Samstag, 8. Juni 2013

Die Katzenbande - Marty und Smilla (4)

Um Marty und Smilla an uns zu gewöhnen beschloss die zweitbeste Ehefrau von allen, in der nächsten Zeit im Gartenzimmer zu nächtigen. Ich baute also mit einigen Klapp-Matratzen ein Behelfsbett auf, von dem aus wir tagsüber abwechselnd mit den Katzen redeten, während meine Angetraute dort auch mehrmals übernachtete. Wie gut, daß niemand zuhören konnte, was man so einen Mist zusammenreden kann, aber es kam ja nicht auf die Inhalte an, sondern auf den Klang der Stimme. Außerdem lockten wir mit Spielzeug.


Smilla zeigt Bein

Irgendwann war es soweit, daß sich Marty und Smilla vorsichtig und immer noch scheu blicken ließen. Ausgerechnet die schüchterne Smilla war es, welche die ersten Erkundungstouren wagte und unsere Treppe – ein für sie vollkommen neues Objekt – vorsichtig bezwang. Nachdem Marty erkannt hatte, daß Smilla nichts geschehen war, wagte er sich auch vor.


He, Neuer, bis hierhin und nicht weiter.

Da die beiden erst in einem höheren Alter zu uns kamen als alle ihre Vorgänger, dauerte es wohl auch länger, bis sie sich an die neue Situation gewöhnten. Wir warteten viele Wochen, die sich schließlich zu Monaten hinzogen, bis usnere Neuankömmlinge soweit waren, daß sie ein gewisses Vertrauen zu uns aufgebaut hatten. Insbesondere Smilla zeigt sich weiterhin schreckhaft. Aber wir können mit Fug und Recht sagen, daß Marty und Smilla inzwischen bei uns angekommen sind. Marty hat in Sally eine ältliche Freundin gefunden, mit der er gegenseitige Fellpflege betreiben kann. Lilly und Marty tolerieren sich weitgehend. Hin und wieder geraten beide aneinander, was aber zumeist an Martys ungestümem Verhalten liegt. Wirklich ernsthafte Prügeleien haben wir bislang nicht beobachtet, nach ein paar Hieben und viel Theater war alles zwischen den beiden geregelt. Smilla geht weiterhin jeder Konfrontation mit den anderen aus dem Weg, fühlt sich hier aber auch spürbar wohl.

Wir werden sehen, was die Zukunft für unsere Katzenbande noch bereithält.


(Ende)



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