Sonntag, 28. Juli 2013

Schneiden und so

Im öffentlich-rechtlichen deutschen Farbfernsehen lief ein Bericht über Brotschneidemaschinen. Die Stimme aus dem Off meinte, daß das Schneiden von Brot oftmals eine Herausforderung sei.

Wie bitte?

Ich kann dieser Aussage nur bedingt folgen. Mir gelingt es bei jedem Brot, mit einem freihändig geführten Brotmesser locker aus dem Handgelenk und ohne jeglichen Stress eine oder mehrere Scheiben entsprechend meines aktuellen Bedarfes abzuschneiden. Allerdings neigt die zweitbeste Ehefrau von allen dazu, sich über das sichtbare Ergebnis meines souveränen Treibens stets leicht bis mittelschwer belustigt zu zeigen. Entweder ist die Scheibe ihr zu dick oder zu dünn geraten, hin und wieder auch zu ungleichmäßig, zu schräg oder was auch immer.

Brotschnitt durch von des Meisters Hand geführtem Messer

Geprägt von dieser Erfahrung brüllte ich den Fernseher anmeinte ich während des laufenden Beitrages vollkommen sachgerecht einwerfen zu müssen, daß dies ja kein Wunder sei, wenn alle anderen brotschneidenden Menschen die gleichen, absolut unrealistischen Ansprüche wie meine Angetraute hätten. Ist doch egal, wie die Scheiben aussehen. Nachdem ich diese ausreichend dick belegt habe, sieht doch ohnehin kein Mensch mehr die Oberfläche. Und der Rest wird auch nur Augenblicke später ein ziemlich formfreies Gematsche. Garantiert.

Von Seiten meiner Angetrauten kam natürlich wieder nur ein spitzes „ICH schaffe es aber, alle Scheiben schön gleichmäßig abzuschneiden.“

Olle Angeberin.


Kommentare:

  1. Meine Oma hat stets auf einen neuen Laib Brot von unten ein Kreuz gemacht, bevor sie ihn angeschnitten hat. Und dann folgten mit der Hand geschnittene Scheiben, eine so wie die andere. Alle gleich dünn, nix mit Ranken und viel Wurst oder so... Brot mit der Hand zu schneiden ist eine Kunst. Aber Du bist ja noch jung!

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  2. @ chat noir: Alles ist relativ, vor allen Dingen das Alter. Eindeutig allerdings ist mein handwerkliches Ungeschick.

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