Mittwoch, 22. Mai 2013

Karla zieht aus

Karla ist in letzter Zeit ganz aufgeregt.  Sie hatte vor geraumer Zeit beschlossen, aus der elterlichen Wohnung auszuziehen und sich was Eigenes zu suchen. Und nun hatte sie eine entsprechende Bleibe gefunden.

Vollkommen aufgeregt erzählt sie Mandy, Trudi und mir ständig von ihrem Unterfangen, von all den Plänen und Anschaffungen. Sie hatte auch genauestens ihren späteren regelmäßigen Finanzbedarf errechnet, was aber zu gewissen Einschränkungen führen würde. In dann doch leicht gedrückter Stimmung meinte sie, daß sie dann nur noch 300 Euro monatlich für ihre Freizeitaktivitäten zur Verfügung habe.

Mandy, Trudi und ich sahen uns an. Schließlich fragte Trudi, wie sie es denn in Zukunft anstellen würde, noch so viel Geld im Monat übrig zu haben. Schließlich sei sie ja nicht diejenige von uns, die das höchste Einkommen habe.

Karla zeigte sich überrascht. „Wie, sind 300 Euro denn viel?“

Wir Älteren waren uns darin einig, daß keiner von uns monatlich 300 Euro habe, die er oder sie noch ausschließlich für Hobby und Freizeit ausgeben könne. Ich erklärte Karla, daß ich mir zur Zeit im Monat für so etwas keine 20 Euro gönnen kann, eher deutlich weniger. Ihr Blick sprach Bände.

Und wir sind alle sehr gespannt, wie es aussieht, wenn Karla in der Realität des eigenständigen Lebens angekommen ist. Ich halte euch auf dem Laufenden.


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