Freitag, 11. Oktober 2013

Paterfelis spielt - per Post (2)

Seinerzeit habe ich Bücher regelrecht verschlungen. Ich trauere dieser Zeit durchaus nach, benötige ich heute doch wesentlich länger, um die mir anheimfallende Literatur durchzulesen. Damals, als Die unendliche Geschichte in die Kinos kommen sollte, wollte ich mit meinen Kumpels den Film unbedingt sehen. Ich hatte mir aber vorgenommen, das schon Jahre zuvor erschienene Buch vorherzu lesen. Dumm nur, wenn der Termin zum gemeinsamen Kinobesuch auf den übernächsten Tag festgesetzt wird.

Also zog ich am nächsten Morgen (schulfrei) los und kaufte das Buch. Es war schon ein fetter Wälzer. Und ich begann zu lesen. Immer weiter. Ich las das dicke Buch tatsächlich in einem einzigen Tag durch. Das Ergebnis: ein tolles Gefühl – und Kopfschmerzen. Es war auch erstaunlich schwierig, sich aus dieser Fantasiewelt wieder zu lösen. Das war wohl doch eine Nummer zu viel. Gleich dem Herrn der Ringeschien mir auch dieses Buch unverfilmbar zu sein. Nun, für sich betrachtet war der Film dann auch nicht so schlecht, hielt aber keinen Vergleich mit dem Buch aus. Was mich wieder auf den Gedanken bringt, jetzt, nach ein paar Jahrzehnten, erneut lesenderweise in die Welt Phantásiens einzutauchen. Und dies mit etwas mehr Genuss als damals. Für manche Bücher ist man nie zu alt.

Doch zurück zum Thema. Die letzten Seiten der Taschenbücher waren seinerzeit oft mit Werbung für weitere Bücher aus dem Verlagsprogramm belegt, die ich mir auch regelmäßig ansah. Hier fand sich der Hinweis auf ein Buch, in dem es um Spiele per Post ging. Dabei handelte es sich noch nicht um das in der Szene recht bekannte Werk von Karl Heinz Koch, auf welches auch in der Wikipedia hingewiesen wird und mir später in die Hände gefallen ist, sondern eine ältere Publikation. Ich besorgte mir das Buch und war direkt gefesselt von der Thematik.

Spiele per Post sind eigentlich schon eine fast antike Idee. Eine durchaus auch heute bekannte Variante ist Fernschach. Zwei Spieler wohnen an den entferntesten Winkeln dieser Erde und spielen gegeneinander Schach, indem sie ihren aktuellen Zug per Postkarte an den Gegenspieler schicken und dann auf Antwort warten. Heute funktioniert dies dem Internet sei Dank deutlich schneller, aber damals hat man auch so etwas noch gemacht. Und dies war auch mit anderen Spielideen möglich. Wie so oft, dieses Mal aber wieder ganz direkt, möchte ich zur näheren Information auf meinen Link zur Wikipedia verweisen, den ich hier angebracht habe.


(wird fortgesetzt)


Kommentare:

  1. Ich fand das Buch (unendliche Geschichte) sehr "schwer" zu lesen. Als Kind. Vor einem Jahr oder so hab ichs erneut gelesen. Tja, nicht meins. Der Film (ich rede ausschließlich vom ersten Teil) allerdings: Sehr gut!
    Herr der Ringe hab ich nicht gelesen.... sag mal, interessiert das überhaupt jemanden? Egal.... aber: ich war seinerzeit im Kino! Und was soll ich sagen? Ich hasse Zwerge! Frodo ist ein Jammerlappen, ich hätte ihn sterben lassen! Golum (heißt der so?), knuffig. Ein bisschen hager vielleicht, aber knuffig. Aragorn..... schnurrrr.... warum hat der eigentlich die Liv Tylor geheiratet? Check ich nicht.
    Schönes Wochenende ;-)

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    1. Mir fehlen die Worte ob dieses Sakrilegs.


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