Mittwoch, 28. August 2013

Kokosflocke

„Na, du kleine Kokosflocke auf meinem Spaghettieis.“

Sven kam in unser Büro, um Mandy davon zu überzeugen, daß es an der Zeit sei, draußen wieder ein paar Rauchwolken in den Himmel zu pusten.

Der Spruch klang interessant. „Darf ich mir den zur Weiterverwendung merken?“

„Klar. Den musst du gleich bringen, wenn deine Frau dich abholt. Dann will ich morgen aber auch deine kaputte Brille und die blauen Flecken sehen, wenn sie dich gehauen hat.“

Nun, darauf lasse ich es doch mal ankommen. Natürlich bin ich auch ein unterdrücktes Wesen, schließlich bin ich verheiratet. Aber gehauen hat mich schon lange keiner mehr. Außer auf den Oberarm, aber der hält was aus.

Die Zeit verging, als mich die erlösende Nachricht erreichte. Das per SMS  (eventuell auch so, ist zuverlässiger) gesendete Codewort lautet Tango. Es signalisiert mir die baldige Ankunft der zweitbesten Ehefrau von allen und unserem Balduin. Also Akte in die Ecke schmeißen, PC runterfahren und fluchtartig das Gebäude verlassen.

Balduin stand schon auf unserem Vorplatz. Ich stieg ein und begrüßte meine Angetraute fröhlich mit den Worten „Na, du kleine Kokosflocke auf meinem Spaghettieis.“

„…“

Meine Angetraute schaute mich an wie ein hypnotisiertes Kaninchen. 

Ich lächelte grinste sie kommentarlos an.

„Häh?“

Dann erzählte ich ihr die Geschichte. Die zweitbeste Ehefrau von allen verdreht nur die Augen.

„Sag ihm, daß auf Spaghettieis keine Kokosflocken, sondern weiße Schokoladenraspel gehören.“

Ok, mache ich.



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