Sonntag, 3. November 2013

Gruß aus der Küche - Kürbiseintopf

Meinen ersten und für lange Jahre letzten Kontakt mit Kürbissen hatte ich im Alter von sechs oder sieben Jahren in der Grundschule. Irgendwie sind wir im Unterricht auf das Thema Kürbis gekommen. Eine meiner Mitschülerinnen hatte angeboten, aus dem heimischen Vorrat mal einen Kürbis zur allgemeinen Verköstigung mitzubringen.

Selbiges wurde am nächsten Tag auch umgesetzt. Jeder Schüler bekam ein Stück vom eingelegten Kürbis, so auch ich. Alle beteuerten pflichtschuldig, wie lecker so ein Kürbis doch sei; lediglich der kleine Paterfelis verzog das Gesicht.  Frau Müßig, meine Lehrerin, hakte sofort nach und wollte wissen, was ich denn daran nicht mögen würde.




Ich empfand den Geschmack als sauer, was allgemein sofort abgestritten wurde. Das war mir dann aber auch egal und ich beschloss, in Folge Kürbisse nicht zu mögen. Das habe ich auch über Jahrzehnte durchgehalten, bis ich genötigt wurde, von der Kürbissuppe meiner Angetrauten zu kosten, die sich zwar nicht als mein künftiges Lieblingsessen, aber als durchaus schmackhaft erwiesen hat. Doch die war ja auch nicht Kürbis pur, sondern wurde durch andere Dinge geschmacklich aufgewertet.

Nun bin ich auf ein Rezept für einen Kürbiseintopf gestoßen, welches mich veranlasst hat, wieder näheren Kontakt zu Kürbissen aufzunehmen.

Man nehme:

1 Hokkaido-Kürbis, darf ein gutes Kilogramm wiegen
500 g Schweinegeschnetzeltes oder Schweinenacken
2 Scheiben durchwachsenen, geräucherten Speck
2 große Zwiebeln
250 – 400 g Kartoffeln
2 EL Schweineschmalz
Majoran, Salz, Pfeffer


Das Geschnetzelte kräftig im Schweineschmalz anbraten. Nun die klein geschnittenen Zwiebeln hinzufügen und glasig dünsten.  Die Kartoffeln in mundgerechte Stücke schneiden und kurz mitdünsten lassen.

Den Kürbis aufschneiden, Stiel sowie das wattige Innere entfernen, den Rest ebenfalls in mundgerechte Stücke schneiden und in den Topf geben. Alles ordentlich pfeffern und salzen.

Nun ist der Topfinhalt mit Wasser aufzufüllen, bis dieses einen Zentimeter über dem sonstigen Inhalt steht. Majoran und den mundgerecht geschnittenen Speck hinzufügen und alles offen 20 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln und der Kürbis weich sind. Nochmal abschmecken, fertig.

Ich bin hin und weg von diesem Eintopf.





Kommentare:

  1. Hört sich super an, zum Dekorieren würde ich noch ein paar Tropfen Kürbiskernöl darübergeben.
    Dann wäre es perfekt.
    LG

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    1. Dann aber bitte nicht vor dem ersten Abkühlen, wenn das erkaltete Fett aus dem Fleisch abgeschöpft wurde. :-)

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