Montag, 17. März 2014

Paterfelis spielt - Mortheim (1)

Die Versuche meiner Kollegen und mir, vollbemalte 2.000 Punkte starke Warhammer-Armeen aufzustellen, stellte sich als schwieriger raus als erwartet. Unserer Einschätzung nach würde es noch gefühlte Ewigkeiten, unter Umständen sogar noch länger dauern, bis wir ein erstes Spiel wagen könnten. Warum wir nicht einfach mit den unbemalten Armeen gespielt haben, kann ich heute nicht mehr nachvollziehen.

Natürlich steht in den Regeln, daß man Warhammer Fantasy Battles gefälligst mit bemalten Miniaturen zu spielen hat, die ausschließlich mit den Farben, Klebstoffen und Werkzeugen desselben Miniaturenherstellers behandelt waren und die auch keinesfalls mit Miniaturen von Fremdherstellern kombiniert eingesetzt werden dürfen, weil die sonst verpuffen. So in etwa wie beim Zusammentreffen von Materie und Anti-Materie.

Ich habe es im Laufe der letzten Jahre wiederholt getestet und kann alle Anfänger in der Angelegenheit beruhigen: Die Dinger verpuffen nicht. Man kann übrigens auch Einkäufe von Aldi in Lidl-Tüten packen und umgekehrt. Da explodiert, detoniert, implodiert oder kollabiert auch nichts. Ganz bestimmt. Und falls doch mal, dann könnt ihr euch bei mir beschweren. Sofern ihr noch dazu in der Lage seid. Ich höre mir das dann gerne mal an. Als Trösterchen könnte ich auch einen Keks rausrücken, wenn ich zufällig einen habe.

Der Entschluss, unsere halbfertigen Armeen zunächst irgendwo zu parken fiel uns relativ leicht, denn ein neues Spiel hat sich angekündigt: Mortheim! Die Handlung fand in der gleichen Welt wie Warhammer statt. Und es hatte auch den gleichen Modellmaßstab, was bedeutet, daß man auch auf bereits vorhandenes Miniaturenmaterial zurückgreifen konnte. Das Beste aber war, daß es sich um ein so genanntes Skirmish-Tabletop handelte. Dies bedeutet, daß keine epischen Schlachten, sondern nur Scharmützel mit wenigen Modellen ausgetragen werden. Mit einer Auswahl von 20 Modellen hat der Spieler schon mehr als er regelmäßig benötigen würde, der Normalfall sollten 15 Modelle sein. Eine überschaubare Angelegenheit.

Der interessierte Leser kann sich hier mehr detaillierte Hintergrundinformationen holen. Für alle anderen gebe ich hier einen kurzen Abriss des Handlungsrahmens: Die Stadt Mortheim wurde durch einen Kometen zerstört. Dieser bestand aus magischem Material - logisch, wir befinden uns in einer mittelalterlich angehauchten Fantasywelt. Die Splitter des Kometen sind überall in der Stadt verteilt. Die Spieler stellen sich anhand verschiedener Auswahlen Banden zusammen, welche die Stadt durchstreifen, um die Splitter zu bergen. Treffen diese Banden aufeinander, kämpfen sie, bis eine Bande flieht oder die Siegbedingungen des gewählten Szenarios erfüllt sind. Auf ihrer Suche begegnen die Banden zusätzlichen Gefahren. Dämonen, böse Zauberer und verschiedene Monster lassen sich in den Ruinen finden und sorgen ihrerseits für zusätzlichen Ärger.

Mortheim wird als Kampagne gespielt. Das bedeutet, daß die Ergebnisse eines Spieles Auswirkungen auf das nächste Spiel haben werden. Die Charaktere der Angehörigen der Bande entwickeln sich weiter, die Kämpfer entwickeln neue Fähigkeiten, erleiden aber auch sie einschränkende Verletzungen. Ausrüstung kann gekauft und somit variiert werden, neue Bandenmitglieder und Söldner lassen sich anwerben und wieder entlassen.

Ja, wir wollten es versuchen.


(wird fortgesetzt)  



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