Mittwoch, 18. Dezember 2013

Nicht mit mir

Sehr geehrte Leserinnen, sehr geehrte Leser,

es ist an der Zeit, meiner Empörung über ein schier unglaubliches Ereignis Ausdruck zu verleihen.

Wie hier im Blog mittlerweile zur Genüge erläutert wurde, führen meine Kollegin Mandy und ich einen einsamen, heroischen Kampf gegen die unbotmäßige Verwendung eines bestimmten, absolut geschmacklosen und verwerflichen Wortes in unserem Büro.

Sitte, Anstand und Moral müssen endlich wieder Einzug halten in unseren vier Wänden und unserem Alltag. Denkt denn niemand an die Kinder? Und was kann ich denn dafür, daß ich von den drastischen Strafmaßnahmen befreit bin? Selbstverständlich nichts. Rein gar nichts.

Auf nur noch peinlich zu nennende Art und Weise versuchen die ertappten Sünder immer und immer wieder, sich aus ihrer Verfehlung durch Verwendung höchst schwacher Argumente rauszureden. Mandy und ich lassen dies natürlich nicht zu, soviel ist ja wohl mal klar.

Doch nun hat die kollegiale Mistbande einen neuen Weg gefunden, uns auszutricksen.

Unter Aufbietung all meiner Hinterlist ist es mir gelungen, ein Indiz über die bodenlose Heimtücke der so genannten Kollegen aus dem Büro zu schaffen, damit ich es der hoffentlich gleich mir empörten Öffentlichkeit präsentieren kann.

Ich bitte das nachfolgende Bild genauestens zu betrachten und sich hinterher die Augen zu waschen. Es ist mir ausgesprochen unangenehm, meine Leser hier direkt und ungeschönt mit den schmutzigen Tatsachen zu konfrontieren, doch muß es sein.




Auf dem Bild findet sich ein Abdruck. Ein Stempelabdruck. Von einem Stempel, den man jüngst unserem Sven hat zukommen lassen. Da kann man mal sehen, mit welchem Schmutz ich mich nahezu jeden Tag auseinanderzusetzen habe.

Ich bin aufgrund dieser Dreistigkeit in meinen Grundfesten erschüttert.

Mandy und ich werden uns Gegenmaßnahmen überlegen.

So freundlich es geht

Paterfelis



Kommentare:

  1. Unglaublich!!
    So eine Sch****** aber auch.
    Stressarmen Tag für dich und liebe Grüße

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    1. Danke, aber die Erfüllung deines lieb gemeinten Wunsches nach einem stressarmen Tag fand heute noch nicht statt. Schade, aber es ist ja auch noch nicht Weihnachten.

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  2. Gnniihii … dem gedruckten Wort glaubt man manchmal mehr wie dem gesprochenen.

    Ich stelle mir gerade eine von mir mühsam erstellte Steuererklärung vor die ich mit diesem Aufdruck zurück bekomme. Ich glaube ich muss dann dem Stempler recht geben. :-)

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    1. Dann hättest du einen verständlichen Bescheid. Tolle Sache.

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  3. OH-mein-Gott! Was ist aus unseren Amtsstuben geworden? Den Horten früherer Moral und des Anstandes? Ich gehe nun mit Tränen meine Augen spülen. Ja, das sollte ich tun.
    Grüße und die Parole des Durchhaltens, Grüße.....

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    1. Ja, das war früher einmal. Auch der öffentliche Dienst gleicht sich der Gesellschaft an, wenn auch mit stets gefühlten 50 Jahren Verspätung.

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  4. Ich schlage vor, einen Stempel mit einem roten Querbalken anfertigen zu lassen, etwa in der Größe dieses ungehörigen Ausdrucks schlechter Manieren. Damit lässt sich das Malheur ganz leicht "abstempeln",

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    1. Oh oh oh, das wäre Amtsanmaßung. Rote Farbe ist ausschließlich den Fachbereichsleitern gestattet, nicht aber dem Fußvolk.

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  5. Hallo Paterfelis,
    das ist wahrscheinlich ein Kampf gegen Windmühlen, dieses Wort abzuschaffen. Vielleicht hilft es aber Gebetsmühlen-haft die Sauberkeit aller Moral vorzuzeigen. Wünsche viel Erfolg !

    Gruß Dieter

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    1. Einige Kollegen sind auf das Wort "Kacke" umgestiegen, zwei ganz harte brüllen jetzt meistens statt "Sch..." einfach "Kuchen" - mit allen zu erwartenden Nebenwirkungen.

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