Sonntag, 18. August 2013

Schreck in der Abendstunde

Meine Angetraute und ich saßen abends auf dem Sofa. Smilla hing am Stamm unseres höchsten Kratzbaumes, Marty begann, seine tollen fünf Minuten zu bekommen, während Lilly ihr Köpfchen wiederholt gegen meine Hand stieß. Sie macht dies meistens, wenn sie um die Erlaubnis bettelt, sich an mich zu kuscheln. Das Betteln ist zwar nicht erforderlich, aber irgendwann hat sie es sich mal so angewöhnt. Blöderweise macht sie dies auch so, wenn ich schon im Bett bin. Nun ja, nicht ganz so schlimm. Ich streiche ihr ein- oder zweimal über den Rücken, dann ist alles geklärt und sie legt sich fest an mich gepresst hin.

Ich nahm den Blick der zweitbesten Ehefrau von allen auf. Er wirkte etwas verstört und lief knapp über meiner Schulter an mir vorbei. Sally lag wie so oft in meiner Kopfhöhe auf der Rückenlehne unseres Monsters. Mein Blick streifte sie nun. Es war sehr merkwürdig, wie das alte Tuttelchen da lag. Irgendwie untypisch, seltsam verdreht. Sie wird doch nicht… Sie hat ja schließlich ihr Alter erreicht und ist nicht mehr auf der Höhe.

Viererbande auf Monster

Ich fasste sie kurz an, doch Sally reagierte nicht. Ich strich ihr mit dem Fingers seitlich den Hals entlang. Weiterhin keine Reaktion. Meine Bewegungen wurden schneller und fester. Plötzlich ruckte ihr Kopf nach oben, begleitet von einem verärgerten Krächzen. Sally sah verstört durch die Gegend. Sie braucht zwischenzeitlich etwas länger, um sich nach einer Schlafphase zu orientieren.

Boah, Katze, lege dich gefälligst nie wieder so seltsam hin.


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