Samstag, 27. Juli 2013

Och nö

Dieses Wetter bringt mich noch um. Und die Verkehrsplanungen in Neustadt. Und wenn alles zusammentrifft, dann erst recht. Und überhaupt.

Aktuell gilt aufgrund von umfangreichen Baumaßnahmen auf der von mir bevorzugten Bahnlinie weitgehend Schienenersatzverkehr. Der Takt der Züge wurde zunächst bis Ende des Jahres, wahrscheinlich aber noch viel länger andauernd reduziert. Zunächst mal auf die Hälfte. Teilweise wurden die Züge selber etwas verlängert, aber viel ist da nicht mehr möglich. Zum Auftakt der Sondermaßnahme gab es wegen technischer Probleme auf der Strecke erst mal Zugverspätungen, gefolgt von Ausfällen.

Parallel zu dieser seit langem bekannten Baumaßnahme der DB wurde in der Neustädter Innenstadt gleichzeitig zwei für den ÖPNV sehr zentrale Passagen ebenfalls für mindestens zwei Monate gesperrt. Fast alle der vom gegenüber dem Hauptbahnhof gelegenen Zentralen Busbahnhof abfahrenden Buslinien sind davon betroffen und werden nun an unserer LASA-Außenstelle vorbeigeleitet. Dies führt zu enormen innerstädtischen Staus, verbunden mit entsprechendem Lärm und Gestank.

Ich bin ja sehr lärmtolerant, wenn es darum geht, die Fenster zu Belüftungszwecken geöffnet zu lassen, aber nun war es nicht mehr auszuhalten. Also Fenster zu. Dies führte natürlich zu unerträglichen klimatischen Verhältnissen im Büro, denn die Sonne brennt ganztägig auf unsere Gebäudeseite. Da freut man sich doch schon auf die nächsten Wochen.

Dankenswerterweise war Sven mit dem Auto da und nötigte mich dazu, pünktlich Feierabend zu machen; er würde mich mitnehmen. Gut, ich ließ mich überreden, denn ich hatte weder Lust, am Bahnhof auf einen irgendwann mal erscheinenden Zug oder am Busbahnhof auf einen irgendwann mal kommenden und wahrscheinlich überfüllten und klimaanlagenbefreiten Bus zu warten, noch im Büro genannten Feuchtraumbiotop zu warten länger zu arbeiten, bis sich die Situation draußen wieder normalisiert hatte. Denn das könnte sehr spät werden.

So richtete ich meine erhofften Planungen in verbalkommunikativer Form an Mandy:

„Weißt du eigentlich, daß es bei uns zu Hause im Souterrain immer noch angenehm kühl ist?“

Ein muffiger Blick traf mich.

„Da unten steht übrigens ein großer, saubequemer Ledersessel und wartet auf mich.“

„Klar, Leder bei dem Wetter. Das klebt doch. Den kannst du behalten.“

„Oh nein, der besteht aus Wildleder. Einfach herrlich.“

„Und dann kommen deine vier Mietzis und wollen kuscheln. Dann wird es wieder lecker warm.“

Ich setzte meinen betont lässigen Blick auf.

„Das denke ich nicht. Erstens: Es sind keine Mietzis, sondern gemeingefährliche Killerkatzen. Frag mal die Fliegen in unserer Wohnung. Die lachen sich tot, wenn sie beobachten, was die Bande so anstellt, um die Fliegen zu fangen. Ziel also erreicht, wenn auch nur auf Umwegen. Und zweitens: Ich habe eine Wasserpistole. Die Bande kommt mir nicht zu nahe.“

„Oh, bist du gemein. Bei dir möchte ich keine Katze sein.“

„Ich auch nicht. Dann wäre ich kastriert.“

„…“


Killerkatze - was sonst?



























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