Montag, 23. September 2013

Wie ich mich fühle

Ein kleiner Nachtrag aus den letzten echten Spätsommertagen:

Nein, ich bin kein Freund des Sommers. Und erst recht nicht von Sommernächten. Da können die Wetteronkel und –tanten aus Radio und Fernsehen in Verbindung mit den Moderatoren der jeweiligen Sendungen ruhig von einem Orgasmus in den nächsten fallen, wenn sie verkünden, daß endlich wieder die 30 Grad-Marke geknackt wurde und kein Wölkchen den blauen Himmel verunstaltet – ich mag das nicht. Zu warm ist zu warm, und schlafen kann ich dann auch nicht richtig gut. So kommt es vor, daß ich im Büro entsprechend unausgeschlafen  mein Unwesen getrieben habe.

Fräulein Hasenclever war ebenfalls schon früh am Werk. Artig sagte ich ihr die Tageszeit, was aber wohl mehr einen Krächzen gleichkam.

„Oh, Herr Paterfelis, Sie hören sich an wie ich mich fühle.“

„Na dann seien Sie mal froh, daß Sie nicht so aussehen, wie ich mich gerade fühle.“

„Na was ist das denn? Das ist ja schon fast ein Kompliment. Und das von Ihnen.“

„Niemals, Frl. Hasenclever. Und wehe, sie verbreiten das weiter. Das ist rufschädigend.“

Komplimente? Ich? Auf keinen Fall! Am Ende hält mich noch jemand für einen netten Kerl…




1 Kommentar:

  1. Tja mein Lieber... Auch wenn du noch so angestrengt versuchst als Arschloch zu gelten: es gibt mehr als genug Leute die dich schon sehr, sehr lange durchschaut haben... :-P

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