Montag, 20. Mai 2013

Wenn der Tag schon so beginnt

Freitag habe ich Rajiv getroffen und ihm ein Angebot gemacht, das er nicht ablehnen konnte. Aus beruflicher Erfahrung heraus weiß ich ja, daß Selbständige durchaus für ihre Tätigkeit leben können, doch mit den damit verbundenen Verwaltungsarbeiten auf Kriegsfuß stehen. Kann ich verstehen, denn im Hause Paterfelis steht auch die Steuererklärung an, was wieder eine ausgesprochen nervenaufreibende Angelegenheit wird.

Im LASA haben wir ebenfalls damit zu kämpfen, daß die Selbständigen, mit denen wir von Amts wegen zu tun haben, selbst auf einfachste Anfragen nicht reagieren. Insbesondere wenn sie mit ihren Abgaben im Rückstand sind, könnte vieles für beide Seiten erfolgreicher laufen. Voraussetzung ist, daß man mit im Kontakt bleibt. Viele wissen gar nicht, daß sie uns gegenüber abgabenpflichtig sind und werden dann böse überrascht, wenn wir uns bei ihnen melden, was die Sache auch nicht leichter macht.

So habe ich Rajiv angeboten, im Rahmen der von ihm durchgeführten Trainerausbildung mal als sachkundiger Bürger (ich darf das nicht als offizieller Vertreter des LASA machen) aus persönlicher Verbundenheit und ohne Honorierung einen Vortrag zu der Thematik Selbständigkeit und Abgabenpflicht zum LASA zu halten. Er willigte ein, und so bin ich jetzt dabei, diesen Vortrag vorzubereiten.

Samstags stand ich entsprechend früh auf und begann mit der Arbeit. Da ich in der vorherigen Woche aber mehrfach erst spät ins Bett gekommen war und sich die Ereignisse im LASA so langsam auf eine neue Eskalationsstufe zubewegen, was mich gerade zusätzlich belastet, denn ich sitze dort gerade zwischen zwei Stühlen, fühlte ich mich noch nicht richtig fit und legte mich erneut hin.

Kurz nach meinem zweiten Aufstehversuch ließ sich auch die zweitbeste Ehefrau von allen blicken. Sie verschwand in der Küche, warf ein paar Früchte und sonstiges Zubehör in unseren neuen Mixer und bereitete für uns Smoothies zu. Meiner war etwas fest geraten, aber dennoch verzehrbar. Nach kurzer Zeit fühlte ich ein eher unangenehmes Gefühl in der Magengegend. Da ich immer noch schläfrig war beschloss ich, mich nochmals hinzulegen und auch dieses Magengrimmen auszusitzenliegen. Ich vermutete, daß es einfach zuviel an Masse sei, was der Körper da jetzt zu verarbeiten habe.

Es wurde nicht besser, und irgendwann kam, was zu befürchten war. Ich stand wieder auf und ließ mir in unserem Porzellanpalast den Smoothie nochmals durch den Kopf gehen. Schlagartig ging es mir etwas besser, und auch geschmacklich betrachtet habe ich schon schlimmer Bröckchen gelächelt. Im Rahmen der späteren Nachbetrachtung entschieden die zweitbeste Ehefrau von allen und ich uns nach vorgenommener Analyse dazu, daß die verarbeiteten Heidelbeeren Schuld an der Sache gewesen wären. Schnell noch die Position gewechselt und auf angemessene Art und Weise eine Stange Wasser in die Ecke gestellt entschied ich mich dazu, nun duschen zu gehen.

Kaum stand ich unter dem wohlig warmen Schauer, das Duschgel schon in der Hand haltend, bemerkte ich, daß weitere Biomasse dringend einen Weg suchte, das Licht der Welt zu erblicken. Kann doch nicht wahr sein, ich komme doch gerade von der Schüssel! Und nein, der untere vordere Ausgang sollte es nicht sein. Das hätte ich ja zur Not auch unter der Dusche regeln können. Macht Madonna ja auch. Nein, es drängte sich massivst der hintere Ausgang auf, seiner Bestimmung nachgehen zu wollen. Also blieb mir nichts anderes über, als im Eiltempo eine grobe Trockenlegung meinerseits vorzunehmen und danach an dem dafür vorgesehenen Ort der Natur freien Lauf zu lassen.

Ich denke mit Schrecken daran was los wäre, wenn mir das mal in der Dusche nach dem Sport oder Sauna im Sporttempel passieren würde. Nö, muß echt nicht sein.








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