kassiererin handelte es sich um eine junge Blondine, wie sie im Buche stand. Mit Ruhe und Bedacht zog sie jedes einzelne Teil nahezu anmutig über den Scanner. Leider bemerkte ich zu spät, daß sie den Geschwindigkeitsrekord im Scannen nicht erreichen würde, nämlich dann, als meine Sachen schon auf dem Band lagen und mir auffiel, daß an den Nachbarkassen in der gleichen Zeit, in der die beiden Herrschaften vor mir abkassiert wurden, schon vier bzw. fünf Personen durch waren.

Unmittelbar vor mir war dann auch noch Kassiererwechsel. Die Blonde stand auf und präsentierte sich in Hotpants. Hotpants! Gut, die konnte sie tragen und ich bin nicht prüde, aber angemessen war das wirklich nicht. Passte aber zum Oberteil, bei dem man aus geschickt gewähltem Blickwinkel bis zum Bauchnabel gucken konnte…

Der Ablöser war ein junger Bursche, der keine Idee hatte, um was es sich bei verschiedenen meiner nicht vorverpackten Einkäufe handeln könnte. Ja, so ist das mit Obst und Gemüse, wenn es über eine Banane hinausgeht. Und auch sonst musste er zwei Mal die Kassenaufsicht zu Hilfe rufen, um mit meinen Einkäufen zurande zu kommen. Aber man stellt in dem Laden ja nur erfahrene Kassierer ein, selbst wenn es nur zu Aushilfe ist. Behauptet man. Kann man glauben. Muß man aber nicht.

Insgesamt hätte ich diese Tour an normalen Tagen in 90 Minuten geschafft. Heute habe ich 2 ½ Stunden gebraucht.

Dem Wetter angemessen habe ich anschießend zu Hause Eistee vorbereitet.

Man nehme:

1 Liter Earl Grey-Tee
1 Liter Ginger Ale
40 ml Limettensaft

Alles mischen, fertig.

In dieser Zusammenstellung schmeckt der Eistee nicht übertrieben süß und wirkt eher durststillend. Wer es braucht, kann natürlich noch mit Zucker aufsüßen.

Und weil es so schnell ging, hier noch das Abendessen. Geht auch schnell.

750 bis 1.000 g Putenbrust
3 Paprikaschoten
2 Zwiebeln
1 Tube Tomatenmark
500 ml Gemüse- oder Hühnerbrühe
Salz
Pfeffer
2 TL Zucker
2 TL Paprikapulver
200 ml Milch oder Sahne

Die Putenbrust  würfeln und anbraten. Ab damit in eine Auflaufform und im Ofen bei 100 Grad warm halten. Die Paprika würfeln und anbraten. Zack zack, alles über die gewürfelte Pute. Nun die Zwiebeln klein schnippeln und – na was wohl? Anbraten! Tomatenmark (wer mag auch Knoblauch) hinzugeben und etwas mitbraten lassen. Mit der Brühe ablöschen. Mögliche Hemmungen sollten jetzt überwunden werden, um alles mit Salz, Pfeffer, Zucker und Paprikapulver zu würzen. Damit es etwas freundlicher aussieht, Sahne dazugeben. Eventuell alles mit dem Pürierstab bearbeiten, muß aber nicht unbedingt sein.

Die Soße über die Paprika und die Würfelpute geben, 15 Minuten im Ofen ziehen lassen. Fertig.

Reis wäre eine angemessene Beilage.

Fotos gibt es heute nicht.



Kommentare:

  1. Wir sind heute früh, auch aus dem gleichen Grund wie Du, zum frische Brötchenanbieter unseres Vertauens gefahren um die feiertage gebührend zu beginnen. Auch bei uns hatten alle Anderen die gleiche Idee. Ein Flashmob der in allen Städten funktioniert hat??? Und ich war dabei! *freu...*

    Zum Frühstück gab´s lecker Zwiebelmettbrötchen, ein großen Kaffee für Menne und ein großen Milchkaffee für mich. Aber auch bei mir gibt´s heute kein Foto! Noch ´nen Flashmob?!?! ;D ;D ;D

    Schöne Feiertage und liebe Grüße

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    1. Mettbrötchen gehen immer. Laß den Kaffee weg und ich mache persönlich bei dir einen Flashmob. :-)

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  2. Ist doch immer das gleiche an der Kasse - die Anderen sind immer schneller dran als man selbst! Ein unlösbares Rätsel! Dein Getränk ruft nach Nachahmung und das Rezept für' s Essen ist auch ganz nach meinem Geschmack! Jetzt bleibt nur noch folgendes zu sagen: Nämlich Dir und Deiner Zweitbesten Ehefrau vergnügliche freie Tage zu wünschen! Lieben Gruß ST.

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    1. Werde ich haben, danke. Die zweitbeste Ehefrau von allen wird sich nachmittags sportlich betätigen und tut mir in Anbetracht der Wettervorhersage jetzt schon Leid.

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  3. Was soll ich dazu sagen? Besser nix.

    Habt ein schönes Wochenende.
    (Hotpants? Also ich war das nicht.)

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    1. Das konntest du auch nicht sein. An den wenigen Restklamotten konnte ich keine Katzen- oder Beaglehaare entdecken. Ich habe extra ganz genau hingeguckt. ;-)

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    2. Da sagste was. Manchmal finde ich sogar Hundehaare zwischen den Münzen. Drecksviecher. Der nächste Hund wird eine Schildkröte. Leben auch länger und wenn man ihnen ein Fähnchen mit Knetgummi auf den Panzer pappt und sie dann auf den Rasen lässt..... total süß!

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    3. So ein Schildkrötenrennen verbreitet auch weniger Hektik.

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  4. Earl Gery?
    Lecker.

    Einkaufen?
    Wir waren heute erst um 16.30 Uhr. Es ging. War zwar nicht mehr alles da aber auch viel weniger Gerüms in den Gängen :-)

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    1. Das war keine Option, da ich das Auto nicht zur Verfügung hatte. Meine Angetraute hat es Freitag am späten Nachmittag schon versucht, musste aber aufgeben, weil die ganz Schlauen schon vor Ort waren. Sämtliche Parkplätze waren dicht. Und hier sind die Parkplätze der Supermärkte und Discounter wirklich richtig groß.

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