Samstag, 12. April 2014

50.000!

Still und leise hat der Besucherzähler dieses Blogs die 50.000er-Marke überschritten. Natürlich ist dies nicht übertrieben viel, wenn ich mir ansehe, mit welchen Zahlen meine Blognachbarn da so teilweise aufwarten können. Doch für mich ist das eine immenser Wert, mit dessen Erreichen ich so schnell nicht gerechnet hätte.

Der Zähler begann sein Werk am 2. Februar 2013, obwohl zahlreiche Einträge ein früheres Veröffentlichungsdatum aufweisen. Das liegt daran, daß ich diese Einträge von Facebook, wo ich sie früher publiziert hatte, entsprechend der ursprünglichen Veröffentlichungsdaten hierhin übertragen habe. Das Blog selbst ging tatsächlich erst zum besagten 2. Februar für die Öffentlichkeit auf Sendung.

Gerade noch habe ich mich darüber gefreut, täglich regelmäßig mehr als 150 Seitenaufrufe feststellen zu können, schon wird die 200er-Marke anvisiert. An einzelnen Tagen lag die Zahl der Seitenaufrufe locker über 300 und ein Mal deutlich über 400. Mich beeindruckt dies sehr, insbesondere wenn ich mitbekomme, daß es regelmäßig Menschen gibt, welche auch in den alten Einträgen dieses Blogs herumwühlen und es sogar teilweise von Anfang bis Ende durchlesen. Dies lässt sich an der täglichen Übersicht der aufgerufenen Eintragungen schön nachvollziehen.

Die virtuelle Auswertungsmaschinerie gibt mir darüber hinaus folgende Informationen:

Inklusive des Beitrages, den ihr gerade lest, wurden 576 Einträge veröffentlicht.

Gemeinsam haben wir 1.195 Kommentare zustande gebracht.

Alleine in diesem Jahr wurden 978 verschiedene Leser ausgemacht. Manche lesen täglich, manche schauen nur alle paar Tage mal rein und wieder andere sehen sich um und wurden nie wieder gesehen. So ist das eben.

29 Follower haben sich für das Blog angemeldet.

Bei dem meistaufgerufenen Beitrag (176 mal) handelt es sich um diesen hier.

Die meisten Aufrufe über verweisende Websites stammen von Facebook (817), gefolgt von chat noirs Blog (805).

Wirklich interessante Suchbegriffe, mit denen das Blog über Google gefunden wurde, gibt es nicht, weswegen ich auch keine veröffentlichen kann.

42 % der Seitenaufrufe werden über den Browser Firefox vorgenommen, welcher damit einen unangefochtenen Spitzenplatz einnimmt; 78 % benutzen ein Windows-Betriebssystem. Es folgen noch einige bekannte Browser und Betriebssysteme, danach kommen ganz viele, von denen ich noch nie gehört habe.

Nicht wenige Einträge schreibe ich früh morgens an freien Tagen. Dann habe ich meine Ruhe und kann alles fließen lassen. Viele Einträge mit zeitneutralen Inhalten wandern zunächst ins Archiv und werden erst Wochen oder Monate später veröffentlicht. Dies macht Sinn, denn wenn ich anfange zu schreiben, dann komme ich immer wieder in einen guten Lauf und ich schaffe die Grundlagen für etwa zehn Einträge an einem Tag, mal mehr, mal weniger. Aber auf jeden Fall zu viele für eine zeitnahe Veröffentlichung, auch wenn ich dann stets gegen meine Ungeduld ankämpfen muß. Man nannte mich schon früher ein Schreibmonster, gleich ob es um Sachtexte oder pure Unterhaltung ging. Es kommt natürlich auch vor, daß ich aktuelle Erlebnisse direkt am Abend oder in einer schlaflosen Nacht verarbeite und veröffentliche.

