Donnerstag, 30. August 2012

Behördenwahnsinn

Im internen Benchmarking der LASA gilt es als Messlatte für gutes Arbeiten, daß man möglichst wenigen eingelegten Widersprüchen abhelfen muß. Denn wer vielen Widersprüchen abhelfen muß, kann ja im Vorfeld nur schlecht ermittelt haben. So denkt sich das auch Lieschen Müller.

Nur - was kann ich daran ändern, wenn ich von der Kundschaft mehrfach Unterlagen oder Angaben eingefordert habe, und diese einfach nicht bekomme? Irgendwann muß ich entscheiden, denn die Antragslaufzeiten sind - je nach Geschäftsvorfall - auch von herausragender Wichtigkeit und ein weiteres Qualitätsmerkmal für die geleistete Arbeit.

Kommt die Kundschaft ihren gesetzlichen Mitwirkungspflichten nicht nach, entscheide ich nach Aktenlage. Und das bedeutet, daß ich eben ganz oder teilweise ablehnen muß.

Im postwendend eingelegten Widerspruch erhalte ich von der Kundschaft meistens alles was ich brauche, hebe den zuvor erlassenen Bescheid auf und helfe dem Widerspruch ab. Also habe ich - wie gesagt: internes Qualitätsmerkmal - nicht ordentlich gearbeitet, obwohl ich tatsächlich nichts falsch gemacht habe.

Wende ich diese Logik auf die örtliche Arbeitsagentur an, dürfte die dortige Arbeitsqualität unterirdisch sein. Seit die zweitbeste Ehefrau von allen mit den Damen und Herren dort in eigener Sache zu tun hat, musste sie bereits sechs Widersprüche gegen Entscheidungen der Agentur einlegen. Zu allen Entscheidungen haben im Vorfeld alle Informationen und Dokumente vorgelegen. In allen sechs Fällen wurde dem Widerspruch abgeholfen...



Freitag, 24. August 2012

Technologischer Fortschritt

Hrmpf, wann wird eine Technologie entwickelt, mit der man bei Anruf eines Anrufroboters einen ausreichend starken Stromstoß zurückschicken kann, der das Mistding einschmilzt? Gerne auch bei organischen Anrufern von Callcentern verwendbar.


Samstag, 11. August 2012

Laaaaangweilig

Da ist er wieder, der Einkaufssamstag. Und was nicht wieder alles passiert ist. Nur weiß ich nicht, wo.

Auf meiner heutigen Tour war einfach nichts los. Ich habe einen Top-Parkplatz bekommen. Alles, was ich kaufen wollte, war da, wo ich es suchte, und das in ausreichender Menge und Qualität. Niemand ist mir oder anderen blöd gekommen. An der Kasse lief es zügig, ich hatte den einen Cent im Portemonnaie, den die Kassiererin sich wünschte. Das Wechselgeld bestand aus einem Schein und einer Münze, und nicht der üblichen Hand voll nervigem Kleingeld.

Das Wetter war trocken und nicht zu warm. Alle meine Einkäufe konnte ich in einer einzelnen Tasche verstauen, so daß noch nicht mal das übliche Zwischenparken vor dem Haus mit der stets elend schlechte Laune aufbauenden  Schleppaktion der Taschen und Boxen in die Wohnung erforderlich wurde.

Aber eines gibt mir schon noch zu denken: Ist es nicht traurig, daß man sich über so etwas schon freut?