Samstag, 28. September 2013

Gruß aus der Küche - Pseudo-Döner

Die zweitbeste Ehefrau von allen war wieder im Rahmen ihrer Trainerausbildung unterwegs.  Das an diesem Tag anstehende Seminar barg einiges an Neuland. Es würde in einem Studio stattfinden, mit dem man noch nicht zusammengearbeitet hatte. Auch der Referent war erstmals dabei. Aufgrund der besonderen Thematik – es ging um Vibrationstraining – fanden sich Teilnehmer aus unterschiedlichen Gruppen zusammen. Rajiv selbst war an diesem Tag verhindert, so daß er meine Angetraute gebeten hatte, stellvertretend für ihn das Seminar vorzubereiten und zu eröffnen. So lag eine gewisse, von meiner Angetrauten ausgehende Aufgeregtheit in der Luft.  Aber sie würde das schon meistern, da war ich sicher.

Stunden später, als ich gerade in einem wagemutigen Moment den Müll bei Tageslicht rausbrachte, fuhr sie mit Balduin vor, parkte ihn ordentlich in unserem Carport, stieg behutsam aus und näherte sich der Haustür vorsichtigen Schrittes. Oha, das war wohl wieder eine Veranstaltung mit Folgen. Erste Worte der zweitbesten Ehefrau von allen bestätigten diese Vermutung:

„50 Übungen zu 45 Sekunden auf den Vibrationsgeräten. Aua.“

Und weiter:

„Ich will gar nicht wissen, wie sich der Muskelkater morgen und übermorgen erst anfühlt.“

Gefolgt von einem:

„Hunger!“

Gut, zumindest dem konnte ich abhelfen. Und zwar mit einem Pseudo-Döner.

Genau wie beim Pfannengyros hat das Gericht auch hier nur sehr rudimentäre Bezüge zu einem echten Döner. 




Man nehme:

500 g Putenfleisch
2 große Zwiebeln
½ TL Kreuzkümmel
½ TL Paprikapulver
1 TL getrockneter Oregano
Knoblauch
1Salatgurke
8Tomaten
Salz
Pfeffer
Ciabatta
Zaziki
Pul Biber


Das Putenfleisch in mundgerechte Stücke schneiden und in der Pfanne knusprig anbraten. Dabei mit Kreuzkümmel, Paprikapulver und Oregano würzen. Wer mag, kann auch noch entsprechend Knoblauch hinzugeben. Die Zwiebeln klein schneiden und mitbraten.

Den Ciabatta-Leib am oberen Rand aufschneiden und so einen Deckel abheben. Das Innere aushöhlen. Dann den Laib im Ofen vorwärmen und schließlich mit dem Fleisch füllen. Alles nochmal für 5 Minuten bei 200 Grad in den Ofen geben.

Während dessen Gurke und Tomaten schneiden, vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Pseudo-Döner aus dem Ofen holen, Zaziki auf das Fleisch geben.  Mit etwas Pul Biber garnieren und mit dem Salat auf einem Teller anrichten.



Kommentare:

  1. Oh mein Gott, das sieht echt lecker aus! Mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Muss unbedingt sofort kochen gehen.

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  2. Das halte ich für einen sehr lobenswerten Einsatz.

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