Dienstag, 9. Juli 2013

Gruß aus der Küche - Champignonpastete in Blätterteig

Nachdem die zweitbeste Ehefrau von allen und ich an diesem Tag wieder den Weg nach Hause gefunden hatten war es eigentlich schon an der Zeit, sich so langsam um die Vorbereitung des Abendessens zu kümmern. Nun bin ich aber bekanntermaßen einer jener Menschen, denen Kuchen und ähnliche Süßwaren schwer im Magen liegen. Ich hatte zum Abschluss unseres Besuches im Familienzentrum verwegener Weise auch zwei nur wirklich kleine Stücke Kuchen probiert und war dementsprechend trotzdem satt. Andererseits ließ ich mir morgens nicht die Gelegenheit entgehen, eine gefühlte halbe Tonne Champignons käuflich zu erwerben, welche dringlich noch am gleichen Tag verarbeitet zu werden wünschten.

Also würde es für mich ein längerer Abend als üblich werden, denn ohne von der noch zwingend anzufertigenden Pastete auch gegessen zu haben wollte ich – sehr zum Leidwesen der Katzenbande, insbesondere aber von Sally - noch nicht in die Koje. Der Tag hatte sowohl meiner Angetrauten als auch mir körperlich zugesetzt. Füße, Rücken und andere Körperteile meldeten sich vehement. So begannen  irgendwann zu vorgerückter Stunde in unserer Küche zwei Teilinvaliden zu werkeln.




Man nehme:

1 kg frische Champignons
2 größere Zwiebeln
450 g Blätterteig
Petersilie nach Geschmack, mindestens 2 Esslöffel
100 g Semmelbrösel
Salz und Pfeffer

Zunächst warten 1 kg frische Champignons, aufgrund des intensiveren Geschmacks bevorzugt die braunen, darauf, geputzt und zerkleinert zu werden. Ein großzügiges vierteln reicht dabei aus. Die Champignons zusammen mit den ebenfalls zerkleinerten Zwiebeln anbraten, danach weiter vor sich hinköcheln lassen, bis das von den Champignons gezogene Wasser sich weitgehend verflüchtigt hat. Auf keinen Fall die Flüssigkeit abgießen, sie ist ein wichtiger Geschmacksträger. Beim Abgießen würden die Geschmacksstoffe verloren gehen.

Danach die Semmelbrösel und die Petersilie untermischen, mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
Nicht zum Rezept gehörend, aber von uns improvisiert, gab es noch folgendes kleines Extra: In unserem Kühlschrank fanden sich Reste von Hähnchengeschnetzeltem, welches ebenfalls verarbeitet werden musste. Nach einer kräftigen Würzung mit Ingwer und Kreuzkümmel wurde das Geschnetzelte mit angebraten und unter die Champignonmasse gehoben. Der Geschmack hat sich gut ergänzt.

Nun auf einem Backblech etwa die Hälfte des Blätterteiges auslegen, die Pilzmasse auf dem Blätterteig verteilen und mit dem restlichen Teig abdecken. Teigdeckel und –boden gut miteinander verbinden, ein paar Luftlöcher hineinstechen und für 30 Minuten bei 180 bis 200 Grad (Umluft) im Ofen verschwinden lassen. Der Blätterteig kann zuvor noch mit Eigelb eingepinselt werden, erforderlich ist das aber nicht.

Zur Pastete schmecken je nach Gusto etwas Schmand, aufgerührter und mit Kräutern gewürzter Sauerrahm oder Creme fraiche.



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