Samstag, 13. Juli 2013

Ein hinterhältiges Katervieh

Marty ist als unser Hauskater ja eher ein friedlicher Geselle, der sich hin und wieder mal etwas rüpelhaft zeigt, aber doch insgesamt eher harmlos scheint. Das bedeutet nicht, daß er nicht auch zu einer gewissen Hinterhältigkeit neigt.

Wir haben direkt neben unserem Monster einen deckenhohen, ansonsten aber bewusst schlichten Kratzbaum aufgestellt. Dieser Kratzbaum besteht an sich nur aus den üblichen Rundhölzern, der obligatorischen Bodenplatte, dem Verbindungsstück zur Decke und einer einsamen Plattform. Unsere Haustiger sollen die Möglichkeit haben, wirklich mal ein längeres Stück zu klettern oder ausgiebig abzuhängen, ohne sich irgendwie dabei den Rücken verbiegen zu müssen. Sie machen davon auch gerne Gebrauch.

Die Plattform erfreut sich ebenfalls immer wieder größerer Beliebtheit. Befindet sich Lilly darauf, verteidigt sie ihren Platz durchaus hartnäckig. Marty hingegen kann es dennoch nicht lassen, gerade dann den Weg nach oben zu suchen, wenn Lilly den Kratzbaum bereits besetzt hat. Würde Marty jetzt versuchen, vom Monster aus mit einem großen Sprung die Plattform zu erreichen, würde ihm das schlecht bekommen. Lilly wüsste seine Ankunft geschickt zu verhindern. Bevor er seinen Platz auch nur halbwegs gesichert hätte, würde er die Plattform wieder von unten sehen können. Und zwar von ganz unten. Sozusagen von Bodenhöhe aus.

Marty ist sich darüber augenscheinlich im Klaren; er wird seine Erfahrungen gemacht haben. Also setzt er sich neben den Kratzbaum auf das Monster und fixiert von dort die Plattform. Lilly bemerkt dies natürlich und bereitet sich auf die Abwehr vor. Nach einiger Zeit entspannt sich Marty demonstrativ, legt sich an Ort und Stelle hin oder guckt eine Zeit lang durch die Gegend, bis Lilly wieder ruhiger geworden ist und nicht mehr erkennbar mit seinem Anflug rechnet.

Sobald Marty bemerkt, daß Lilly unaufmerksam geworden ist, springt er aus dem Stand mit einem gewaltigen Satz auf die Plattform. Lilly ist regelmäßig zu verdattert, um sofort zu reagieren, so daß er einen sicheren Platz findet. Das bedeutet jedoch keineswegs, daß Lilly ihn gewähren lässt.

Bei einer solchen Gelegenheit ist das nachfolgende Foto entstanden. Wir sind uns trotz allem ziemlich sicher, hier keinen Werwolfkeine dämonisierte Werkatze zu beherbergen, denn das Foto wurde vor Mitternacht aufgenommen.


Die will nur spielen. Ehrlich.



Kommentare:

  1. So böse kann mein Hund aber nicht gucken..:)

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  2. Hm, vielleicht steckt ja doch was Dämonisches in Lilly. Wer weiß, wer weiß?

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