Mittwoch, 7. August 2013

Ich verstehe es nicht

Es ist Mittwoch, 22.00 Uhr ist gerade vorbei. Die Sommernacht ist nicht übertrieben angenehm, aber nach den durchwachsenen Temperaturen der letzten Tage durchaus eine Erleichterung.

Vor dem Haus spielen Kinder, deren Lebensalter eher noch im einstelligen Jahresbereich anzusiedeln ist. Es sind keine Ghettokinder, sondern Kinder mittelständischer Eltern. So wie wir das früher auch waren. Nirgendwo sieht man Erziehungsberechtigte oder sonstige Aufsichtspersonen.

Ich verstehe es nicht. Ich werde es nie verstehen.

Es sind solche Momente, in denen die zweitbeste Ehefrau von allen und ich froh sind, keine Kinder zu haben.

Denn die würden aufgrund ihrer Erziehung im heutigen Alltag der Kinder- und Jugendlichen nicht bestehen können. Sie würden engere Regeln lernen und Pflichten kennen. Zumindest wäre das unsere Hoffnung.

Sind wir das heutige Gegenstück von dem, was wir selbst früher als Spießer bezeichnet haben?

Mag sein. Aber ich stehe dazu.


Kommentare:

  1. Und ich stehe daneben, denn ich kann es ebenfalls nicht verstehen...
    Dennoch gut für die nicht entstehenden Kinder.

    AntwortenLöschen
  2. Nein. Keine Spießer, sondern verantwortungsbewußte, erwachsene Menschen. Meine (unsere) Kinder sind früher auch schon mal länger auf gewesen, aber nicht auf der Straße und schon gar nicht ohne Aufsicht. Und ich bin sehr froh, dass sich beide Kinder an ihre eigene Erziehung halten. Es gibt bei ihren eigenen Kindern auch feste Regeln und Pflichten, in denen sie sich trotzdem frei bewegen können. Wenn ich fremde Kinder beobachte, muss ich manchmal den Kopf schütteln. Ich kann auch nicht verstehen, wie unaufmerksam viele Eltern mit ihren Sprößlingen umgehen.

    AntwortenLöschen