Donnerstag, 5. Dezember 2013

Des einen Leid...

Seniorkatze Sally ist bekanntlich nicht mehr die Geschickteste oder die Reaktionsschnellste. Den Kratzbaum nutzt sie zwischenzeitlich überhaupt nicht mehr. Ihre Lieblingsplätze beschränken sich auf mein Bett, bevorzugt wenn ich auch darinnen liege, meinen Bauch, sofern ich auf dem Monster liege, oder das Rückenkissen des Monsters in allen anderen mich betreffende Situationen.

Letzteres wird zum Problem, denn aufgrund ihrer zunehmenden körperlichen Ungeschicklichkeit neigt Sally dazu, durchaus auch mal im Liegen das Gleichgewicht zu verlieren und abzurutschen. Sie ist nicht mehr schnell genug, um dies rechtzeitig zu bemerken und zu verhindern. Bislang ist ihr dabei außer einem großen Schrecken nichts widerfahren. So manches Mal konnten meine Angetraute oder ich sie vor dem drohenden Absturz bewahren, indem wir sie während des Dösens wieder in eine stabile Lage schieben. Was sie mitunter noch nicht mal bemerkt, weil sie einfach weiterschläft. Oder wir retteten sie vor dem Absturz, wenn wir rechtzeitig vor Ort waren, um die nur noch an ihren Vorderpfoten irgendwo hängende Katze unter dem Hintern zu packen und wieder nach oben zu schieben. Diese Einsätze quittiert Sally dann mit einem verärgerten Maunzen. Ja, wir haben dich auch lieb.

Dennoch konnte es so nicht weitergehen. Sollte Sally sich bei einem solchen Absturz verletzen, wird es in ihrem Alter schwierig. Also hat die zweitbeste Ehefrau von allen wieder gebastelt. Kurzerhand wurde eine Art Rahmen mit Plattform konstruiert, welcher über die hölzerne Rückenlehne des Monsters geschoben werden kann. Auf der Plattform wurde ein Katzennest derart befestigt, daß es auch bei noch so wilden Bewegungen eventueller Nutzer dort stabil liegen bleibt.

Das Problem: Freiwillig geht Sally nicht da rein. Wir legen sie zwar immer wieder in dieses Nest, aber in schönster Regelmäßigkeit verlässt sie es wieder, um sich daneben hinzulegen. Es sei denn, sie ist gerade zu faul oder zu müde, um sich noch zu bewegen.

Damit ist ihr unser Problem nicht gelöst. Wir arbeiten daran. Man könnte ja die Rückenlehne des Monsters komplett mit Dingen belegen, damit Sally keinen anderen Platz mehr findet. Oder eine Art Begrenzung zwischen Rückenkissen und Rückwand einschieben, damit sie zumindest nicht hinter das Monster auf den Boden plumpsen kann. Mal sehen.

Aber zumindest freut sich jemand anderes über die bisherige Mobiliarerweiterung.



Dies war der Plan.

 
Und das ist die Ausführung.


Hier sehen wir die Nachtschicht.





Kommentare:

  1. Coole Idee!
    Als Tipp hätte ich den Vorschlag, das Du auch einmal drin übernachtest(...bitte mit "Beweisfoto"...*duckundweg*), damit Sally dann auch immer so deine "Anwesenheit" spürt. Oder ihr versucht´s mal mit Katzenminze, hat bei uns auch ein zwei Mal geklappt.

    Allerdings ist´s ja immer so ein Ding mit Katzen. Machen was sie wollen und eigentlich ist´s für uns nie nachvollziehbar. ;-))

    Bin gespannt auf weitere Versuche, aber glücklich kann sie sein, euch als "Personal" zu haben.
    Gruß Rotzlöffel

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    1. Man könnte natürlich versuchen, ihr die Benutzung des Nestes zu verbieten. Das erscheint mir am erfolgversprechendsten zu sein.

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    2. Klar, Verbotenes macht ja bekanntlich am meisten Spaß.
      Aber bis jetzt WILL sie doch nicht mal da rein!?

      Hat sie vielleicht ´ne lieblingsdecke oder so was ähnliches, was man da mit rein legen könnte?

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    3. Klar hat Sally sowas ähnliches wie eine Lieblingsdecke: DICH!!! *grins* :-P
      Und gleich danach: mich... *stöhn*

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    4. Hahaha......somit wäre ich wieder bei meinem ersten Vorschlag. Und ja nicht die Beweisfotos vergessen. *gröhl*

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  2. Da hilft nur noch ein Auffangnetz, welches über das Monster gespannt wird...

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  3. Mei sind die Katzen herzig. Hoffentlich geht es Sally bald wieder besser und sie hat noch viele schöne Jahre bei euch.

    VhG

    Andrea

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    1. Ihr wird es nie mehr besser gehen. Das ist das Alter, genau wie beim Menschen. Das muß man einfach akzeptieren. Sie ist jetzt 16 Jahre alt, das entspricht etwa 80 Menschenjahren.

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