Samstag, 27. April 2013

Versuch macht kluch

Unlängst hatte ich ja bereits erklärt, daß ich mit meiner morgendlichen Wochenendgestaltung ein paar organisatorische Probleme habe. Heute wollte ich ausprobieren, ob es für mich Sinn macht, früh einzukaufen und direkt danach zum Sport zu gehen, zumal sich der Schwarz-Markt mehr oder weniger direkt neben dem Sporttempel befindet. Unser Balduin musste heute mal nicht zeitig für meine Angetraute zur Verfügung stehen. Mein Einkaufszettel war durchaus übersichtlich, da die zweitbeste Ehefrau und ich – mal wieder – beschlossen haben, zunächst unsere vorhandenen und eingelagerten Lebensmittelvorräte ihrer Bestimmung entsprechend zu reduzieren, bevor neuer Nachschub herangeschafft wird.

So habe ich heute Morgen neben den unvermeidlichen Einkaufstaschen mit Leergut auch meine Sporttasche und eine Kühlbox ins Auto geschleppt und bin losgezogen. Der Schwarz-Markt öffnet seine Pforten um acht Uhr, der Sporttempel um neun. Mit meinen Einkäufen würde ich nicht viel Zeit benötigen, so daß ich tatsächlich sogar später als sonst vor Ort sein musste.

Ausgebremst wurde ich vor Ort zunächst von den Leergutautomaten. Beide waren voll, es warteten bereits mehrere Kunden darauf, daß sich endlich was tut. Nun gut, ich hatte ja Zeit und konnte dem Treiben entspannt folgen. Erst nach einigen Minuten waren auch die typischen Geräusche zu vernehmen, welche darauf hindeuteten, daß die Leerung endlich vorgenommen wurde.

Im Laden selbst verlief auch alles zügig, obwohl dieser noch überall mit noch nicht verräumtem Nachschub und bereits geleerten Kartons zugestellt war. Nur an der Kasse gab es einen kleinen Engpass. Als ich mich diesen Mautstationen näherte waren noch drei an der Zahl geöffnet, was man aber just in dem Moment, als ich mich zielsicher für Kasse 2 entschieden hatte, auf nur noch eine Zahlstelle reduzierte. Und das war natürlich nicht die Kasse 2, wie man sich denken kann. Sofort bildete sich eine kleine Schlange an der verbliebenen Kasse. Und selbstverständlich sollte sich wieder das Klischee erfüllen. Vor mir musste jemand umständlich sein letztes Kleingeld abzählen, sich verzählen, einen neuen Versuch starten und immer noch zu wenig Münzen hinlegen, was zu einem neuerlichen Zählen führte. Immerhin hat dieser jemand sich für die drei Sekunden, die das jetzt länger gedauert hat entschuldigt, auch wenn ich an der Ernsthaftigkeit dieser Entschuldigung meine Zweifel hatte. War mir aber auch egal.

Wieder draußen auf dem Parkplatz entging meinem Blick nicht, daß wieder Idiotentag war. Ein Wagen war in den großzügigen Parkbuchten diagonal geparkt, ein weiterer stand mit der Hinterachse noch nicht mal in der Parkbucht und ragte somit heckwärts in den Durchgangsverkehr des Parkplatzes, während ein dritter Wagen mitten in der Kurve vor der angeschlossenen Bäckerei stand. Der Motor lief, die Fahrertür war weit geöffnet, niemand konnte hier vorbei. Klar, mal eben ein paar Brötchen holen geht ja schnell, warum also Rücksicht nehmen? Wenn man so dürfte wie man wollte – dann hätte ich jetzt ein neues Auto…

Ich verstaute meine Sachen und fuhr die kleine Anhöhe hoch zum Sporttempel. Dummerweise hatten sich mittlerweile bei mir Kopfschmerzen eingestellt, welche mich an dem Erfolg meines geplanten morgendlichen Sportdurchganges zweifeln ließen. Außerdem war ich so früh vor Ort, daß ich noch 20 Minuten vor verschlossenen Türen hätte warten müssen. War also wieder mal nichts. Aber ich gönne mir bei nächster Gelegenheit einen zweiten Versuch, soviel ist sicher. Die Gelegenheit muß nur kommen.



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