Wenn ich die Stichworte meiner kleinen gelben Zettel übertrage, stelle ich immer wieder vollkommen überrascht fest, für wie viele Einträge ich noch Ideen habe oder hatte: Es sind aktuell über 300! Natürlich wird da mal eine Idee doppelt vorhanden sein, sich mit einer anderen verbinden müssen oder sich nicht umsetzen lassen, aber es gibt mir Gewissheit, daß das Leben doch genug Erzählenswertes bietet. Man muß nur hingucken. Aber der Blogger als Solches sieht das Leben ja ohnehin mit anderen Augen und findet selbst in zahlreichen Kleinigkeiten Dinge, die sich zu verbreiten lohnen.

Es liegt schon eine gewisse Herausforderung darin, das von mir geschaffene Paterfelis-Universum stimmig zu halten. Es war nicht meine Absicht, so viele Figuren in das Blog einzuführen; es sollte für den Leser übersichtlich bleiben. Bei manchen Figuren hatte ich mit mehr sich bietenden Eintragungen gerechnet, andere hingegen haben mich in ihrer Entwicklung selbst überrascht. Je mehr ich mich damit beschäftige, Geschehnisse zu verarbeiten und als Geschichte umzusetzen, desto stärker reift in mir die Erkenntnis, daß alle meine Figuren ihren eigenen Charakter und einen sich entwickelnden Hintergrund haben, denen ich dadurch nicht mehr sämtliche Erlebnisse wahllos zuordnen kann. Also muß gelegentlich eine neue Figur ins Leben rufen, um es wieder schlüssig hinzubekommen. So habe ich in der Realität alleine im Laufe der letzten 13 Jahre für mich nachvollziehbar mehr als 50 Kollegen zu deren Einarbeitung betreut, dazu ungezählte Praktikanten, Auszubildende, Inspektorenanwärter und Bachelor. Viel zu viele unterschiedliche Typen, um sie alle aufzuführen. Aber es sind gleichfalls zu viele Geschichten, um sie unerzählt zu lassen. Eine Herausforderung.

Kaum eine meiner Figuren entspricht exakt dem realen Vorbild, welches ich immer vor meinem inneren Auge habe, wenn ich eine Geschichte schreibe. In jeder bislang wiederkehrenden Figur insbesondere aus meinem Arbeitsumfeld finden sich Elemente und Ereignisse mehrerer meiner heutigen und früheren Kollegen wieder. So habe ich zum Beispiel die Figur des Sven aus bislang vier realen Vorbildern geschaffen, die ich in den letzten fast 30 Jahren meiner Tätigkeit im LASA kennenlernen durfte. Den Schwerpunkt meiner Geschichten setze ich weiterhin überwiegend aus aktuellen Ereignissen und füge nur gelegentlich Elemente aus älteren Geschehnissen ein.

Ich bin froh, dieses Blog ins Leben gerufen zu haben. Das Schreiben macht mir Spaß, sorgt für eine gewisse Kanalisierung meiner Emotionen und hilft, Gedanken zu sortieren sowie daraus auch Erkenntnisse zu gewinnen. Dies ist ein Gewinn für mich, der nicht zu unterschätzen ist.

Viele Geschichten, welche im Zusammenhang mit der werten Kundschaft stehen, sind bislang nicht erzählt worden und werden wohl auch unter Verschluss bleiben müssen. Für ein paar Erlebnisse habe ich jedoch eine Lösung gefunden, wie ich diese genug verfremden kann, um den Sinngehalt der Sache dennoch rüberbringen zu können. Da wird sich also noch was tun.

Mit der Rubrik Gruß aus der Küche hadere ich im Moment ein wenig. Einfach so Rezepte zu veröffentlich halte ich für eher langweilig. Doch es gibt kaum noch Geschichten im Zusammenhang mit der Zubereitung eines Gerichtes zu erzählen. Das empfinde ich als sehr schade, zumal die zweitbeste Ehefrau von allen und ich wöchentlich im Schnitt etwa zwei bis drei für uns neue Rezepte ausprobieren. Nicht immer gelingen sie oder sagen uns im Ergebnis zu, aber dennoch hält es mich nicht davon ab, weiterhin amateurhaft unser Essen zu fotografieren. Ein guter Blogger tut so etwas. Man hat ja ein Image zu pflegen. Die Fotos werden für die familieninterne Mampfkartei verwendet und finden vielleicht doch noch mal samt Rezept den Weg in die Öffentlichkeit. Harren wir hier der Dinge.

