Sonntag, 25. August 2013

Beulenpest

Bei uns ist die Beulenpest ausgebrochen. Eine ganz schreckliche Sache. Das Monster ist akut davon betroffen.

Da Sally das eine oder andere Mal dahin gepinkelt hat, wo sie nicht hinpinkeln soll, haben wir das Monster bis auf weiteres hilfsweise mit Wolldecken aus unserem Kellerfundus abgedeckt. Die dürften im Fall der Fälle einiges fernhalten und lassen sich auch schnell in die Waschmaschine stecken. Einen Testlauf hat es noch nicht gegeben, da Sally in den letzten Tagen kein Missgeschick mehr unterlaufen ist.

Und dann begann es. Aus heiterem Himmel. Ohne jegliche Vorwarnung. Die ansonsten auf dem Monster glatt gezogenen Decken entwickelten Beulen. Nicht nur so kleine faltige Unebenheiten, sondern mehr oder weniger große Auswölbungen. Beulen eben. Diese Beulen können schon unangenehm sein. Insbesondere dann, wenn man sich draufsetzt oder sich an sie lehnt. Die geben meistens so seltsame Geräusche von sich, wenn das Innere wegen des ausgeübten Drucks zur Seite flutscht.

Es kommt aber auch vor, daß das geheimnisvolle Innenleben einer solchen Beule sehr hartnäckig am Ort verbleibt. Da kann man ruhig mal mit ein oder zwei Händen zugreifen. Oder Dinge darauf ablegen. Ein Buch oder etwas in der Art. Nichts passiert. Gar nichts. Keine Geräusche, keine Bewegungen. Erst nach hartnäckigem Herumkratzen lässt sich dieser Flutscheffekt wieder feststellen.

Hin und wieder kommt es vor, daß sich so eine geheimnisvolle Beule der Länge nach über das Monster bewegt, ohne daß wir etwas getan haben. Unheimlich.

Vor Kurzem ist es mir gelungen, unter Wahrung größtmöglicher Vorsicht in das Innere einer geöffneten Beule hineinzusehen. Da schimmerte etwas Weiß-Graues heraus.Ich hätte es herausquetschen können. Wie bei einem Eiterpickel. Aber ich habe es mir nochmal überlegt.

Es sind schon liebe Beulen, die wir da haben.

Du siehst mich nicht.




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