Freitag, 29. November 2013

Unruhige Zeiten

Die befürchteten unruhigen Zeitenhaben begonnen. Rebecca kam mit Nadja aus der Mittagspause.

„Du, Paterfelis, ich habe mir einen ganz tollen Terminkalender gekauft.“

Ich bemühte mich, angemessen beeindruckt auszusehen.

„Ja, so einen richtig kitschig bunten Mädchen-Terminkalender.“

Nadja verzog leicht das Gesicht, so daß auch Rebecca es mitbekam.

„Guck nicht so, aus dir machen wir auch noch ein Mädchen.“ strahlte Rebecca sie an.

Nadja würde ich jetzt nicht unbedingt als burschikos bezeichnen, aber sie hatte nicht so einen Bezug zum Chichi- und Nini- und Ninichichi-Gedöns wie andere junge und teilweise auch ältere Frauen.

„Natürlich, so mit rosa Kleidchen. Das könnte ihr ja für die Hochzeit anschaffen.“

 Ich fand meine Idee super.  Rebecca wusste noch eine Verbesserung.

„Pink, Paterfelis, nicht rosa. Pink. Und eine pinke Schleife im Haar.“

Nadja würgte das Thema ab. „Jetzt so du so einen schönen Terminplaner und noch keine Termine, die du da eintragen könntest.“

„Doch. Nächsten Monat ist Hochzeitsmesse. Da gehen wir zwei hin. Und werden viel Spaß dabei haben.“

Ich begann, wieder meinen betont gelangweilten Blick aufzusetzen. Das Thema driftete nun in Regionen ab, die weit weg von mir sind. Und es auch bleiben sollten.

„Ja, Paterfelis, ich weiß, daß dich diese wichtigen Informationen nicht interessieren. Aber da musst du durch, so lange ich hier sitze.“

Unruhige Zeiten. Ich erwähnte es ja bereits.



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