Dienstag, 22. April 2014

Keine Eier für Mandy

Nach einer selbst für meine Verhältnisse viel zu kurzen Nacht hatte mich das Büro wieder in seinen wohligen Schoß aufgenommen. Während ich noch krampfhaft bemüht war, einen klaren Gedanken hinzubekommen und mich mit dem mir eigenen Schwung auf die temporäre Umverteilung aller anfallenden Arbeiten auf alle Anwesenden, welche gerade aufgrund österlicher Nachwehen – sprich Osterferien und der damit verbundenen Abwesenheit unserer Muttis – ausnehmend umfangreich ausfällt, erschien auch schon Mandy auf der Bildfläche. Sie zauberte zwei kleine, als Lunchbox jedoch deutlich überdimensionierte Plastikbehälter (nein, keine Wupperware) aus den Untiefen ihrer Tasche und beglückte uns mit den Worten: „Hier, ich habe Muffins mitgebracht.“

Muffins. So so.

„Sag mal, hast du die an Stelle von Ostereiern gesucht.“

„Ich habe gar nichts gesucht, noch nicht mal Eier. Ich mag die vorgefärbten nicht, und wenn ich bunte Eier haben wollte, dann hätte ich mir die selbst gefärbt.“

„Aha.“

„Aber ich bin trotzdem nicht daran vorbeigekommen.“

„An das Suchen?“

„Nein, an den vorgefärbten Eiern.“

„Wie das?“

„Ich habe doch schon von meiner Nachbarin erzählt. Der Omi. Die hat mit ein Osternest geschenkt. Da waren dann schon mal drei dieser Eier drin. Und dann kam von anderen immer noch mal eines hinzu. Jetzt habe ich sieben gekochte und vorgefärbte Eier zu Hause.“

„Und was machst du damit?“

„Früher oder später wegwerfen. Oder willst du die haben?“

„Nö, danke, lass mal.“

Sieben Eier?

Wie niedlich.

Warum?

Deswegen: Klick mich!




Kommentare:

  1. Und wenn man nun anstatt der Eier den Hasen zur Strecke bringen würde? Hätte doch gleich mehrere Effekte. Keine alten bunten Eier mehr und was ordentliches auf dem Tisch gäbe es auch. ;-)

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    1. So lecker knusprig braun aus dem Ofen? Da bin ich dabei. Und in meiner näheren und weiteren Familie würde mir den auch niemand streitig machen.

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    2. Na, die Familie bekommt die Raubtaten des Hasen. Eier. Halalai!

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  2. Mit den hartgekochten Eiern kann man eigentlich ganz tolle Gerichte zaubern, z. B. Spargel-Ei-Salat. Bei mir wird nix weggeschmissen, da bin ich altmodisch...

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    1. Ich sehe das auch so. Irgendwie haben wir hier bislang immer alles seiner Bestimmung zugeführt. Aber das heißt nicht, daß ich alles an irgendwoanders überflüssig geworden Lebensmitteln annehme, nur um mir das dann einverleiben zu müssen.

      Ich wäre da auch für den 70er-Jahre-Retro-Style: der Fliegenpilz, bestehend aus Ei, Tomatendeckel und Mayonnaise-Punkten. Oder Ei mit Lachsschnitzeln. Oder...

      Ich bekomme Hunger. Mal sehen, ob es irgendwo noch Reste gibt. ;-)

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