Auch bereue ich nicht den Schritt, meine Soziophobie bekannt gemacht zu haben. Hier habe ich ebenfalls Rückmeldungen erhalten, welche bestätigen, daß die Einblicke in die Abgründe meines Seelenlebens durchaus so manchem Erkenntnisgewinn gebracht haben. Selbst die zweitbeste Ehefrau von allen, welche die damit verbundenen kleinen und großen Eigenheiten in meinem Handeln Tag für Tag erleben darf, vermag auf diesem Weg ebenfalls noch Neues über den Herrn Gemahl zu erfahren.

Von daher hoffe ich, daß ihr, meine geschätzten Leser, mir weiterhin gewogen bleibt.

Auf die nächsten 50.000!

Euer  
Paterfelis




Kommentare:

  1. Mein allerherzlichsten....
    Es ist gut, dass du dich geoutet hast.
    Bis dato wusste ich noch rein gar nichts über diese/deine Krankheit. Umso mehr verstehe ich jetzt Menschen wie dich. Bei einigen meiner Fahrgäste stelle ich mir ab und an die Frage ob sie nicht auch ein Paterfelis sein könnten....

    Alles Gute und bis bald.

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  2. Wow, das ist mal ein guter und schöner Einblick in das Leben eines Bloggers. Danke Dir dafür!
    Hab mich in einigen Zeilen wiedergefunden.
    Erstaunt hat mich ja die Anzahl der Ideen für Einträge. Und das Du bei einem guten Lauf bis zu 10 Posts vorbereitest. Ich brauche allein für einen, und das mache ich auch gerne an freien Tagen vormittags, manchmal bis zu 4 Stunden. :o))

    Schreibmonster klingt passend. Ein Glück für uns Leser, finde ich aber.
    Herzlichen Glückwunsch zu der 50.000! Und klar bleibe ich Dir auch weiterhin erhalten und gut gewogen.

    Liebe Grüße und ein sonniges Wochenende.
    Rotzlöffel

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  3. Herzlichen Glückwunsch auch von mir!! Mich beeindrucken die hohen Besucherzahlen auf anderen Blogs immer sehr. Laut meiner Lügenstatistik, der ich nicht im geringsten über den Weg traue, kommen die meisten Besucher auf meiner Seite übrigens von dir.

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    1. Du hast recht, ihr nicht zu glauben. Ich hab sogar ein Zähler, wenn ich nur die Ansicht eines Posts von meiner Admin-Seite aus mache. Und das, wo ich doch eingestellt habe, das er die eigenen Seitenaufrufe nicht mitverfolgen soll. Somit habe ich auch mit Platz 2 der Besucherwebsites in meiner Statistik mein "Stübchen" in der gesamten Zeit, nur übertroffen von der Kugelmaschine. :o))

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  4. Herzlichen Glückwunsch. Zu der runden Zahl und auch zur wirklich schönen Seite. Mit Liebe gemacht, unterhaltsam und immer was zu schmunzeln. Danke dafür!

    Gruß, Holger

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  5. Herzlichen Glückwunsch, gerne werde ich deine Seite auch in Zukunft besuchen.
    Was die Statistik betrifft, ich scheine als Blogger seit 2012 auf und habe mich erst im Okt. voriges Jahr angemeldet, aber das ist egal, schön dass du da bist.
    LG und noch einen entspannten Sonntagabend.
    Sadie

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  6. So so. Über meinen Blog kommen Deine Gäste. Unerhört. Die sollen bei mir lesen und nicht nur umsteigen. Vielleicht denkt auch so mancher, du bist mein Kater? Schnurrende Grüße von der schwarzen Miezekatze ;-) Und natürlich Glückwunsch zu den tollen Zahlen. Ich nehme auch weiterhin keine Gebühren ^^

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    1. Oh, das ist sehr freundlich von dir. :-)

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  7. Ich tät sagen: Alles richtig gemacht, mein Lieber. Glückwunsch.

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